ingoversales

die welt aus der sicht eines dorfmenschen

Tag: Internet (page 1 of 2)

Leugnung auf Vorrat

Ich bin sprachlos – schreiblos, wie auch immer.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie… es ist doch … hach.

Da fordert Herr de Maiziere ernsthaft und ganz ohne Ironie einen „Nachschlüssel“ für jegliche Verschlüsselung privater Nachrichten – wegen terror und so weiter. Das ganze dann auch noch im Kontext der Vorratsdatenspeicherung, die in Frankreich gerade bewiesen hat wie fantastisch sie funktioniert – NICHT! Und letztes Jahr wurde noch empfohlen EMails zu verschlüss… es ist ein Trauerspiel. Der unfassbare Grad an Verklärung oder Ignoranz, der über dem politischen Establishment (Kampfbegriff) liegt, ist für mich einfach nicht mehr begreifbar oder nachvollziehbar. Es ist zum Mäuse melken, Haare raufen, weglaufen – ja genau, weglaufen!

Vielleicht ist es daher eine Art Schutzfunktion der Telekom, in unserem neuen Domiziel die Sache mit diesem internet erstmal nicht ganz so zielgerichtet anzugehen… hach.

Und dann auch noch Karl Heinz Rummenigge – der mit den sexy Knees. Er sagte jetzt ähnlich humorlos, dass er natürlich die Auspeitschungen eines Bloggers in Saudi Arabien nicht gut heißt und der FC Bayern Verletzungen an der Menschwürde (oder so ähnlich) nicht gut heißt (oder so ähnlich), aber der FC bayern sei nun  mal auch keine politische EInrichtung. Und Sport und Politik muss man ja generell trennen. Ist das Dummheit und bewusste Missachtung der Realität? Jeder Mensch, jede Einrichtung ist politisch, insbesondere Einrichtung mit gesellschaftlicher Bedeutung, wie ein Sportverein mit der Größe des FC Bayern. Das zu verleugnen ist mindestens dreist. Falls ich irgendwo gezweifelt haben sollte, warum ich diesem Verein nicht mehr zujubeln möchte, hätte mich das daran erinnert.  Das Sportfunktionäre regelmäßig so tun, als könnte man Sport und Politik trennen bzw. als wären das zwei von einander vollkommen unabhängige Dinge ist schon ein starkes Stück.

Einfach alles unglaublich.

 

Psycho-Spam

Ich vermute mal, das nennt man Spam 2.0:

schaden

Nicht nur, dass der Text doch recht philosophisch – mit den Entscheidungen des Lebens im Konflikt stehend – anmutet, nein die Unterschrift weißt sogar schon auf den Inhalt des ZIP-Archivs im Anhang hin. Wahnsinn! Ich glaube, ich werde auch Spam-Versender!

das Internet abschalten

Ein Grund, warum hier nicht mehr so viel erscheint ist, dass ich meine Meinung zu politischen Themen an dieser Stelle mehr und mehr irrelevant finde, da sie meist nicht auf genügend Informationen beruht, um mir wirklich ein fundiertes Bild machen zu können. Das mag teilweise auch an schlechter Berichterstattung der Medien liegen, aber oft auch an einer Unlust, viel mehr als nur Teaser und Überschriften zu lesen.

Aber selbst bei einem Thema wie der Internetüberwachung durch die NSA und den britischen Geheimdienst (der hat ein tolles Kürzel gewählt, dass sichkein Schwein merken kann und ist vielleicht deshalb mit seinen Verfehlungen nicht püräsenter in den Medien?), das mir als „Internetbürger“, „Nerd“, „Web-Afficionado“ usw. doch sehr nahe geht (nicht zwingend emotional, aber auch), habe ich das Gefühl es wurde a) schon alles gesagt, was ich auch sagen will und b) um ein fundiertes Urteil fällen zu können, fehlen mir Informationen.

Lange Vorrede (das kaschiert, wie kurz meine eigentlich Message ist), kommt nun ein kurzer Kern – der sich dann eben doch mit diesem „Internet“ und dieser „Überaschung“ beschäftigt:

Jahrzehntelang haben wir die USA als Weltpolizei begriffen. Gab es irgendwo einen Konflikt, haben wir die Amerikaner „geschickt“ diesen zu schlichten. Damit einher geht natürlich, dass sich so eine Polizei auch entsprechend rüsten will/muss. Und im digitalen Zeitalter betrifft das nun eben nicht mehr nur physische Waffen, sondern auch digitale. Und schwupps, da ist die Überwachung! Klar, ich finde es unfassbar erschreckend, wie die USA uns alle überwachen (können) aber genauso auch vollkommen logisch, dass es dazu kommen musste – retrospektiv betrachtet.

Wenn ich mich z.B. als Polizist von… Tacka-Tucka-Land betrachten würde und den Job auch nur halbwegs ernst nehmen würde, dann würde ich natürlich auch alles versuchen, meinen Job gut zu machen und würde versuchen zu standardisieren und kontrollieren. Und wenn dann nach vielen Jahren Lukas und der Lokomotivführer käme und das plötzlich kritisiert, dann würde ich mich gehörig wundern. So nach dem Motto „aber du wolltest doch, dass ich für Sicherheit sorge und außerdem hast du mir auch nie gesagt, wie ich das umsetzen soll“.

Der aktuelle Überwachungs-Status-Quo wird nicht behoben werden können. Es wird nicht möglich sein, den USA den Weltpolizeistatus zu nehmen. Sie wird sich daran festkrallen und umso mehr auf Geheimdienste zählen, um die bedeutende Position aufrecht zu erhalten, die sie inne hat – denn sie bringt natürlich auch gewaltige Vorteile. Und vor allem, ist es so einfach, die digitalen Daten zu sammeln.

Wenn jetzt nach europäischen Lösungen gerufen wird, halte ich das größtenteils für Quatsch. Wir alle erleben doch täglich, dass wir bereit sind, für Bequemlichkeit einige Dinge auszublenden. Passwörter speichern wir im Browser, wir nutzen Facebook statt Studivz, wir laden dort Bilder hoch, weil es einfacher ist, als allen Freunden eine Mail mit den schönsten Bildern von Mallorca oder dem Steak von eben gerade zu schicken. Diesen Komfort, dieses Lebensgefühl wollen wir jetzt für ein deutsches/euopäisches Netz aufgeben?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine internationale Struktur wie das Internet, ohne es komplett zu zerschlagen und ein neues paralleles Netz zu schaffen, begrenzen kann – und wie soll das überhaupt technisch möglich sein? Da bliebe eigentlich nur eine Möglichkeit: Das Netz abschalten, abschaffen – und das will nun wirklich niemand. Es wäre auch wirtschaftlich der Tod unserer Systeme, die vom weltweiten Netz abhängig sind. Davon abgesehen, dass das auch riesige gesellschaftliche Gräben zwischen Kontinente/Nationen treiben würde.

Ich bleibe dabei – schimpft mich Pessimist – diese Situation ist nicht mehr auflösbar. Solange irgendwo Daten erhoben werden können, die für irgendwen – warum auch immer – von Belang sind, werden diese gesammelt werden. Daran führt kein Weg vorbei. Und sie werden irgendwann schwerst missbraucht werden, so wie viele andere Dinge auch, die ursprünglich geschaffen wurden, um Gutes zu bewirken.

Es ist irgendwie traurig, aber ab und an richtet sich unsere Neugier doch auch mal so ein kleines bisschen gegen das, was eigentlich in unserem Sinne ist. Und nun kommen wir aus der Nummer nicht mehr raus…

alles so neu hier…

Weil ich von Bulldo immer Gemecker kriege, dass ich hier – wenn ich überhaupt mal was schreibe – zu populistisch bin, habe ich jetzt wirklich laaaange nachgedacht, aus welcher Perspektive gesehen, Angela Merkels Aussage, das Internet sei für „uns alle Neuland“ stimmen könnte. Ich habe sogar einen ziemlich dummen Artikel bei der FAZ dazu gelesen, der sich über die Häme echauffiert. Der hat mich aber auch nicht voran gebracht. Ich bleibe dabei, Frau Merkel hat einfach kollossalen Quatsch erzählt. Im besten Fall hat sie sich einfach versprochen…

Mal davon abgesehen, verstehe ich aber auch nicht, warum diese Neuland-Geschichte, den NSA-Skandal und verwandte Unverschämtheiten von Regierungen und Geheimdiensten im Internet entschuldigen oder auch nur relativieren könnte. Oder hätte ich, (eigentlich auch 20 Jahre nachdem ich den Führerschein bestanden hatte, auch einen großen Unfall auf der Autobahn frei gehabt? Wegen Neuland und so… Naja… (Lies auch: Die Kanzlerin von Neuland)

Das Lustige ist doch, dass es gerade wieder sooooo viel Nährboden für die Piraten gibt, die sich aber mal gegenseitig sowas von in den Hintern beißen dürfen, dass sie es nicht auf die Kette kriegen, die Partei so zu organisiseren, dass sie mit dieser Steilvorlage jetzt so viel Unterstützung bekommen, dass sie auf der Welle mit Schmackes in den Bundestag surfen können [Anm.d.Red.: ich kann das schon nachvollziehen, dass bei diesem schnellen Aufstieg der Partei ein großer Schluckauf kommt. Schade nur, dass der noch immer anhält bzw. sich anscheinend manifstiert].

fiese Datenkraken

### Ich kann es nicht mit mir selber vereinbaren, an einem Tag zwei Postings hier zu veröffentlichen. Das gab es noch nie, und dieser Beitrag ist es „nicht wert“ mit dem prinzip zu brechen. Deswegen habe ich ihn auf den Samstag verschoben, obwohl ich ihn schon veröffentlicht hatte. Es geht ums Prinzip, das versteht ihr doch hoffentlich ###

 

Immer wieder bin ich von eigenartigen Websites arg verwirrt – vielleicht sogar verstört. Irgendwie gewöhnt habe ich mich schon an die Aufmachung von Textseiten von Nachrichtensites. Da blinkt und blunkt es überall, kurze Texte sind auf 5 Seiten verteilt, überall im Text sind Störbanner verteilt um die sich das Geschriebene herumwürgt. Das spricht so ziemlich jede Konvention, die es im Printjournalismus gibt – denke ich. Gott sei Dank gibt es für Chrome das Plugin „iReader“, das diesen ganzen Störkram wegblendet und mir den Text ganz schlicht auf einer Art digitalem DINA4-Blatt zeigt. Da sind keine Banner, es blinkt und blunkt nix. Herrlich!

Schön ist, dass es mittlerweile kaum noch Webseiten mit Ton gibt – also zumindest nicht unaufgeforderter Ton, der mich aus einem Banner anbrüllt. Aus Prinzip dann auch in jedem Fall für ein Produkt, dass ich nicht haben will.

Den „neueste Trend“ scheinen aber Log-In-Blocker (ich nenn sie einfach mal so) zu sein. Die funktionieren so, dass ich eine Website aufrufe und dann als erstes mal ein Login-Formular ausfüllen darf/soll/muss, damit ich die Website überhaupt anschauen darf. Sie selber schimmert dabei verblasst im Hintergrund. Für die Faulen unter uns, kann man sich das Angeben der persönlichen Daten auch sparen, sofern man zB. einen Facebook-Account hat und schwuuuups, kann man die Daten importieren. Nun frage ich mich, wer denn bitte sowas macht? Also wer gibt, irgendeinem dahergelaufenen Verkaufsportal – und sei es Groupon – denn bitte seine Daten, bevor er weiß, was dort passiert? Beispiel gefällig? Bitte schön:

Ich habe heute morgen gesehen, dass es bei „vente-privee“ eine Rabatt-Aktion für Olympus-Digital-Kameras gibt. „Och“, so dachte ich, „och, dass kann ich mir doch mal anschauen, ich suche ja eh gerade nach einer Kamera für meinen Curacao-Urlaub.“. Joa… ich klicke mich also zu der bescheuert benannten Website (für Pornos wäre der Name ok), und was passiert? Mich springt sofort ein LogIn-Formular an, bevor ich überhaupt sehen kann, wie die Rabatte ausschauen, welche Produkte es in dem Shop gibt und ob der Anbieter überhaupt im Ansatz seriös ist.

Nochmal: Wer gibt solchen Anbietern seine Daten? Wenn ich meine persönlichen Daten preisgebe, hat das etwas mit Vertrauen zu tun (Amazon) oder damit, dass sie mir eine Dienstleistung bieten, für den ich bereit bin, meine Daten preis zu geben (Facebook, Amazon). Wenn ich aber nun gar nicht weiß, ob ich ihnen Vertrauen kann, oder wie toll die Dienstleistung ist, dann werde ich doch den Teufel tun… und das sage ich als jmd. der bei Google insb. wegen dieses Blogs total leicht auffindbar ist.

Liebe Shopbetreiber, solche Maßnahmen blocken viiiiele Kunden ab. Ihr werdet vermutlich die Daten brauchen, damit ihr täglich zahlreiche Newsletter mit „ach-so-einmaligen“-Angeboten raushauen könnt… aber nöööö, nicht mit mir. So einmalig toll können eure Angebote gar nicht sein!

[Anm.d.Red.: Ich möchte an dieser Stelle auch den Entscheidern danken, die dafür gesorgt haben, dass ich für diesen Mini-Mini-Blog ein Impressum anlegen muss.]

 

Talk to the hand…

Es ist zum Haare Raufen oder zum Weinen oder einfach nur zum Verzweifeln. Diese Telefon- und Internetprovider sind einfach nur ein Graus. Ab in den Sack, draufschlagen und man trifft sicherlich den richtigen. Insbesondere, wenn man Alice trifft.

Ich hatte mein Leid hier ja schon mehrfach geklagt. Erst bekommen wir Monatelang eine 6.000er-Leitung statt der bezahlten 16.000.  Als wir das korrigieren lassen wollen, dreht man uns dem Upload hoch und den Download runter und dann muss ich mir auch noch erklären lassen, dass das in genau der Form logisch zusammenhängt. Ich zweifle das an und der A*** aus der Alice-Hotline legt auf. Zwar ist die folgende Kundenbetreuerin freundlicher aber das rettet auch nix mehr so wirklich.

Und hier ein kleiner Einschub: Wir bekommen Alice ohne Vertragslaufzeit. Wir hätten es gerne auf eine 50.000er-Leitung aufgeblasen. Das geht aber nicht!!!1 Dafür müsste man den Vertrag kündigen und einen neuen machen. Inklusive Geräte einsenden, wochenlang kein Internet und Telefon. Häääää!??!?! Es ist ja nicht so, dass der Tarif dadurch billiger wird, ich will Alice mehr Geld geben!!! Ach… das hatten wir hier auch schon einmal, glaub ich… Am Ende ging es dann ja doch über viel zureden und stundenlanges Warten in der Hotline.

Wo war ich? Genau, bessere Leitung. Also die war beantragt, konnte aber erst drei Wochen später im Mai geliefert werden – aha. Zwei Tage vor Freischaltung, kam die Mitteilung, dass dieser Vorgang sich um einen Monat verzögert. Angeblich, weil nicht genug Bandbreite zur Verfügung steht unserer Ecke von Düsseldorf – aha zum Zweiten. Jetzt sollte die Leitung gestern endlich freigeschaltet werden. Erstaunlicherweise kam der neue Router rechtzeitig (nachdem ich ihn vorsichtshalber noch einmal angefordert hatte, denn die Auslieferung war eigentlich storniert worden…), die Abschaltung des 16.000er Internets und Telefon war auch pünktlich (irgendwann zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr). Und das Anschalten? Mööööööppp!!! Natüüüürlich nicht! Nein, das hat natürlich nicht geklappt, bis zu diesem Mittwoch-Nachmittag nicht.

Meine Fragen:

  1. Warum kann bei Telefon- und Internetprovidern nicht einfach mal auf Anhieb etwas funktionieren?
  2. Wer stellt die oft so unfreundlichen bis unverschämten Leute für die Call-Center ein? Gibt es da keine kompetenten Personaler?

Am allermeisten stört mich aber, dass man sich total hilflos fühlt. Niemand ist für einen Fehler zuständig.

  • Der Upload ist hoch, der Download runter? „Och, für den Upload ist Alice gar nicht zuständig.“
  • Sie haben kein Signal? „Ja daran ist die Telekom schuld, da können wir auch nix machen.“
  • Der Service ist schlecht? „Das tut uns natürlich leid, ich hoffe das passiert nicht mehr.
  • Der Techniker ist einfach nicht gekommen? „Ja, wir beauftragen die Telekom, die beauftragt einen Subunternehmer…

Auch sehr lustig bei Alice ist die SMS-Meldung „Der Techniker hat Sie nicht angetroffen (ich war den ganzen tag daheim). Bitte rufen Sie bei der Kundenhotline an (sehr kostenpflichtig).“ Überhaupt… kostenpflichtige Rufnummern bei Telefonanbietern? Geht’s noch!?

Nur wohin soll man mit der Wut? Niemand ist zuständig, niemand kennt sich aus. Für die Provider ist das perfekt. Klar, man kann an den Vorstand oder wen auch immer böse Briefe schreiben. Dann bekommt man vielleicht eine Entschuldigung und einen Frei-Monat. Aber bringt einen das wirklich weiter? Jeder Umzug wird so zum Geduldsspiel, bis man Telefon oder Internet hat, vergehen Tage bis Wochen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das sein muss.

Man hat eigentlich immer nur die Wahl des kleineren Übels. Und dabei möchte ich doch einfach nur einen kompetenten, kundenfreundlichen, zuverlässigen Provider. Das geht in anderen  Branchen doch auch…

Und ich wusste es vorher, ätsch!

Hachjaaaa, meine Pappenheimer bei Alice, oder o2 oder Telefonica oder wie auch immer dieses eigenartige Unternehmen nun heißt.

Ich habe mein Leid mit dieser Firma ja schon häufiger geklagt, aber ich werde ja diesbezüglich nicht müde. Also: Ursprünglich hatte ich im April 50.000er DSL bestellt. Eine Umstellung kann da aber nicht so einfach passieren. Nein, das geht erst zum nächsten Monat. Das hat uns zwar niemand gesagt, aber gut… man muss halt mal eben die Hotline anrufen und fragen wo das Produkt denn bleibt, die erklären einem sowas dann.

Als unsere Bestellung dann kurz vor Freischaltung (zwei Tage) verschoben wurde, war ich schon ein wenig grantig. Angeblich sind hier in der Gegend sooo viele Familien, die gerne das schnellste aller schnellen Internets hätten, dass die Bandbreite nicht für alle reicht. Ich war kurz davor, einen alternativen Anbieter zu suchen, da bekamen wir die Info, dass nun am 05.06. der Tag der Tage ist. Juppie, dachte ich und war – weil schon einiges erlebt – gespannt ob das gut geht.

Und das wäre es eben nicht! Denn noch ist kein neuer Router hier angekommen, den man aber zwingend benötigt.  Allerdings gibt es ja ein online-Tool von o-Alice-Fonica-2, bei dem man den Bestellstatus nachsehen kann. Das steht ja auch in sämtlicher Korrespondenz drinne. Allerdings funktioniert das bei unserem aktuellen Bestellstatus nicht. Ahhhhh-hä!?! Dann halt in sauren Gebühren-Apfel beißen und telefonisch Auskunft verlangen über die – tadaaaaa – automatische Bestellstatusabfrage. Wie einfach, ich muss nicht einmal mit einem Menschen reden. Müsste, denn auch diese ist aus demselben „Grund“ nicht verfügbar. Wenigstens wird man dann zu einem richtigen Menschen durchgestellt, der dann sowas sagt wie:

„Oh, gut das Sie anrufen. Wir haben nämlich – als der Auftrag verschoben wurde [Anm.d.Red.: wohlgemerkt verschoben von o-Alice-Fonica-2] – die Auslieferung des Routers storniert. Aber ich habe die jetzt wieder aktiviert!“

Das ist dann (vielleicht) ja noch einmal gut gegangen. Ich glaube, ich hab jetzt auch verstanden, wie der o-Alice-Fonica-2-Kundenservice funktioniert. Der funktioniert einfach überwiegend so schlecht, dass man anfängt selber mitzudenken und sich dann wie ein Pony freut, dass jetzt alles – dank der eigenen Intitiative – funktioniert. Geschicktes Modell…

Jetzt bin ich nur gespannt, ob am 05.06. (zwischen 08.00 und 16.00 Uhr) wirklich alles glatt geht und wir vorher den versprochenen Router bereits hier haben. Sollte dies nicht funktioniert haben, werde ich – ob meiner Internetsucht – wild schreiend und Arme um mich werfend durch Düsseldorf rennen! Analog!

Urheberrecht

„Ich lese nicht“, sage ich ganz gerne – insbesondere im Bezug auf Bücher. Das ist natürlich ziemlicher Quatsch, selbst Bücher habe ich freiwillig sowie unfreiwillig doch auch schon „mal gelesen“.  Generell lese ich aber überwiegend Texte in Artikelform, das gebe ich zu.

Heute ist mir im Internet  ein Artikel des Perlentaucher unter die Füße gekommen, der zwar unter die tl;dr (too long, didn’t read) Rubrik fallen könnte, aber das wäre schade, denn er ist zum auf die Knie fallen und bewundern, wie ich finde. Natürlich nicht nur, weil sich in ihm auch meine Meinung widerspiegelt. Er bringt tolle anschauliche Beispiele und stellt Kausalketten her, die ich vorher nicht vor Augen hatte. Achja, es geht um’s Urheberrecht und wie bigott die sich u.a. Medien dem Thema annehmen. „Uaaaaahhh, laaaangweilig“, werden bestimmt viele rufen, aber trotzdem sollte man sich den Text durchlesen. Es geht auch um Brecht, Mann, Springer und Apple, falls das den Text interessanter macht? Die Analogen unter euch, können ihn sich ja auch ausdrucken, lesen und farbig markieren. Ich zitiere hier mal eine Stelle, die ich besonders gut fand – laut dem im Text beschriebenen Szenario, mache ich mich damit zwar strafbar, aber hey; für euch mach ich das doch gern!

Die Tendenz zur Beschlagnahme frei zirkulierender Information lässt sich an einem kleinen Satz vonChristoph Keese, dem Cheflobbyisten des Springer Verlags und der deutschen Zeitungsszene illustrieren. Er beschwert sich im Interview mit dem Wiener Standard, dass die Klickraten von Google-Links, die zu Zeitungen seines Konzerns führen, zu gering sind und zieht daraus einen wahrhaft erstaunlichen Schluss: „Der traditionelle Tausch ‚Content gegen Traffic‘ erscheint zunehmend aus der Balance zu geraten. Damit besteht Anlass, die kostenlose Bereitstellung von Inhalten in Frage zu stellen.“ Was meint er damit genau? Dass Springer sich aus dem Netz zurückzieht, so dass Google nicht mehr auf Springer-Inhalte verlinken kann? Das würde das Netz möglicher Weise verkraften. Oder dass Google für Links bezahlen soll? Gerade weil sich niemand dafür interessiert?

Und wehe ich komm für nix in den Knast, weil keiner von euch den Text gelesen hat!!!

80 Disketten und einmal Realsatire bitte

Ist er nicht eine lustiger Kauz unser Guttenberg? Der Mann, der seine Dissertation anno 2000irgendwas auf 80 Disketten (!!!!) gespeichert hatte und deshalb aber sowas von den Überblick verlor, begleitet die Vizepräsidentin der EU-Komission zu einer Pressekonferenz zum Thema Telekommunikation und Digitales. Digitales!!! Es soll wohl um eine Kampagne gehen, die Bloggern zeigen soll, wie sie sicher und ohne der Gefahr der Verfolgung im Netz kommunizieren können.

Nun ist bisher noch nicht klar, was er genau macht, außer die Dame zu begleiten. Zu einer Pressekonferenz, natürlich! Und laut dem verlinkten Spiegelartikel war der Mann – der sich hier gerade für Freiheit im Netz einsetzen will, bzw. irgendwas mit Presse macht, für – und ich betone – für Zensursulas Wegguck-Internetzensur-Vorbereitungsprojekt war. Und nicht zu vergessen: 80 Dis-ket-ten!!!! Herrje…

Einerseits sollte man dem Herren einfach gar keine Aufmerksamkeit mehr schenken, andererseits macht es mir total Freude, mich über ihn aufzuregen… Ein Teufelskreis!

Neulich im Webformular

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber hätte man sich dieses (untere) Eingabefeld nicht sparen können? Also jetzt mal nur ganz theoretisch, ohne jemandem da „eigenartige“ programmierung unterstellen zu wollen. Ich mein… man KANN das natürlich schon machen… aber warum!?!?!?

Gefunden hier.

Older posts

© 2017 ingoversales

Theme by Anders NorenUp ↑