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The Goldbergs – Eine Kritik

Kennt ihr noch die Serie „Wunderbare Jahre“? Einige von euch bestimmt. Das Intro war „With a little help from my friends“ von Joe Cocker, klingelt es jetzt? Es gab mal den Mythos, dass der jüdische Nachbarsjunge von Marylin Manson gespielt wurde (wurde er übrigens nicht). Noch immer keine Ahnung… dann hier mal das Intro:

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Die Serie wurde aus dem Off erzählt, aus der Sicht des mitlerweile erwachsenen Hauptcharakters Kevin Arnold (Fred Savage). Und vermutlich fanden so ziemlich alle Jungs die Nachbarin, der Love Interest von Fred… darf man in dem Alter schon „Love Interest“ sprechen? Naja, jedenfalls fanden die wohl ziemlich viele Jungen toll. Die ganze Serie spielte in den späten 60ern bzw. frühen 70ern in den USA.

Seit Oktober 2013 gibt es eine Serie, die (nicht nur) im Prinzip genau das gleiche Konzept hat. Sie ist mit „The Goldbergs“ benannt nach dem Produzenten Adam Goldberg, der für so schöne Dinge wie „Entourage“ oder „My Name is Earl“ verantwortlich ist. Auch hier erleben wir die Geschichte erzählt aus dem Off und auch hier ist es der Hauptcharakter, der jüngste Sohn, der uns als Erwachsener die Geschichte erzählt. Die jüngeren Leser dieses Blogs, die die Serie „Wunderbare Jahre“ nicht kennen, dürfen sich das in etwa so vorstellen, wie bei „How I met your mother“, nur nicht so schlecht…

Aber zurück zu den Goldbergs. Wie bei den Arnolds, steht eine fünfköpfige Familie im Fokus, hier noch unterstützt durch einen Großvater – der wiederum so ein bisschen so ist, wie der Großvater aus „King of Queens“. Auch die Ausarbeitung der Charaktere ist quasi wie beim Vorbild. Der motzige Vater, der große, unverschämte, Gewalt anwendende Bruder, die eher tussige Schwester, ein schlauer aber irgendwie nerdiger und nicht wirklich bemerkenswerter Hauptcharakter… Nur die Mutter sticht durch ihr Erscheinungsbild und tolles schrulliges Schauspiel heraus.

Die wunderbaren Jahre zeichnete neben ihrem Humor auch aus, dass die Geschichten mit einer gerüttelt Maß Herzblut erzählt wurden. Es war natürlich ein bisschen heile Welt, dazu Humor und all das mit der so gerade eben richtigen Portion Gefühl erzählt. Dazu kommt, dass der Deutsche Erzähler auch eine fantastische Stimme hat(te). Bei den Goldbergs ist das leider ein wenig anders, die Serie ist sehr- leider bisher zu sehr – auf Lacher bzw. einen hohe Gag-Dichte getrimmt. Und das Problem ist, dass die nur selten wirklich zünden. Erzählerisch hat die Serie dabei nur wenig zu bieten und wenn es mal emotional werden soll, dann passt das in den sehr Gag-orientierten Aufbau nicht wirklich rein und wirkt somit deplatziert. Die Serie schafft es zumindest bei mir nicht, mich in eine Stimmung zu versetzen, wo ich lachen und kurz danach „ooooohhhh“ sagen kann.

Die Serie hat das Glück, dass der amerikanische Serienmarkt im Moment so ein wenig lahmt. Wirklich herausragende neue Serien gibt es eigentlich nicht. Im Januar kommt bei HBO eine neue Crimeserie ins Pay-TV, die wirklich verheißungsvoll ausschaut, mit Mattthew McConadingens und Woody Harrelson – True Detective (dringend den trailer ansehen). Gerade im Bereich Comedy gibt es außer dem durchschnttlich unterhaltsamen „Brooklyn 9-9″, dass sich doch sehr an Scrubs orientiert, nichts Herausragendes. Da fällt The Goldbergs eben auf…

Als Kind der 80er müsste mir The Goldbergs vom Setting her, eigentlich näher liegen, als die Serie über die 60er/70er. Aber so richtig begeistert mich eigentlich nur der Soundtrack, die schrullige 80er-Mucke passt halt einfach prima – logisch. Den ein oder anderen lustigen Moment gibt es schon und oft stellt sich so ein Gefühl von „ach richtig, so war das damals vor Flachbild-TVs, Handys und Internet“ ein. Das kann die Serie schon eine Zeit lang tragen. Aber dauerhaft erscheint mir das zu wenig.

Jeder, der das „Original“ nicht kennt, sollte sich die Goldbergs einmal ansehen – ich bin mir sicher, sie wird im deutschen Fernsehen bald auch ankommen und beim deutschen Publikum gut funktionieren (hallo Pro7) – alle, die aber die wunderbaren Jahre kennen, werden ständig daran erinnert werden. Die Serie entwickelt bisher einfach zu wenig eigenen Charakter und haut einem die Gemeinsamkeiten mit dem Vorbild permanent und offensichtlich um die Ohren. Sie ist ein bisschen so, als würde ein Musiker auf die verrückte Idee kommen, ein Lied aus den 80ern einfach nochmal neu – aber nicht zu neu- aufzunehmen und in die Charts zu bringen. Wie abweg… oh…

Ich hoffe, dass die Goldbergs sich bald von den Arnolds emanzipieren und Adam Goldberg uns eigene liebenswerte, lustige Geschichten erzählt und sich vielleicht auch mal an etwas Nachdenkliches oder Trauriges traut. Eine 80er-Jahre Copycat einer 60er/70er-Jahre-Serie braucht man dauerhaft aber nicht. Wer mal reinschauen möchte, hier ist der Trailer, der mit knappen 5 Minuten jedoch ein wenig lang geraten ist. Eine Folge ist mit den Sitcom-typischen 23 Minuten gar nicht so viel länger.

… dass uns der Himmel auf den Kopf fällt!

Wo ich gerade in Serien-Blog-Schreib-Laune bin, schreibe ich doch noch einen Beitrag über eine neue Serie. „Falling Skies“ startet im Sommer bei TNT in den Staaten und erinnert von der Idee her an „The Walking Dead“.

In beiden Seiren geht es um einen Neuanfang der Menschheit (natürlich in Amerika). Bei „The Walking Dead[Anm.d.Red.: Der Trailer ist mit 2.36min zwar relativ lang, aber ganz toll gemacht. Insbesondere am Ende mit der musikalischen Untermalung] ist die Menschheit bis auf wenige Ausnahmen ver-zombiet. Die Serie dreht sich um eine kleine Gruppe, die sich neu organisieren muss und mit der ständigen Angst vor der Infizierung leben muss. Spannend sind dabei mehr die Konflikte in der Gruppe, als die Hirnfresser. Vorlage für diese Serie ist übrigens eine Comicreihe in die ich – dank Daniel – einmal reinschauen konnte. Comics sind anscheinend aber nicht so meins.

Aber zurück zu den Serien. In der neuen Show wurde die Menschheit, ganz US-Kino-klassisch von… na, wer errät es??… genau… von Aliens ausgelöscht! Laut dem Trailer scheint es hier auch um eine Art Neubeginn zu gehen. Allerdings sehr viel sauberer, actionlastiger und um einiges hollywood-polierter. Aber das muss nicht zwingend schlecht sein. Allerdings frage ich mich auch, wie lange wohl das Geld für die CGI-Effekte wie die im Träller reichen wird.

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Ich persönlich finde es interessant, dass es gleich zwei Serien gibt, die das Thema Neubeginn der Menschheit behandeln. Dazu kommen dann noch Filme wie der ernste „The Road“ oder der lustige „Zombieland“ und ich meine hier einen Trend, eine Mode zu sehen. Die zeitliche Ballung ist das Spannende. Zwar wurde die menschheit – besonders im Kinofilm – schon häufiger von Aleins fast ausgelöscht, aber normalerweise konnte sie das Blatt noch wenden. Nun starten Filme und Serien plötzlich dann, wenn schon alles verloren zu sein scheint. Warum scheint diese Theorie so zu interessieren? Würden wir gerne alles nochmal auf Null drehen und vieles anders machen? Woher kommt dieser Reiz für das Szenario – sofern er denn besteht? Und würde KaTe noch einmal abschr… seine Arbeit schreiben lassen, wenn er die Zeit zurückdrehen könnte? Jahaaa, das lässt mich als Sozialwissenschaftler nachdenklich zurück. Und darum… ich denk dann mal weiter, und ihr jetzt… abschalten!

Wadde-hadde-dudde-da!?

Elia… Eliya… Frodo – Frodo Wood! Der richtige Vorname des Schauspielers überfordert meine orthograpischen Kenntnisse. Und wo Copy-Paste hinführen kann, sehen wir ja aktuell bei immer mehr „Politikern“. An dieser Stelle Gratulation an die FDP, sie führt vermutlich mit 2! Klasse.

Ich eollte aber eigentlich über meine Vorfreude auf eine TV-Show bloggen. Gerade habe ich einen Träller zu einer neuen Serie „Wilfred“ auf FX gesehen. Hauptdarsteller ist Frodo Woods. Mit dem konnte ich eigentlich immer sehr wenig anfangen, weil ich immer an riesige Füße denken musste. Und jeder der mich kennt, dass schon meine Beziehung zum Wort „Fuß“ eine gestörte ist. Er spielt jedenfalls einen Nachbarn, der von seiner Nachbarin ihren Hund geliehen bekommt. Der wird gespielt von Jason Gann (viel einfacher zu schreiben). Jaaa, genau, der Hund wird von einem Mensch gespielt!!!! Und wie interessant/lustig/spannend sieht das denn bitte aus? Am 23. Juni geht’s los, ich bin extrem vorfreudig! Guckt selbst (1:01min):

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Solltet ihr jetzt sofort Google, Wikipedia oder Youtube angeschmissen haben, habt ihr vermutlich gesehen, dass es die Show in Australien schon gibt/gab (was weiß ich) – irgendwie hat mich das Original aber nicht so angemacht. Lustig ist übrigens auch noch diese Promo für die Show.

Gott seine Faust

RTL produziert eine neue Serie mit dem Namen „Lasko“. Klingt nach Krimi, dachte ich. Wenn man sich aber den ganzen Titel anschaut, bekommt man einen anderen Eindruck, der lautet nämlich „Lasko – die Faust Gottes“. Es handelt von einem Mönch der die Welt mit Martial Arts befrieden will. Die Pressemeldung von RTL kündigt ein

Action-Märchen, das es in vergleichbarer Form in der deutschen Fernsehlandschaft noch nicht gegeben hat

an. Ui! Die Fälle reichen wohl von terroristischen Flugzeugentführungen bis zu serbischen Kriegsverbrechern die seinen Sohn entführen. Moment! Sohn!?! Mönch!??!?! Action-Märchen!?!?!? Eiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!

Nun, ich beruhige mich und rate jetzt einfach mal ins Blaue: Lasko war einst ein glücklich verheirateter Mann mit einem glücklichen Sohn, bis seine Frau einem terroristischen Anschlag zum Opfer fiel. Lasko war schwer getroffen, innerlich zerrüttet und fand schließlich sein Heil im Glaubenan den Allmächtigen. Seelisch am Ende, wurde er Mitglied im Orden der „Fäustlinge“. Derweil kümmerte er sich weiter liebevoll um seinen Sohn, den er auf ein Internat schickte, während er von seinen neuen Mönchfreunden in asiatischen Kampfkünsten ausgebildet wurde und dadurch seine geistige und körperliche Stärke zurückgewann. Fortan setzte er seine Kräfte für die Mönche ein, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen und fahndete dabei auch nach den Mördern seiner Frau. Er versprach mit voller Wucht zurückzuschlagen, mit der Faust Gottes.So wird er getrieben von seinem Herz und dem Glauben an Gerechtigkeit.

Die Show wird von Action Concept entwickelt, das sind die, die auch „Alarm für Cobra11″ produzieren und nunja… die Drehbücher sind einfach – nichtsdestotrotz aber erfolgreich [Anm.d.Red.: Warum? Ja warum nur!??!?]. Mal sehen, wie die Geschichte dann endgültig ausschauen wird. Aber eins steht fest, der Titel „Lasko – Die Faust Gottes“ ist so ziemlich der bescheurtste Serientitel den ich jemals gehört habe.

Der hat was auf der Pfanne

In den 70ern gab es im deutschen Fernsehen eine tolle Serie mit innovtiven Ideen, die immerhin zwei Staffeln überlebte. Da amerikanische Krimiserien so erfolgreich waren, drehte man einfach selber eine. Ort der Handlung war Amerika, die Protagonisten bekamen englische Namen, aber die Schauspieler waren deutsch. Und – vermutlich um es nicht allzu aufregend zu machen – war der Polizist kein Mitglied des CSI, CTU, FBI, CIA sondern Verkehrspolizist…. Aber auch nicht so wie beispielsweise die CHiPs, sondern zu Fuß… an einer Straßenkreuzung in Hollywood. Wow! Darüber hinaus – dafür hat der Gute auch noch Zeit – löste eher in jeder der 30minütigen Folgen einen Kriminalfall, er war nämlich doch kein gewöhnlicher Straßenpolizist, (hoho) er war ein Underover-Cop! Achja sein Name (und auch Name der Serie): Sergeant Berry. Aha, nee klar. Klingt fasst so eindrucksvoll wie James Bond oder Jack Bauer oder… Officer Frank Llewellyn „Ponch“ Poncherello!

Gespielt wurde der Ermittler in der ersten Staffel von Klausjürgen Wussow und in der zweiten von Harald Juhnke. Hier das sehenswerte Intro mit Harald Juhnke. Euch erwarten Spannung, Action und rassige Dialoge:

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Die Dialoge sind einfach fantastisch – zeigen sich aber erst beim zweiten Schauen in ihrer gesamten Pracht – wenn man die Schockstarre überwunden hat. Das Intro mit Wussow ist auch sehr sehr sehenswert! Hörenswert ist auf jeden Fall die Musik, hier das komplette Lied. Toll, was das Orchester von Peter Thomas da geleistet hat.

PS. Hat sich die Bedeutung von „etwas auf der Pfanne haben“ in den vergangenen Jahren irgendwie geändert!?

PPS. Alter Schwede! Die Staffeln auf DVD kosten bei Amazon je 24,99 Euro. Aus Prinzip verlinke ich das hier nicht. Wucher!

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