Mobilfunkjoch

Irgendwie ist es doch schon eigenartig mit diesen Handys. Da sitzen sich zwei gegenüber, A und B. Sie erzählen über Hü und Hott und plötzlich klingelt bei A das Handy. A genießt natürlich erstmal ausgiebig den – natürlich total grauenhaften – Klingelton und schaut skeptisch auf das Handy. Das ist übrigens ein extrem wichtiges Ritual. Auf das Display schauen und dabei einen Gesichtsausdruck nach dem Motto „Was will deeeer denn jetzt von mir!??!“ machen. Dieser Punkt ist deshalb so wichtig, weil er der vorerst letzte Moment ist, in dem Interaktion zwischen A und B stattfindet. A signalisiert B damit nämlich, dass B gerade natürlich viel wichtiger ist als der Anrufer und A ja eigentlich gar nicht rangehen will.

Dann tritt allerdings die unausgesprochene Regel in Kraft, dass man nun mal ans Telefon gehen muss, wenn es klingelt. B versteht das natürlich, langweilt sich aber in den kommenden Minuten zu Tode. Nach so einer gewissen zeit tritt auch gerne dieses Gefühl bei B auf, dass man sich beobachtet fühlt von anderen die ganz bestimmt denken wie langweilig B sein muss, wenn A mit jemand anderem spricht als sich gerade auf B zu konzentrieren. Um dieses Unwohlsein zu kompensieren und der Welt zu zeigen „Hey, für mich ist das kein Problem, wir machen das immer so“ schaut B auf das eigene Handy… vielleicht könnte B ja auch jemanden anrufen, oder eine SMS schreiben?  Und was macht A? Statt das Telefonat kurz zu halten, wird plötzlich der ganze Tratsch, der sich seit dem letzten Telefonat ereignet hat, durchgenudelt. Irgendwann ist das Telefonat dann vorbei und die beiden beschäftigen sich wieder miteinander.

Verrückt.

Streng vegetarisch

Vor ein paar Jahren hat mir Karin erklärt, wie T9 auf dem Mobiltelefon funktioniert. Das beherrsche ich mittlerweile recht gut, allerdings nervt es mich, dass ich ständig neue Wörter einfügen muss.

Ganz witzig und auch anstregend sind oft die Wortvorschläge, wenn T9 ein Wort nicht kennt oder noch nicht erkannt hat, weil man es noch nicht fertig getippt hat. Gestern wollte ich „Martin“ schreiben. Eigentlich wollte ich „Supermartin“ schreiben. Ich schreibe also zuerst „Super“ und dann „Mart“… und was zeigt mir T9 an der Stelle an? „Superobst“! Martin ist doch kein Obst!!! Eigentlich ist Martin eher…. hmmm…. Gemüse vielleicht?

Ich bin ein Kommunikationsfuchs!

Muhahahaha! Ausgetrickst! … zumindest irgendwie so… also nicht ausgetrickst, eher einen anderen Weg gegangen. Schlau von mir!

Ich habe ja in meinen letzten beiden Einträgen hier mein Leid bezüglich meines Internetproblems geschildert. Alice und/oder Telekom un-fähig/un-freundlich/un(d)-so-weiter, o2 un-logisch. Wie dem auch sei…

Heute habe ih mir eine o2-o-Prepaid-Karte gekauft. Das ist die, die nöscht kostet, man 15cent pro sms oder Minute in alle Netze zahlt und wenn man 60,- Euros vertelefoniert hat, bekommt man eine Flatrate zum Telefonieren. Ich befürchte, das hätte ich mal früher machen sollen, meine E-Plus-Handy-Rechnung will ich eigentlich nämlich gar nicht sehen. Mich schauderts! Jedenfalls kann ich bei dieser neuen Karte jetzt per „Start Dayflat“ und danach „Ja Dayflat“ [Anm.d.Red.: Nach dem Motto „Sind Sie auch ganz ganz ganz ganz sicher, dass sie mit dieser SMS die Tore zur Hölle öffnen wollen?! Luzifer höchstpersönlich würde Ihnen dazu nämlich gern dankend den lodernden Dreizack reichen!“] wieder mit DSL-Geschwindigkeit für 3,50 Euro pro Tag surfen! Tadaaaaaaa! Und meine Freundin kann mich für umsonst anrufen! Ist das nicht… also das sind doch mehr als drei Dinge in einem – gleichzeitig! [Anm.d.Red.: Meine Faulheit und Begeisertung die quasi an Woll-Lust grenzt verbietet es mir gerade nachzuzählen!].

So! Ich gehe jetzt das Internet leer lesen, wenn sich also außerhalb des Ingoversums das Netz-Nirvana auftuen sollte, wundert euch nicht. Ich kann euch die Infos der anderen Seiten aber gern telefonisch zusammenfassen!

PS. Den Stick habe ich bereits seit dem 17.06, also seit gestern. Aber meine eigene, eiserne Regel verbietet es mir regelrecht – bei Androhung von selbst auferlegtem Strafhören von Jamie Lidell (bah!) – mehr als einen Beitrag pro Tag zu veröffentlichen.