Der kunstledrige Thron

Wir schreiben das Jahr 2014 – das ist wichtig, falls in Jahrhunderten jemand diesen Blog liest, und Menschen mittlerweile im Schnitt 4,20 Meter hoch sind – sollte das so sein: Dann bitte hier das Lesen abbrechen, denn dann ist das folgende Geschreibsel wurscht.

Im hier und jetzt – also fast 2015 – ist das allerdings sehr sehr wichtig. Wir haben uns vor ein paar Wochen einen wirklich tollen Tisch gekauft. Er ist 2,20m lang und 1,10 breit und 0,79m hoch. Klingt nach absoluten Traummaßen nicht wahr? Der ein oder andere Experte unter euch wird nun vielleicht schon erahnen, was das Problem an diesem Tisch ist, nämlich die Höhe! Hat keiner erahnt? Nee? Wir beim Kauf nämlich auch nicht…

Nun kann/darf/sollte man nämlich wissen – und wir wussten das bis vorgestern nicht – dass zwischen Tischplatte und der Sitzhöhe der Stühle etwa 30cm liegen sollten. Das würde bedeuten, dass die Sitzhöhe unserer Stühle bei 49cm liegen müsste. So rein gefühlt, sind die 30cm aber zu viel, was dazu führt, dass sich das Gesitze am Tisch anfühlt, als wäre man an den Kindertisch verbannt worden. Die meisten Stühle, die man so kaufen kann haben eine Sitzhöhe von etwa 47 – 48cm. Es gibt auch 49er, die sind schon seltener und wir hätten gerne mindestens 50cm, am besten 51cm. Die Dinger sind kaum zu finden. Und das nicht nur, weil wir es derzeit nicht einsehen, für sechs Stühle so viel zu zahlen, wie für den neuesten Mac oooder ach was weiß ich…

Wir haben so ziemlich alle Möbelhäuser in der Umgebung durch und finden einfach nichts Gescheites – Ikea, Höffner, Gossens, Ostermann, Trends, Schaffrath… Diese ganze Fahrerei ist dabei wirklich zeitraubend und vor allem ist das end-nervig. Daher ein Tipp: Wenn ihr einen Tisch kauft, achtet darauf, dass der Apparat max. 77cm hoch ist. Alles darüber ist bei der Stuhlsuche anstrengend. Selbst wenn ihr noch ein ordentliches Budget habt – ihr werdet keinen Spaß haben – versprochen!

Neuer Schwede

Mal wieder was von mir – über UMTS… naja. Also im Prinzip kann man ja via UMTS in ungeahnte Internet-Geschwindigkeiten vorstoßen. Leider habe ich das Gefühl, dass der Empfang bereits von einem Blatt Papier gestört werden kann. In meinem Fall ist es ein geschlossenes Fenster. Aber es ist auch mal wieder gut zu erfahren, wie es ist, mit ISDN oder Analog-Geschwindigkeit zu surfen. Jetzt weiß ich endlich die Errungenschaft DSL wieder zu schätzen.

Die neue Wohnung ist so ziemlich bezogen. Mein Zimmer ist relativ eingerichtet, hat ein bisschen was von einer schwedischen Botschaft. Nicht der Farbe wegen, eher wegen des Möbelherstellers. Bitte erheben, lauschen und ggf. mitsingen: Du Gammler Gamla, du fria:

[audio:http://www.navyband.navy.mil/anthems/ANTHEMS/Sweden.mp3]

Aber jetzt kann ich meinen PAX-Schrank und meinen Schreibtisch in Zukunft auch modular aufrüsten, erweitern usw. ähnlich wie bei meinem PC und hey, ich liebe aufrüsten. Der Heimwerker-King würde vermutlich „Mehr Power“ grunzen.

Seit gestern haben der G-Man und ich sogar ein Klingel-Schild und einen Briefkasten. Jetzt fehlt nur noch, dass das Waschbecken im Bad angeschlossen wird und die Türen abgeschliffen werden, damit sie nicht mehr über den Boden schleifen. Und ein paar Küchenschränke fehlen noch und auf ein paar Steckdosen ist noch kein Saft. Und was platzieren wir im Flur? Ach aber so ganz nebenbei, habe ich ganz alleine das Spülbecken an den Wasserkreislauf angeschlossen. Bin mächtig stolz auf mich selbst! Buuhaaaa! [Anm.d.Red.: ich vermute, auch hier wäre Heimwerker-King-Grunzen angebracht.] „Richtiges“ Internet gibt es laut Brad Pitt Alice ab dem 15.06. wieder. Ich hoffe noch in diesem Jahr.

Und nun noch – abseits des Wohnungsthemas – ein schönes Video von Saturday Night Live. Will Ferrell als amerikanische, schrullige Ausgabe von Hans-Joachim Bublath und Jeff Goldblum als… na er versucht zumindest einen Wissenschaftler darzustellen, scheint der Schauspielkunst Steven Seagal oder … ach wie heißt dieser farblose, untalentierte Kerl noch… der mit der Matrix… achja, Keanu Reeves, nachzueifern.

Ich weiß, Will Ferrell stellt hier nicht die amerikanische Version von H.J. Bublath dar, sondern Harry Caray, einen ehemaligen Baseball-Spieler. Und meine Güte, der Mann trägt die Definition von Brillengestell auf der Nase! Ich wusste nicht, dass es bei Guckgläsern auch Übergrößenmode gibt.