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die welt aus der sicht eines dorfmenschen
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Ganz große Politik

ingo | 22. Februar 2010

Wie albern ist das denn bitte? Der Rüttgers Jürgen behauptet doch ernsthaft, dass er nichts von der “eigenartigen” Marketingmaßnahme seines Generalsekretärs gewusst hat? Das glaubt aber doch bitte niemand, oder? Und wenn es wahr wäre, dann zeigt es ja auch nur seine Führungsunfähigkeit. Wenn der fremdenfeindliche Mann nicht einmal seinen eigenen Stab kontrolliert/geführt bekommt. [Anm.d.Red.: Erinners sich noch jemand an den Bauskandal vom Ex-Präsi Wildmoser von 1860 München? Der hat damals auch behauptet, er hätte nicht darauf geachtet, was er unterschreibt. Und ihm hat man es auch nicht geglaubt! Same-Same, bitte!!!!]

Ich stelle mir den verwirten Blick der männlichen Ausgabe von Inge Meysel vor, wenn da plötzlich der Chef von Firma X bei ihm im Büro steht und der Jürgen gar nicht so recht weiß was Sache ist. “Ja was machen Sie denn hier? – Raus aus meinem Büro!!!” und dann kommt der Generalsekretär “Nein Jürgen, ganz ruhig (streichelt seinen Kopf, Rüttgers schnurrt). Das ist schon in Ordnung, sprich mit dem Mann. Du weißt schon, plappere aus deinem Repertoire von wegen doofe Chinesen, doofe Rumänen, doofe Inder und dann lass ihn erzählen. Er sagt dir dann, was wir bald für ihn tun sollen. Toll, oder? Da brauchen wir gar nicht mehr nachdenken!” und Tante Rüttgers wieder “Nagut. Bin ich froh, dass ich dich habe, meine Lieber! Darf ich danach denn dann auch endlich wieder Moorhuhn spielen?”

Und der Mann wird auch der kommende Ministerpräsident… ach Gott neeeeeeee

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Dumm, dümmer, Presse

ingo | 14. Februar 2010

Ui, bin ich in Fahrt!

Was ist das eigentlich für eine alberne Attitüde, dass in den deutschen Medien in letzter Zeit soviel rumposaunt wurde, welche Versprechen Obama alle “gebrochen”… Moment, nochmal GEBROCHEN (!!!!)…  hat, seit Amtseintritt? Ballaballa? Seine Amtszeit ist doch noch gar nicht vorbei! Oder hat er gesagt, er sei fertig und macht jetzt Urlaub? Diese ganze Prozedur, einen Menschen auf Jesus-Status zu überhöhen und ihn dann später zum Teufel zu jagen ist doch hirnrissig und einfach dumm. Ja genau, Menschen, die so vorgehen müssen wirklich dumme, ungebildete Menschen sein! So kann die Welt auf Dauer NICHT funktionieren!

Und nochmal: So kann unsere Gesellschaft nicht dauerhaft funktionieren!

—

[Anm.d.Red.: Übrigens plappern unsere Medienvertreter da auch nur der amerikanischen, republikanischen Opposition nach. Es ist wirklich ein Zeichen von Qualität sich inhaltlich auf Seiten von Sarah Palin, George Bush u.ä. zu stellen - wenn ich hier auch mal wieder po-larisieren darf]

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dümmer gehts kaum noch

ingo | 9. Februar 2010

Menschen sind verdammt dumme Tiere. Aber so ganz richtig Dumme! Ansonsten würde es sich die Menschheit nicht gegenseitig so schwierig bzw. auch tödlich machen. Wer über die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz lästert, sollte mal über die natürliche Intelligenz nachdenken, ob die wirklich so… intelligent/brauchbar ist.

Jedenfalls! Es gibt leider unter uns Dummen ein paar Dumme, die die (mediale) Macht haben, die anderen Dummen zu manipulieren, zu täuschen und für noch viel dümmer zu verkaufen als sie es sowieso schon sind. Eine von diesen Wolf-im-Schafspelz-Dummen ist Ulla von der Leyen. “Wolf” passt bei ihr wegen des Familienrudels sogar ganz besonders gut. Vor der Wahl im letzten Jahr hatte sie sich ja überlegt die Opfer von Kinderpronographie zu instrumentalisieren mit einem ganz besonders ausgefuchsten Gesetz zu schützen und dabei die Bevölkerung für dumm zu verkaufen. Leider hat das mit ihrem Stoppschild-guck-halt-weg-Gesetz bei der breiten Masse ja auch ganz gut funktioniert. Nun ist die Wahl vorbei, Ulla hat einen neuen Posten und die Sache mit dem Sperren-statt-Löschen ist nun doch eher… naja… also nun soll halt doch gelöscht werden. Einerseits: Endlich! Andererseits: Arschgeige! Kann bitte mal jemand ganz laut “Verarschung der Wähler/Volk/Dummen” rufen oder Frau v. d. L. auf die Stirn tätowieren?!

Ach aprospos neuer Posten. Das erste, was ich in dieser Legislaturperiode von ihr gehört habe war, dass sie den Begriff Hartz IV für zu negativ besetzt hält und da gerne einen anderen prägen würde – so von oben herab dem Volk einimpfen. Joa liebe Ulla, dein  Name ist auch ziemlich negativ besetzt, benenn dich doch am besten auch gleich mit um! Oder guck einfach, dass du Land gewinnst!

Ach und es ist übrigens auch kein Zufall, dass der Ausländer-Phobie-Jürgen R. aus NRW jetzt gaaaaanz plötzlich die Steuersenkungspläne und auch die Nummer mit der Hotel-Klientel-Politik aber so richtig doof findet [Anm.d.Red.: seinem geben Kollegen Pinkwart geht es da übrigens ähnlich]. Das hätte dem männlichen Inge Meysel-Double  natürlich auch schon vor ein paar Wochen einfallen können, aber am Besten stellt man sich halt kurz vor der Wahl als Retter der Dummen der Region hin. Bravo Jürgen, vermutlich wären Chinesen und Rumänen erst nach der Wahl auf die Idee gekommen, die sind ja faul und kommen eh immer zu spät – ein Glück, dass du ein fleißiger und pünktlicher Deutscher bist! Das muss man sich wirklich mal ganz ganz ganz ganz… aber ganz genau überlegen. Ein Typ, der Menschen, die aus Versehen/Glück/Pech nicht in seinem Wahlkreis wohnen derbe und wiederhoilt beleidigt, darf sich Repräsentant eines Bundeslandes von Irgendwas nennen. Geht es noch!?!?!?

Mensch, sind wir alle bescheuert!

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Und jetzt kann man nicht mal mehr die Grünen wählen, die wollen ja auch mit Inge in die Kiste… Wähl ich halt die die… ach… (resignierendes seufzen)

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Der Märchenonkel will Kanzler werden

ingo | 15. September 2009

Frank-Walter Steinimeier hat auf Radio Bremen4 Bürgerfragen beantwortet. Eine zur Freiheit und Regeln im Internt beantwortete er so:

“Ich glaube, der Stein des Weisen ist da noch nicht gefunden. Ich hab ihn auch nicht, das Internet ist noch ein vergleichsweise neues Medien. Aber ein Medium von dem ich sicher bin, dass es ganz ohne Regeln auch nicht aus kommt. Wir haben den Konflikt zuletzt erlebt beim Umgang mit Kinderpornografie. Ich mein, ich versteht auch die Internetnutzer (Kindernetznutzer war Tippfehler von ir), die auf der einen Seite sagen: Keine einschränkungen im Internet zulässig. Auf der anderen Seite weiß ich auch von vielen ltern und kanns als Vater einer 13-jährigen Tochter auch nachvollziehen, dass die sagen Internet gut und schön, aber ich will, das Kinder auch im Internet geschützt sind […] Auch das Internet braucht Verkehrsregeln und zwar solche die Freiheit des Internets beibehalten, ohne dass die Nutzung des Internets da zu weitgehend eingeschränkt werden. Und Ich hab mich dafür eingesetzt, als Fr. von der Leyen da einen sehr weitgehenden Gesetzesentwurf vorgelegt hat für Löschungen im Internet; ich hab gesagt sperren reicht aus und wir müssen das Sperren selbst auch überwachen so dass es nicht ein einzelner Mensch sondern ein Gremium überwacht, damit die sperren nicht auch missbraucht werden”

Ja… da wird mal wieder das Märchen vom rechtsfreien Raum Internet erzählt. Hört sich immer gut an, stimmt aber nicht. Kommt deswegen nicht bei allen Hörern so gut an. Und ganz ganz doof ist es natürlich, wenn man vertauscht, was man gefordert hat, ich lasse nochmal wiederholen:

“Und Ich hab mich dafür eingesetzt, als Fr. von der Leyen da einen sehr weitgehenden Gesetzesentwurf vorgelegt hat für Löschungen im Internet; ich hab gesagt sperren reicht aus [...]“

Ähem… nicht ganz. Zensursula wollte sperren. Und das Steinmeier sich für Löschung ausgesprochen hat, würde mich wundern, die SPD ist doch so schön eingeknickt und hat dem Gesetzesentwurf des Wirtschaftsministeriums zugestimmt.  Dieses böse rechtsfreie Internet vergisst aber auch nix! Alles sperren… äh… löschen… nee sperren… ach verdammt! Wie machen die das in China noch gleich?

—

[Anm.d.Red.: Das kann man übrigens hier nachlesen und findet dort auh einen Link zum Nachhören von Frank-Walter Obamas weisen Worten.]

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Schockstarre

ingo | 2. September 2009

Herzlich Willkommen zur September-Ausgabe dieses Blogs. Und um euch direkt auf-/abzuschrecken, habe ich hier ein Video von und über die Junge Union. Wer also gerade so einen richtig richtig guten Tag hat und das absolut blöde oder ungerechtfertigt findet, darf jetzt hier mal sehen und hören:

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“Wir sind Deutschlands Nummer Eins für Freiheit und Gerechtigkeit”. Grauenvoll! Ich gehe mich mal eben übergeben…

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Nochmal Politik, nochmal Frust

ingo | 13. Mai 2009

Ich muss/will nochmal über aktuelle Politik schreiben – aus zwei Gründen. Einerseits, weil es mich wirklich tierisch aufregt, was gerade bzgl. Paintball und Internet an Gesetzesvorhaben an den Start gebracht wird und außerdem, weil es sich so herrlich hier zitieren lässt und somit schwupps, ein neuer Blogeintrag fertig ist. Der hat zudem weniger Komma-Fehler, weil ich ihn ja nicht selber geschrieben habe.

Also leihe ich mir heute mal die Worte des Journalisten Jens Schröder, der als “Popkulturjunkie” auch blogt. Auf seinen Eintrag “Ein Schrei” bin ich über diesen schönen Artikel bei Zeit Online aufmerksam geworden. Er kommentiert in diesem Beitrag Killerspiele, Paintball und Internet-Zensur.

Ich befürchte, dass sich “die Politiker” in Berlin gerade von einer ganzen Generation von heranwachsenden und jungen Erwachsenen entfernt, weil sie einfach nicht mehr kapieren, wie moderne Technik funktioniert und was Jugendliche in ihrer Freizeit tun. Was wird als nächstes verboten? Autorennspiele, weil sie Unfälle im echten Leben wahrscheinlicher machen? Die Wii-Fernbedienung, weil man damit auch Ego-Shooter spielen kann und dabei auf Menschen im Fernseher zielt? Platzpatronen für Cowboy-Pistolen, weil Fünfjährige beim Fasching nicht an Waffen gewöhnt werden sollen?

Er beendet seinen Eintrag recht verzweifelt:

Im Moment weiß ich nicht mehr, wen ich im Herbst wählen sollte. Poltiker, die offensichtlich null Ahnung von Internet und Computern haben, den Werkzeugen, die für mich, meine Generation und alle folgenden Generationen eine entscheidende Rolle bei Arbeit, Freizeit und vielem anderen spielt, solche Politiker kann ich nicht wählen.

Damit spricht er mir irgendwie aus der Seele. Wobei nicht-wählen für mich keine Option darstellt. Da muss wohl das kleinste Übel herhalten… und ich vermute, das hat die Farbe eines Marsmännchens.

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nachgeschossen…

ingo | 8. Mai 2009

Schön, wenn man mit seiner Meinung nicht allein ist. Hier ein lesbarer Kommentar zum Paintball-Verbot von ZEIT Online. Ein kurzes Zitat (der letzte Abschnitt des Artikels):

Wenngleich bislang noch jeder tödliche Amoklauf mit einer großkalibrigen Schusswaffe verübt wurde, konnten sich die Verehrer dieser todbringenden Technik sehr erfolgreich des Generalverdachts erwehren. Der wird stattdessen den Paintball-Spielern entgegengebracht. Nicht weniger sinnfrei wäre es gewesen, Wasserpistolen und Faschingsknarren einzukassieren. Sicher ist nach dem Paintball-Verbot nur eines: Kein einziger Amoklauf wird dadurch verhindert werden.

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Gelddruckidee

ingo | 19. März 2009

Ich habe eine brillante Geld-Vermehrungsidee! Ich brauche zu Beginn nur ein bisschen Kapital. Und weil ich ein netter Kerl bin, werde ich die Idee mit euch teilen. Vielleicht wollt ihr euch beteiligen? Ich umreisse das mal kurz, gehe nicht zu sehr ins Detail:

Die deutschen Städte brauchen dringend Geld, viel Geld und zwar sofort. Es sieht bei Wahlen einfach blöd aus, wenn man mit einem gewaltigen Minus auf dem städtischen Konto für eine Wiederwahl werben muss. Also kaufe ich der Stadt X zum Beispiel ihre Trinkwasserversorgung ab. Danach lasse ich die Stadt die Anlage leasen. Da die Städte das Geld so dringend nötig haben, zahle ich natürlich nur einen Bruchteil des eigentlichen Wertes. Bei einem Wert von 500 Mio Euros, würde ich so etwa… naja, ich will ja fair sein… 20 Millionen zahlen. Der Leasingvertrag läuft für ca. 100 Jahre, also eine durchaus überschaubare Zeit. Natürlich muss ich in alle Entscheidungen einbezogen werden, die die Trinkwasserversorgung betreffen. Wertminderung durch bauliche Veränderung  geht natürlich mal gar nicht. Kein Schild darf umgesetzt werden, ohne dass ich mein Okay gebe. Die Stadt soll sich freuen, dass sie jetzt Geld zur Verfügung hat. Und mal ehrlich, die verantwortlichen Politiker wären doch eh nicht mehr im Amt, wenn es in der Zukunft – vielleicht und ganz aus Versehen – unangenehm werden könnte.

Ouh und bevor ich es vergesse. Das Ambiente muss natürlich stimmen. Ich ziehe also in eine  repräsentative Gegend… New York zum Beispiel – das bringt nämlich auch noch steuerliche Vorteile. Dort eröffne ich eine Kanzlei und mache die Termine mit den deutschen Städten. Die Herrschaften werden über den großen Teich geflogen und fürstlich bewirtet. Dann gibt es – entowrfen von Anwälten in schicken Anzügen – gigantische, englische Vertragswerke, die ich auf wenige, deutsche Seiten zusammenkürzen lasse um sie verständlich zu halten. Die englischen Originale behalte ich in New York, das ist sonst so blköd mit dem Übergepäck. Und so ca. 10 Ordner voll mit Verträgen sind definitiv Übergepäck. Außerdem sind die Dinger ja englisch, das verstehen deutsche Politiker ja auch nicht alle. Außerdem; wie sagt Anrold Schwarzenegger? “I am here to lead, not to read!”. Einen prima Namen hab ich für die Geschäftsidee auch schon. Ich nenne es Cross-Border-Leasing! Huiiiiii! Coole Idee, cooler Name!

Was sagt ihr jetzt? Top oder? Wasserdicht! Gelddruckmaschine!

Wie? Ihr haltet das für Quatsch? So etwas Bescheuertes würde kein Politiker machen? Hmmmm… Nagut, ich bin ehrlich. Die Idee ist nicht auf meinen Mist gewachsen. Gibt’s alles schon. Und das schlimme ist: bei so einem Humbuk machen die Städte sogar mit!!!!!! Dieser Artikel aus der Zeit lohnt sich wirklich zu lesen, auch wenn er ein bisschen länger ist. Jetzt erklär mir bitte jemand, wie man so unverantwortlich und… ach, ich reg mich nur wieder auf…

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Cross Boarder Leasing, Geld, Politik, reich, Stadt, Wirtschaft
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Warum nur, warum?!?

ingo | 26. Februar 2009

Roland Koch hat noch nicht verstanden was “Staatsferne” in Bezug auf Rundfunk bedeutet, das hat er in der leidigen Diskussion um den Chefredakteur des ZDF ja hinreichend bewiesen. Zwar hat die Politik durchaus ein Wörtchen mitzureden, wenn es um den Intendanten einer öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalt geht, beim Chefredakteur hält sich dieser Einfluss allerdings arg in Grenzen. Roland Koch meint den Abwärtstrend des ZDF stoppen zu müssen, da die heute-Nachrichten mittlerweile weniger Zuschauer haben, als RTL aktuell. Das klingt zunächst mal total schockierend und als ein weiteres Indiz einer grauenvoll verdummenden deutschen Gesellschaft, die angeblich nur noch nach Big Brother und Dschungelcamps lechzt [Anm.d.Red. Wobei sich Roland Koch als Big Brother in orwellscher Tradition sicher gut machen würde...]. Allerdings stimmt es nicht. Die heute-Nachrichten werden auch auf dem kleinen Sender 3sat ausgestrahlt und haben in Addition wieder eine höhere Quote als die RTL-Nachrichten. Klar, the Trend is not ZDFs Friend, denn die Quoten sinken seit einigen Jahren. Das liegt u.a. aber auch daran, dass sich immer mehr Menschen über das Internet informieren und nicht mehr auf die abendlichen Nachrichten warten (wollen). Und schöne Promis ziehen nun mal auch mehr als Roland Kochs Gesicht, Gelaber politisch fundierte Aussagen.

Darüber wollte ich aber eigentlich gar nicht schreiben. Neben der Staatsferne hat Herr Koch nämlich auch die Demokratie (noch) nicht verstanden. Und das ist eigentlich umso schlimmer. Vielleicht bedingt das Letztere sogar das anfangs erwähnte Unwissen, wer weiß. In einem Interview, dass im Feullieton der FAZ veröffentlicht wurde, sagte Koch nämlich:

Politiker sind nicht eine Gefahr für die Demokratie, sondern ihre Grundlage.

Aha. Danke, setzen sechs! Liebe Hessen, warum habt ihr ihn denn schon wieder gewählt? Warum?

—

Ach und wo ich gerade beim Warumen bin. Wie kann es sein, dass eine Partei, die für die Selbstregulierung der Märkte (mit möglichst wenig Einflußmöglichkeiten des Staates steht) in Zeiten einer Wirtschaftskrise, die eben durch zuviel Freiheit entstanden ist, sich plötzlich bei 18% wiederfindet?! Ist nicht eindrucksvoll genug bewiesen worden, dass es so nicht funktioniert? Hach, die Welt ist mir ein Rätsel und insbesondere die Menschen die auf ihr leben – und da schließe ich mich selber nicht aus.

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