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die welt aus der sicht eines dorfmenschen

Tag: Fussball

Leugnung auf Vorrat

Ich bin sprachlos – schreiblos, wie auch immer.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie… es ist doch … hach.

Da fordert Herr de Maiziere ernsthaft und ganz ohne Ironie einen „Nachschlüssel“ für jegliche Verschlüsselung privater Nachrichten – wegen terror und so weiter. Das ganze dann auch noch im Kontext der Vorratsdatenspeicherung, die in Frankreich gerade bewiesen hat wie fantastisch sie funktioniert – NICHT! Und letztes Jahr wurde noch empfohlen EMails zu verschlüss… es ist ein Trauerspiel. Der unfassbare Grad an Verklärung oder Ignoranz, der über dem politischen Establishment (Kampfbegriff) liegt, ist für mich einfach nicht mehr begreifbar oder nachvollziehbar. Es ist zum Mäuse melken, Haare raufen, weglaufen – ja genau, weglaufen!

Vielleicht ist es daher eine Art Schutzfunktion der Telekom, in unserem neuen Domiziel die Sache mit diesem internet erstmal nicht ganz so zielgerichtet anzugehen… hach.

Und dann auch noch Karl Heinz Rummenigge – der mit den sexy Knees. Er sagte jetzt ähnlich humorlos, dass er natürlich die Auspeitschungen eines Bloggers in Saudi Arabien nicht gut heißt und der FC Bayern Verletzungen an der Menschwürde (oder so ähnlich) nicht gut heißt (oder so ähnlich), aber der FC bayern sei nun  mal auch keine politische EInrichtung. Und Sport und Politik muss man ja generell trennen. Ist das Dummheit und bewusste Missachtung der Realität? Jeder Mensch, jede Einrichtung ist politisch, insbesondere Einrichtung mit gesellschaftlicher Bedeutung, wie ein Sportverein mit der Größe des FC Bayern. Das zu verleugnen ist mindestens dreist. Falls ich irgendwo gezweifelt haben sollte, warum ich diesem Verein nicht mehr zujubeln möchte, hätte mich das daran erinnert.  Das Sportfunktionäre regelmäßig so tun, als könnte man Sport und Politik trennen bzw. als wären das zwei von einander vollkommen unabhängige Dinge ist schon ein starkes Stück.

Einfach alles unglaublich.

 

Die Gauchos die gehen so…

Am Sonntag und Montag haben sich alle laut und riesig gefreut, dass wir endlich wieder Fußball-Weltmeister sind – zurecht. Gut, dass Messi Spieler des Turniers geworden ist fanden viele Quatsch – ich hätte jetzt zwar nicht zwingend sofort einen Besseren aus dem Hut zaubern können, aber Hummels hätte es mehr verdient gehabt – aber ansonsten gab es nix zu nörgeln.

Am Dienstag dann aber passierte auf dem Fanfest in Berlin das:

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Und als hätte die Presse darauf gewartet ging die Empörungs-Klick-Generierung los. Man braucht sich die unsäglichen Artikel und Essays usw. dazu gar nicht durchlesen, das ist verschenkte Zeit. Stattdessen liest man besser das Posting von Raphael Brinkert dem Geschäftsführer und Gesellschafter der Agentur Jung von Matt hat ein schönes passend-wie-Faust-aufs-Auge-Statement dazu auf Facebook veröffentlicht.

Liebe taz. die tageszeitung , lieber SPIEGEL ONLINE, liebe Medien,

oftmals seid ihr das fehlende Korrektiv in unserer Gesellschaft. Hilfreich, bedeutsam, mit einem guten Gespür dafür, was wichtig ist. Manchmal seid ihr jedoch auch Nörgler, Besserwisser und Kritiker an falscher Stelle. Denn, wenn Fußballer im Alter von Anfang 20 nach 36 Stunden Partymarathon nur für einen Moment ein Lied singen, welches Euch nicht in den Kram passt, schlägt nach Wochen der Euphorie Eure Stunde: Ihr schreit auf, sprecht von Häme gegen Argentinier, von Schmähgesten gegen Gauchos, von Respektlosigkeit im Siegestaumel. Ihr urteilt über junge Menschen, denen die ganze Welt eine Strophe zuvor noch zu Füßen lag.

Lasst uns die Kirche im Dorf lassen. Lasst Euch nicht dazu hinreißen, Euch wie boulevardeske Klickoptimierer hinzustellen, die jeden Versuch nutzen, User zu erhaschen, um mangelnde Online-Profitabilitäten zu kompensieren, sondern konzentriert Euch auf Qualitätsjournalismus. Auf Objektivität statt subjektiver Empfindungen auf Schülerzeitungs-Niveau.

Andernfalls geht ihr bald, wenn man das Lied zitieren möchte, wie die Argentinier nach Abpfiff des Endspiels. Vielleicht nicht gebückt, aber aus dem Sinn.

Raphael Brinkert

Dem habe ich nix hinzuzufügen. Gut, im letzten Abschnitt entgleitet ihm ein bisschen die Fassung und es wird so ein wenig… naja… polemisch.

Man kann aber tatsächlich noch einmal betonen, dass es sich um sieges- und alkoholtrunkene junge Fußballer handelt, die seit vielen Wochen unter absoluter Daueranspannung standen und die jetzt vor einer halben Million Menschen stehen und diese auch kurz mit ihrer grenzenlosen Freude unterhalten sollen. Da darf man DIESE politische Unkorrektheit (wenn überhaupt) schon entschuldigen bzw. besser: ignorieren/übersehen.

Manchmal reicht es, über Dinge einfach gar nicht zu berichten – einfach ausblenden wie die Flitzer bei der WM – oder während der WM einfach statt nur über Fußball zu berichten (Hallo SPON – auch mal über das Land und die Zustände schreiben… oder über die Zustände im Land unseres Finalgegners. Es gäbe sooo viel sinnvolleres, aber hier wird einfach der kurzfristige Klick-Ansturm befriedigt, statt mal langfristig in relevante Nachrichten und Berichte zu investieren, die vielleicht nicht sofort ähnlich begeistert geklickt werden, aber langfristig dem Journalismus sicherlich dienlicher sind.

zitternde WM-Arithmetik

Hallo liebe WM-Freunde, hier ist es derzeit ganz besonders ruhig, da mich am rechten Arm eine Sehnenscheidenentzündung plagt. Ohne Witz: Ich tippe das hier ausschließlich mit links (!!!!!) – und ja, das sieht aus wie wenn Mama eine Email tippt… zum ersten Mal in ihrem Leben… und es dauert. Aber da muss ich durch, das Thema liegt mir auf dem ballförmigen Herzen.

Zum Thema: Laut Bild (und anderer Marktschreier-Medien) steht uns (deutschen) bei der WM das größte Zitterspiel seit… dem legendären Harrenburger-Schach-Open-Air-Turnier während dem sibirischen Winter 1435 bevor. Damals bezwang „Ulf Der Alpen-Zerbrecher“ gegen den Russen „Jegor Die Peitsche von Nowosibirsk“ nach 27 Zügen überraschend die entscheidende Partie, starb jedoch Tage später an einer Lungenentzündung.

Nachdem die USA gestern gegen Portugal 2:2 gespielt hat, stehen wir mit unseren amerikanischen Freunden mit 4 jeweils Punkten auf Platz 1 und 2 in der Tabelle, wogegen Ghana und Portugal mit jeweils einem Punkt hinter uns darben. Aber!!!! Jetzt treffen wir auf die USA und wehe die gewinnen gegen uns… dann wird es… vermutlich egal, weil:

Der Modus der Berechnung wer bei Punktegleichstand vor wem steht in der Tabelle geht nicht primär über den direkten Vergleich, was immer gern behauptet wird, die Platzierung in der Tabelle geht wie folgt:WM 2014 Gruppe G

1. erspielte Punkte
2. Tordifferenz
3. Anzahl der geschossenen Tore
4. direkter Vergleich

Das bedeutet nicht weniger, als das selbst bei einer deutschen Niederlage mit… sagen wir einem Tor Unterschied, Portugal mit mindestens 7:0 gegen Ghana gewinnen müsste. Welch schöne Analogie zu „CR7″, das nenne ich gelebte Corporate Identity – viel Erfolg Cristiano!

Oder umgekehrt müsste Ghana Portugal mit 5:1 wegputzen. Wirklich nur dann scheiden wir noch aus. Und für unsere amerikanischen Freunde: Selbst die sind ziemlich sicher weiter. Portugal müsste bei einer Niederlage von Klinsis Jungs mit 4 Toren Vorsprung gewinnen, Ghana reicht dagegen schon ein Sieg mit 2 Toren Vorsprung – vorausgesetzt, die USA verlieren nur mit einem Tor Unterschied.

Glaubt ihr alles nicht? Könnt ihr beim Tabellenrechner von kicker.de selber mal ausprobieren. Aber die BILD-Sport-Redakteure dürfen nun gerne weiter zittern…

Stoiber ist Weltmeister! Besiegt die Roth mit…

Ich mag ja eigentlich Günther Jauch. Darum habe ich mich auch total gefreut, dass er, wenn er schon nicht Bundeskanzler oder -Präsident wird, zumindest die wichtigste Talkshow des Deutschen Fernsehens am Sonntag Abend um… um… wann denn? Ich guck das nie…

Am Sonntag habe ich aber nach dem Länderspiel den Fernseher einfach mal angelassen. Es folgte Günther Jauch mit dem Thema „Fußball-WM in Barasilien – Fest oder Fiasko„. Das ist in mehreren Belangen ein saublöder Titel, denn er ist zunächst von der Formulierung her (gewohnt) zu nah am BILD-Schlagzeilen-Niveau und das ist nichts, mit dem man sich rühmen kann. Angeblich bekommt man mit gemäßigteren Titeln aber weniger Zuschauer, heißt es immer wieder gern. Ich behaupte mal: vielleicht kurzfristig, aber langfristig ist die Strategie  mit sachlicheren Titeln eher gewinnbringend – aber darum soll es hier ja gar nicht gehen.

Sondern eher um die zweite Ebene der bescheidenen Titel-Wahl, denn was ist denn überhaupt gemeint? Möchte Günther Jauch tatsächlich über ein sportliches Fest bzw. Fiasko reden? Und in Bezug worauf? Das gesamte Turnier? Die deutsche Mannschaft? Oder geht es doch eher um die Proteste in Brasilien? Im besten Fall kann man de Redaktion hier noch unterstellen, flexibel auf den Ausgang des vorangegangenen Spiels reagieren zu wollen und dementsprechend über die deutsche Mannschaft oder eben.. .alles andere zu sprechen.

Vielleicht muss man sich aber auch einfach mal die Gästeliste ansehen, um beurteilen zu können, worum es gehen soll. Da wäre zuerst Jens Lehmann, diese „Nominierung“ spricht wohl für eine sportliche Sendung, genauso wie die von Bela Rethy der zwar prinzipiell gar nicht geht, aber wohl elf Jahre in Brasilien gelebt hat – wie der Sprecher aus dem Off ankündigt. Gut, das klingt tatsächlich sportlich. Dann ist noch Peter Lohmeyer da, der Schaupsieler, der eigentlich immer bei Fußballthemen mit von der Diskussionspartie ist und der eigentlich immer nur von der romantischen zeit von Erfolgsfußball ohne Geld erzählt – aber Schalke-Fan ist… hmm… man kann darin einen Widerspruch sehen. Aber was macht er nun in der Runde? Genau, er wollte über Spielerprämien diskutieren, das ist zumindest konsequent, steht aber so nicht im Titel der Sendung.Und: Er ist immer ein toller Anlass Szenen aus dem schlimmen „Helden von Bern“-Film zu zeigen, der mich auf voller Länge zu Tode enttäuscht hat, aber wegen des Themas natürlich super sein muss und vermutlich bald wieder in der ARD läuft.

Fehlen noch zwei im Bunde! Bisher scheint es ja eher boulevardisch, sportlich zu werden. Aber jetzt: Da wäre zuerst Claudia Benedikta Roth unsere Fitze-Fatze-Präsidentin des Bundestags. Eigenartig, es geht nicht um Musik in den 60ern oder Energiepolitik, Oliver Geissen ist auch nicht vor Ort… was macht sie also da? Das kann sie später aufklären, sie war zuletzt in Katar und hat sich dort die Arbeitsbeding… Moment… Katar? Mal kurz auf der Karte gucken… nee, Katar ist keine Stadt in Brasilien, das ist dieses Land, wo 2022 die WM ausgetragen werden soll. Hmmm.. Ja.. aber gut, ein Politiker kann ja dennoch nicht schaden, wenn es um politisch motivierte Proteste geht.

Und genau aus diesem Grund wurde die politische Front noch mit dem 10-Minuten-Mann garniert, Edmund „The Schadbär“ Stoiber. Was er mit Brasilien am Zuckerhut (Pa-Tusch!) hat, konnte ich die ganze Sendung über nicht erkennen – er vermutlich auch nicht. Aber er lieferte sich ein überflüssiges Wortgefecht mit Peter Lohmeyer über Spielergehälter, Etats und Prämien. In diesem Kontext wurde sogar noch eine Rede von Uli Hoeneß aus 2007 eingespielt, in der er auf einer Vereinsversammlung die Fans angekackt hatte. Uli Hoeneß… war das nicht dieser… ach… egal. Das Ergebnis war, Peter Lohmeyer wäre doch irgendwie lieber Fan von Mainz 05 oder einem Verein der so ist wie Mainz 05.

Dann ging es unter anderem auch um den Unfall beim PR-Event mit Mercedes, wo sich natürlich Frau Roth über die Fahrt an sich und die Äußerungen von Oliver Bierhoff berufsbedingt echauffierte. Warum man denn solch gefährliche Dinge mache – okay… gut, kann man vermutlich drüber diskutieren, wenn man… ach Gott, nee… und dann aber auch im Zusammenhang mit „so kurz vor einer so wichtigen WM“. Ähm häh?! Ein Mensch schwer verletzt worden, da ist der Zeitpunkt dann doch eher wurscht. Hier sollten sich die Laberbacken aka Diskutanten doch tatsächlich mal einig werden, welchen Dreh sie dem Thema geben wollen. Entweder: Die armen Spieler werden vor einem Turnier geschockt und sind kaum noch leistungsfähig. Oder: Solche Aktionen gefährden Menschenleben und sind generell böse. Meine Meinung: Beides Quark.

Sehr putzig war, als Günther Jauch mit aller Ernsthaftigkeit nachfragte ob die Führerschein-Affäre von Jogi Löw oder die Pinkelaffäre von Kevin Großkreutz nicht das Spiel der Mannschaft beeinflussen und dann (unterstützt von Benedikta) aber auch partout nicht glauben wollte, als Lehmann erklärte, dass das während dem Spiel und eigentlich auch so generell den Spielern total Wumpe ist. Ich erspare mir hier den kurzen Ausflug zu „Spieler sind doch Vorbilder“ und Bela Rethys „aber warum muss das denn so?“ weiter auszuführen.

Das Lustige, es ging 45 Minuten lang nicht mit einer Wortsilbe um Bra- oder -silien und das bei einer Sendungslänge von 60 Minuten. Aber als man schon nicht mehr damit rechnete, kam 15 Minuten vor dem Ende plötzlich das angekündigte Thema aufs Tableau und es folgte der große Auftritt von… Bela Rethy. Denn – die aufmerksamen Leser dieses beitrags erinnern sich – Bela Rethy hat  elf Jahre seines Lebens in Brasilien gelebt. Da muss ich zugeben, dass man ihm dann durchaus eine gewisse Kompetenz bezüglich der brasilianischen Kultur… ach gut, nein, er hat seine ersten elf(!) Lebensjahre in Brasilien gelebt. Ich wiederhole das besser nochmal: Die_ersten_elf_Lebensjahre! Er erzählte dann von Public Hearing mit Radios im Stadtpark von irgendwo… und blaaaaaaaaaa (da war bei mir dieses Schutzfiepen im Ohr; kommt immer wenn Rethy spricht, um mein Hirn zu schützen). Das Thema war aber dann doch recht schnell ausschöpfend durch, weil wirklich keiner der Gäste irgend etwas Mehrwertiges oder Erhellendes zu den Protesten sagen konnte. Warum finden die statt, wie sind die Prognosen zur WM, welche Rolle spielt die FIFA, warum sind genau diese Gäste dann zu diesem Thema in der Sendung usw. Viel schlimmer: Irgendwer sagte das „Katar-Wort“ und schwupps war die Gruppe plötzlich bei 50 Grad und da kann man nicht Fußballspielen. Selbst hier wollte sich niemand auf einer tiefergehende Diskussion zu den Arbeitsbedingungen, Sklavenhaltung usw. äußern.

Schlussendlich würde ich gerne noch den „viel geredet – völlig Zusammenhanglos“-Preis an Herrn Stoiber verleihen, ein klarer Favoritensieg! Toll.

 

Ich muss gleich ins Sportstudio

Ich liebe das Internet für solche Fundstücke. Ein Video voller Highlights. Meine zwei Favoriten:

„Ich brauch meine Hose!“ – „Ich brauch mein Trinken!“ und  „Schon wieder ein Faserriss, es ist zum Kotzen!“

Danke Hasan, danke Scholli, danke Uli!

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Die WMs 2018-2026

Soso, Katar darf die WM 2022 ausrichten. Na das ist ja ganz große Spitze! Ich muss zwar gestehen, dass ich Russland als Ausrichter der WM2018 mindestens genauso unattraktiv finde, aber das ist ja beides noch ein paar FIFA-Korruptionsskandale (und hoffentlich die Ablösung Sepp Blatters) entfernt.

Geradezu lustig ist, wie Katar das Problem der großen Hitze bekämpfen will. Und zwar mit Klimaanlagen! Geil! Das passiert also, wenn skrupellose Rentner indirekt entscheiden, wie man mit der Umwelt umgeht. Klaaar, denen waren Klimaanlagen und ähnliches vermutlich total wurscht, es ging wohl eher ums Geld – im privaten Portemonaie. Katar hat noch nie an einer WM teilgenommen und passende Stadien gibt es dort auch nicht. Aber hey, deswegen baut man die Teile ja auch nach dem Lego Baukastenprnzip und kann sie nach der WM wieder schön in Plastikkisten räumen und zum nächsten Turnierort mitnehmen. Wie süß! Vielleicht darf sich auch jeder Fan sein eigenes Stück Stadion mitbringen und dann wieder mitnehmen? So wie auf Bottle-Parties, wo sich jeder sein Getränk selber mitbringt! Man könnte ja auch vorher per Mail eine Liste rumgehen lassen, welcher Stadionbesucher sich um was kümmern will! Wehe einer schreibt, er bringt Kartoffelsalat mit!

Wer sich übrigens mal von katarianischer Torschusskunst überzeugen lassen möchte:

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Aber ich hab die Idee, dass man doch eigentlich auch eine Initiative für eine WM in Alaska starten könnte! Man kann immerhin von dort aus Russland sehen UND man könnte… ach viel besser noch! Wo doch Paarbewerbungen wohl so in Mode sind, wie Niederlande/Belgien oder Spanien/Portugal könnte man doch auch ein Turnier in der Arktis/Antarktis veranstalten. Dann leiht man sich die Klimaanlagen der katarianischen Scheichs (klingt ausseridisch) und heißt die beiden Zonen mal so richtig auf! Dann schmelzen auch endlich die bekloppten Pole weg und wir brauchen nicht mehr überlegen was unter dem ganzen Eis ist und außerdem ist das Gerede eben über die wegschmelzenden Pole auch ziemlich beendet! Und unerschlossene Ölquellen soll es dort doch auch geben! Also wenn die FIFA dann einfach die Stadien so baut, dass die FIFA-Fanmeile genau über den Ölquellen ist, könnte die FIFA doch parallel noch nach dem schwarzen Gold bohren! Ja Mensch! Das sind doch mal Synergieeffekte. Und den Transport von Nord nach Süd und wieder zurück kann die FIFA dann mit A380s (mit funktionierenden Triebwerken) und dem selbst gefördert und produzierten Kerosin durchführen!

Und wenn alles weggeschmolzen ist, können sich die Pole ja außerdem noch um die Ausrichtung der olympischen Sommerspiele bemühen! Mensch… Wahnsinn!

Ach und ganz by the way… man könnte endlich mal den Eisbären Pinguine vorstellen und umgekehrt! Mensch! Entdecke die Möglichkeiten! Siehe die Chance nicht das Risiko! Frierst du noch oder föhnst du schon?

find ich richtig blöd

Heute hat der FC Bayern München seinen Trainer Jürgen Klinsmann entlassen. Das finde ich sehr schade. Sehr sehr schade. Klaro, man kann natürlich darüber diskutieren, ob man ihm hätte mehr Zeit geben sollen oder ob sein Konzept grundsätzlich nicht funktioniert. Egal. Als Interminstrainer kommt jetzt Jupp Heynckes an Bord. Das ist ungefähr so, als würde man Helmut Kohl Helmut Schmidt Bismarck wieder zum Kanzler wählen, weil… ja weil was eigentlich!?

Die Entlassung ist sicherlich auch ein Beleg dafür, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Seit Beginn der Saison wetterte die Springer-Presse gegen Klinsmann, z.B. weil er wohl nicht ganz so gerne für private Geschichten zur Verfügung steht – wie unverschämt. Wer weiss, ob dieser ausgeübte Druck zur Entschiedung der Bayern Chefetage beigetragen hat…

Außerdem zeigt die Abneigung vieler Fans gegen Klinsmann oder zum Beispiel das gesamte Konzept von Fußballclub aus Hoffenheim, wie unsagbar konservativ und stillständig der deutsche Fußball ist. Neue Ideen? Brrr, Angst, weg damit! Lieber alles so lassen wie es ist, das tut am wenigsten weh.

Ich gelobe hiermit feierlich, dass ich sofort Fan des nächsten deutschen Fußballclubs werde, bei dem Jürgen Klinsmann Trainer wird. Selbst wenn es Cottbus ist… oder Kaiserslautern. Brrr… Ich werde Trikots, Wimpel, Fahnen, Schals, Bettwäsche usw. kaufen, versprochen!

Tristesse

In den letzten Tagen will ich eigentlich immer etwas bloggen, allein um die wichtigen Dinge des Alltags zu verschieben. Leider fällt mir zurzeit recht wenig ein, was ich spannendes, witziges, trauriges usw. schreiben könnte.

Oft ist es so, dass ich anfange zu schreiben und mir dabei dann wirre Gedanken in den Kopf schiessen, die zumindest ich recht spaßig finde. Aber wenn mir das bewusst wird, scheint es nicht zu funktionieren, wie ihr ja gerade selber bemerkt. Auch unter der Dusche, meiner persönlichen Nass-Kreativ-Zelle will mir zur Zeit einfach nichts Verwertbares einfallen.

Aber ich kann ja mal ein paar Themenblöcke abklappern! Politik… nun… also die SPD-im-Rekordtief-Diskussion finde ich recht ermüdend. Auch die Nummer um Dagmar Metzger, die jetzt als die Politikerin dargestellt wird, die sich immer an ihre Versprechen hält… wer’s glaubt. Obama hat Mississippi gewonnen: Großartig, war aber im Vorfeld abzusehen. Leider dauert es bis zu den nächsten Vorwahlen in Pensylvania jetzt 6 Wochen. Halt durch Obama – Gib auf Hillary! Sport, ja was gibt es neues beim Sport? Die Formel 1 startet am Wochenende: Laaaaaangweilig. Heute ist UEFA-Cup: Semi-spannend. Profi-Rad-Doper Sinkewitz sagt er hätte durch sein Geständnis 1 Million Euro verloren: Aha. Fernsehen: Ich hasse DVBT und Hauppauge DVBT-USB-Sticks und Antennen. Ab in den Müll damit. Computerspiele: Call of Duty 4 ist zwar doch ein toll inszeniertes Spiel, aber leider viel zu kurz. Nach vier Stunden ist man da locker durch, schade. TV-Serien: Ich suche mal wieder nach einer tollen Serie, aber mittlerweile scheine ich alles abgegrast zu haben. Total doof! BILD-Zeitung: Same procedure as every day… laaaaaangweilig!

Achja, ich habe mich doch bis zum Ende von „Voll beschäftigt“, dem schlechten Nachfolgeroman von „Hartmut und ich“ durchgekämpft und habe auf Seite zweihundertirgendwas eine wirklich spaßige Stelle gefunden, wo der Autor die Musik der „Morgen-CD“ beschreibt.

„[…] während Such a Surge mit einem Bulldozer-Gitarrenriff unsere Couch zu Klump fahren. […] Die Couch ist platt, Such a Surge machen drei Sekunden Pause, dann laden sie wieder ihre Gitarren und feuern den Korbsessel in Fetzen.“

Hach, wäre doch das ganze Buch so toll beschrieben und etwas näher an „vorstellbar“. Jetzt liegt hier immer noch der Rest von „Vollidiot“ wenn Tommy Jaudt doch nicht bloß versuchen würde so krampfhaft witzig zu sein… hach-hach.

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