Wäre besser unbekannt geblieben

Immer dieser Druck, etwas bloggen zu müssen, schlimm. Dabei bietet sich doch gerade FDP-Bashing an… aber das machen andere ja schon zur genüge. Schön zu sehen aber, dass Herr Rösler die Fußstapfen von Herrn Westerwelle auszufüllen weiß. Prima, wie schnell er sich da angepasst hat. Und wenn der Abdruck doch mal ein Millimeter zu groß erscheint, springt gleich Herr Lindner herbei.

Wie dem auch sei, auf dem Flug von Vancouver nach Toronto (also vor einer gefühlten Ewigkeite), habe ich eine FIlmkritik zu „Unkown“ geschrieben. Und die lest ihr nun „endlich“ hier, bitteschön:

Dieser Film ist so unglaublich schwach, man (lies: ich) mus einfach vor ihm warnen. Ich habe es schon in einem vorigen Eintrag einmal erwähnt, ich habe mir im Flugzeug von Vancouver nach Toronto „Unkown“ angesehen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob dieses Machwerk schon in deutschen Kinos gelaufen ist, wie lange er gelaufen ist bzw. ob er überhaupt wird. Sollte er jedenfalls noch im Kino auftauchen oder auf VHS/DVD/Blu-Ray, Finger weg!!!!!

Zunächst einmal ist da der Hauptdarsteller Liam Neeson, der meiner Meinung nach immer ein extrem blasser Schauspieler ist – für mich war er ein entscheidender Faktor warum die letzten Star Wars Filme totaler Mist waren. Neben ihm spielt dann noch Diane Kruger, deren Durchbruch der Film Troja von Wolfgang Petersen war – warum auch immer. Sehr negativ aufgefallen ist sie mir dann letztes Jahr noch in Ingloroius Basterds und nun ja… mich schauderts, wenn ich sie sehe. Ich weiß gar nicht, ob man bei ihr von schauspielerischem Talent sprechen kann. Und sonderlich hübsch finde ich sie auch nicht. Aber gut… der Film.

Liam Neeson alias Doktor Dingens trifft mit seiner Frau in Berlin (verschneit und grau) ein, der Taxifahrer vergisst am Flughafen einen Aktenkoffer ins Auto zu hieven, am Hotel bekommt Dingens das mit und während seine Frau gerade im Adlon eincheckt, nimmt er sich schnell ein Taxi um wieder zum Flughafen zurückzufahren.Warum auch immer, er seiner Frau nicht direkt Bescheid sagt bleibt ein Geheimnis des Drehbuchautors und natürlich hat er zusätzlich auch keinen Empfang auf seinem Handy, logo. Das Taxi zum Flughafen wird jedenfalls von Diane Kruger gefahren, die auch noch eine illegale Einwanderin in Deutschland ist – ihr Dialekt soll dabei anscheinend osteuropäisch klingen, aber sie verwechselt Osteuropa scheinbar immer mal wieder mit Frankreich… Das Taxi hat jedenfalls einen bösen Unfall und fährt/fällt/schmettert in einen Fluss, Diane rettet Liam vor dem Ertrinken, er kommt ins Krankenhaus und erwacht Tage später aus dem Koma. Als er sich langsam erinnert und im Hotel Adlon seine Frau wiederfindet, stellt er fest, dass sie nun plötzlich jemanden bei sich hat, der der selbe Dr. Dingens wie er ist. Es geht hin und her, Dingens soll zwischendrin von ach-so-mysteriäösen Superagenten mehrfach ermordet werden, zwischendurch taucht (absolut überflüssiger Weise) Bruno Ganz als Ex-Stasi-Agent „Herr Jürgen“auf und stirbt (konsequenter Weise) sehr bald, bis Liam Dingens endlich irgendwann den vermissten Koffer mit Hilfe von Diane findet und er die Identität, die er meint zu haben auch auf dem Ausweis bestätigt sieht. Ein paar dramatisch-langweilige Actionszenen später, stellt sich heraus, dass Dingens eigentlich ein Geheimagent ist, der für eine total böse Organisation arbeitet, die den Saudischen Prinzen bei einer Biotechnologiekonferenz umbringen will um irgendwas zu total altruistisches zu verhindern (irgendein Supersamen der in der Wüste Gold wachsen lässt und den ein deutscher Forscher verschenken will). Seine Frau ist gar nicht seine Frau, sondern seine Undercoveragentin-Partnerin und ihr neuer Dingens quasi der Ersatzmann für Liam Dingens. Unter-Anderem-Agent-Dingens-Liam versucht das Attentat nun natürlich zu verhindern, was ihm logischer Weise auch gelingt. Er bringt seinen Ersatzmann um und seine Agentin-Pengens stirbt weil die Bombe hochgeht und dem Adlon ein knackiges Facelift verpasst. Weinende Kinder werden aus den Trümmern geführt, Slow-Motion, der ganze Pseudo-Herz-Schmerz-Driss. Diane ist am Ende irgendwie legal in Deutschland, Ex-Agent-Dingens lacht, Abspann mit Einschlafmusik – die Welt ist gerettet und ein besserer Ort – die Wüste bekommt die Supersamen geschenkt.

Ich muss gestehen, dass ich irgendwo nach 45 Minuten das Interesse an dem Streifen verloren habe und angefangen hab, diesen Eintrag zu schreiben. Die Story ist zu bescheuert und wird nur noch durch die mangelhafte Umsetzung getoppt. Immerhin gibt es aber eine überflüssige Sexszene zwischen Dingens und Pengens in der Dusche, in der Sie immerhin ein wenig lustvoll stöhnen darf. Wow!

Bloß nicht gucken, ich wiederhole mich, Augen, Ohren und Finger weg! Das Ding ist selbst im Flugzeug verschenkte Zeit (kanppe 2 Stunden).