Themen-Eintopf

In den vergangenen Tagen musste ich immer wieder die „ich-müsste-mal“-Konstruktion meines Mitbewohners verwenden. „Ich müsste mal wieder bloggen“, schallt es immer wieder durch meinen Kopf. Aufgrund des extremen Halls, bin ich mir übrigens gar nicht mehr so sicher, ob mein Hirn wirklich sooo viel Platz hinter der Stirn einnimmt… Naja, egal!

Nun, jetzt blogge ich also mal wieder. Aber worüber bloß? Letztes Wochenende war ich Gotcha spielen. Der schon erwähnte Mitbewohner feiert ja in zwei Wochen Hochzeit, da mussten wir ihm noch mal ordentlich mit runden, harten Farbkugeln ein paar Andenken an seine 32 Jahre in Freiheit auf den Körper brennen. Aber irgendwie scheint ihn eher der Muskelkater zu plagen… Jedenfalls hat das Ganze eine Menge Spaß gemacht.

Wenig Neues gibt es sonst so zu berichten. Mein Handyvertrag läuft in diesem Jahr aus, was bedeutet, dass ich endlich dieses grauenvolle Nokia N95 8GB los bin. Nun brauche ich allerdings sowohl einen neuen Vertrag, als auch ein  neues Handy. Und da lacht mich das hemmungslos überteuerte IPhone ja doch irgendwie an. Vermutlich auch ein bisschen unterstützt durch die allgegenwärtige IPad-Berichterstattung. Da bin ich im Prinzip ja auch schon ein wenig angefixt, aber so einen richtigen Nutzen für mich, habe ich bei dem Brettchen noch nicht gefunden.

Und dann ist da noch der BlogBlocker Sushini. Wenn ich von morgens bis abends im Laden bin bzw. mit dem Laden beschäftigt, sinkt meine Motivation zu bloggen doch seeehr. Vor allem passiert bei Sushini gar nicht so viel Spektakuläres, was sich verbloggen lässt. Nicht so wie bei Al [Anm.d.Red. Die Frage am Ende des Videos, stelle ich mir übrigens auch häufiger, loooogisch…]:

 

Bei der Geburt ins Wörterbuch gefallen

Mein liebster Mitbewohner hat mich auf einen Film aufmerksam gemacht. Eigentlich hat er mich eher auf eine Filmkritik beim Internetdienst Telepolis aufmerksam gemacht. Es geht um den japanischen Film „Love Exposure“. Hab ich vorher noch nie von gehört, aber asiatisches Kino ist auch nicht so zwingend meins. Ich habe mich ja letztens an „The Good, The Bad, The Weird“ versucht. Das ist ein koreanischer Film und ganz besonders Weird, mit Tendenz zu Bad aber auf keinen Fall Good.

Aber zurück zur Kritik zu Love Exposure. Bei Telepolis gibt es eine ca. 500 Seiten DIN A4 umfassenden Rezension zu dem Film. Und das ist nicht einfach eine Filmkritik, der Autor orgasmiert diesen Text wie im Rausch nur so dahin. Was dort an Superlativen und fantastischen Formulierungen so vorkommt, spottet jeder Beschreibung. Ich gebe euch mal einen kleinen Einblick, danach könnt ihr entscheiden ob ihr euch den Film vielleicht im Kino ansehen wollt. Mich hat der Autor jedenfalls nicht überzeugt. Und übrigens wundere ich mich, dass bei meinem Mitbewohner nicht direkt sämtliche Blinklichter und Alarmsignale angegangen sind, weil sich der Artikel irgendwie „bezahlt“ anhört. Wenn ich in meinem Blog nur den Namen eines Produktes oder einer Firma erwähne, fragt er mich ja schon, wieviel Geld ich bekommen hab. Selbst wenn ich etwas vernichtend kritisiere beschwert er sich. Als ich über die vergangenen Olypmischen Spiele schrob zum Beispiel.

Aber zur Filmkritik von Telepolis:

Wie soll man diesen Film beschreiben? Vier Stunden, aber überaus kurzweilig.

Stopp! Hier muss ich kurz einhaken! Vier Stunden… kurzweilig!?!??! Bitte wie soll das denn gehen?????

Und dabei eine große Kinooper, die in ihrer Form allen Gewohnheiten zuwider läuft, jeden Rahmen sprengt. […] Das alles ist ungemein souverän inszeniert, in überzeugenden Rhythmus-Wechseln, mehrstimmig aus springenden subjektiven Perspektiven, in ekstatisch-überbordendendem Antinaturalismus. „Love Exposure“ mischt das zumindest auf den ersten Blick Unvereinbare: Katholizismus und sexuelle Perversion, Kampfkunst und Romantik, religiöses Sektierertum und libertäre Gesinnung, Sünde und Unschuld. Der Punkt, an dem sich das alles trifft und vereint, ist der einzige, der dazu in der Lage ist: Die Liebe, wie gesagt. […] Wie jedes große Kunstwerk ist „Love Exposure“ ein einzigartiges Kinoerlebnis. Es ist, einmal muss man das hinschreiben, ein genialer Film. „Love Exposure“ hat alles. Er ist einfach atemberaubend. Der Film des Jahres.

Weder habe ich solche Formulierungen parat, noch finde ich sie an dieser Stelle angebracht sondern einfach nur – und mit der folgenden Formulierung möchte ich bewusste einen Gegenpol zum Artikel setzen – bescheuert! Vermutlich liegt es aber an mir und ich bin zu… einfach… für solche… solche… Solches halt!