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die welt aus der sicht eines dorfmenschen

Tag: Film (page 1 of 2)

Zombies mit warmen Körpern

Hat eigentlich irgendwer schon etwas von dem Film „Warm Bodies“ gehört? Der war in diesem Jahr, vor wenigen Monaten recht kurz im Kino. Es geht um einen Vampir, der sich in ein Mädchen verliebt und dadurch wieder menschlich wir… Moment… nee… nicht Vampir! Ein Zombie! Genau, also ein Zombie verliebt sich und wird wieder menschlich. Und weil seine Zombie-Kollegen das mitbekommen, werden die auch wieder menschlich und jetzt habe ich quasi schon das Ende des Films verraten…

Aber das ist eigentlich gar nicht so schlimm. Spätestens wenn man einen Trailer gesehen hat, weiß man Bescheid. Außerdem sind bei romantischen Komödien die Enden ja immer irgendwie vorhersehbar.

Ich will ja aber eigentlich etwas zu dem Film schreiben. Er beginnt recht spannend-lustig, denn zunächst sieht man den Hauptdarsteller-Zombie und aus dem Off hört man, wie er erzählt, wie er die Welt so erlebt. Soviel Welt- und Selbstreflexion ist für einen Zombie schon recht ungewöhnlich, auch dass er Schallplatten abspielen kann, Türen öffnen kann usw. Aber die Zombies erscheinen alle nicht sooo unrettbar zombiefiziert. Aber eins tun sie in jedem Fall: Menschen und ihre Gehirne futtern. Durch letzteres nehmen sie die Erinnerungen der Opfer in sich auf… denn sie können weder schlafen noch träum… oh Mann, das klingt bescheuert! Also sind die Zombies nun zwar irgendwie liebenswert, aber auch ein bisschen gefährlich. Auch wenn das Intro sie so ein bisschen tollpatschig-blöd daherkommen lässt.

Die eigentliche Gefahr für die Menschen – aber das können die gar nicht so wirklich unterscheiden – sind aber die sog. Skeletons. Das sind Superzombies, die ein bisschen dürrer daherkommen, aber im Gegensatz zu den normalen Zombies, schnell, kaltblütig und extrem wild auf alles sind, was einen Herzschlag hat. Huiiiiii!

Die Menschen haben sich hinter einer verdammt hohen Wand zurückgezogen und fahren von dort aus immer wieder Einsätze, um aus der restlichen Welt Medizin usw. zu besorgen. Alles soweit bekannt. Nun wird ein Team von Jugendlichen rausgeschickt, frisch ausgebildet für den Kampf und… nun… sie werden selbst von den langsamen, normalen Zombies sofort aufgemischt und bis auf zwei auch ziemlich zerfressen. Klar ist uns neuer Lieblingszombie beteiligt, der verliebt sich prompt in ein Mädchen aus dem ausgerückten Anti-Zombie-Kommando und rettet sie vor seinen Artgenossen. Sie ist die Tochter vom militärischen Anführer der Überlbenden und blaaaaaaa….

Und ich fasse ab hier mal zusammen: Die zwei freunden sich an, die Liebe wächst und er wird dadurch menschlicher. Wie oben schon gesagt, ist diese Liebe nur zu sehen auch das Heilmittel für seine Zombiekollegen und am Ende ist alles gut, zwischendrin wird noch ein Angriff der Skeletons abgewehrt, wodurch Menschen und Zombies sich auch noch anfreunden. Tadaaaa!

Das klingt alles total bescheuert und auch ein bisschen nach Teeniefilm. Beides trifft zu. Nun muss man dem Film aber zugute halten, dass er sich zum großen Teil nicht ernst nimmt, mit Ausnahme der Liebesgeschichte. Trotzdem macht das den Film jetzt nicht zu einem Must-See sondern zu einem „Oh, es regnet mal wieder. Lass einen Film schauen… wir haben nix… ach doch der hier“-Film. Wo man nachher sagt: „Joa, war ganz nett, wäre ich zwanzig Jahre jünger wäre er noch netter gewesen!“

Im Prinzip ist Warm Bodies eigentlich eine klassische Vampirgeschichte. Das Genre ist aber durch Serien und Filme nun ziemlich gut besetzt und auch ausgelutscht, da müssen halt jetzt die Zombies herhalten. Unbestritten hat das Ganze aber einen gewissen Charme. Darum gebe dem Film mal 65 Punkte, er hat mich einigermaßen unterhalten, die Liebesgeschichte war mir zu teeniehaft, aber die ein oder andere Szene war recht skurril und ich musste immer mal wieder schmunzeln. Bei den Tomaten bekommt der Film sogar ganze 80% positive Kritiken ans Revers genäht. Heideröslein!

Jack Reacher und End of Watch

Vielleicht mache ich einfach mal ein kleines Film-Mashup, der Filme, die ich in den letzten Tagen gesehen habe. Wobei… ich fasse erstmal die zwei zusammen, die ich im TV bzw. bei Netflix (ich liebe es) gesehen habe. Und später kommt dann gesondert… Star Trek… huiiiii, Cliffhanger!

Zuerst ist da Jack Reacher. Tom Cruise spielt den Helden, spricht dabei wenig, hat sich aber wohl mal wieder in den Vertrag schreiben lassen, dass er immer mal wieder oben ohne vor der Kamera stehen darf. Das braucht eigentlich kein mensch, würde ich mal behaupten, aber es ist ein herrliches Leitmotiv für den Film… den braucht nämlich auch kein Mensch. Gefühlt dauert der etwa 4 Stunden, will irgendetwas zwischen Actionfilm und Kriminalfilm sein, ist aber eigentlich nur langweilig. Tatsächlich sind die wenigen Highlights die, wo Tom Cruise mal wirklich zugreift und im Nahkampf ein paar Schergen umhaut. Die Nahkämpfe sind wuchtig inszeniert, die Schiessbudeneinlagen am Ende fand ich dagegen lahm. Überhaupt fand ich den obersten Handlanger von Oberbösewicht Werner Herzog auch ziemlich… doof. Das ist der gleiche Darsteller der in diesem unfassbar schlechten letzten Die Hard den Sohn von Bruce gespielt hat. Vielleicht ist das ein guter Schauspieler, aber für mich hat er jetzt diesen gruseligen Film am Bein… und der färbt sehr negativ ab.Lahm fand ich übrigens auch die Anwältin für die Tom Kreuzfahrt hier ermittelt. Die Gespräche zwischen Reacher und ihr waren durchweg langweilig. Mein Fazit, muss man sich Jack Reacher leider nicht anschauen.Vielleicht kriegt er so… naja… 35 Pünktchen von 100. Die Tomaten sehen das übrigens mit 61% positiven Reviews anders.

Dann habe ich noch End of Watch mit dem Prinz aus Persien gesehen… hier Jake Gyllenhall… oder wie er auch immer genau heißt. Im Gegensatz zu der Frechheit von Film Prince of Persia, ist End of Watch ein wirklich sehenswerter Film. Jake spielt einen von zwei Cops in einem nicht so schönen Teil der USA (ich habe gerade nicht auf dem Radar, wo genau), der seine Arbeit für irgendein Projekt filmt. Dadurch ist ein sehr großer Teil des Films mit einer ziemlich wackeligen – aber nicht nervigen – Kamera gedreht. Dieser dokumentarische Stil vermittelt eine sehr intensive Stimmung, es fühlt sich fast an wie eine Dokumentation und für den Zuschauer entsteht das Gefühl großer Nähe und Authentizität – nicht so wie bei diesem Hooror-Brüll-Heul-Streifen vor vielen jahre… wie hieß der noch gleich? Egal! Jake spricht mit seinem Partner über allerhand persönliches, es gibt sowieso auch einiges aus dem Privatleben der beiden wichtigsten Personen des Films zu sehen. Allerdings nicht so viel, dass es nervt aber gerade so viel, dass man anfängt mit den beiden Hauptcharakteren mitzufiebern. Ich habe den Film größtenteils trotz kleinerer Längen genossen, er lässt einen allerdings arg verstört zurück. Er ist definitiv nichts für Leute, die am liebsten Wohlfühlkino schauen. Mir hat er gefallen, deshalb gibt es auch… naja… 75 Punkte, die Tomaten greifen noch tiefer in die Tasche mit 85%.

Bärte und schöne Haare

Ben Afflecks Argo hat am vergangenen Wochenende drei Oscars verliehen bekommen, u.a. den, für den besten Film. Wollt ihr wissen, was ich von dem Film halte? Nein? Nun, dann war das a) ein unnützer Klick auf meine Seite (ich hoffe, ihr habt die URL nicht händisch eingetragen) und b) ein verdammt kurzer Blogeintrag, denn er endet hier.

Argo

Ich kann mit Ben Affleck nicht sooo viel anfangen. Ich finde ihn schauspielerisch recht ausdrucksschwach, positiv formuliert: minimalistisch. Ich finde zum Beispiel auch (wenn mir dieser kleine Seitenhieb erlaubt ist – und das ist er, es ist ja mein Blog, hehe), dass Dogma ein ziemlich überbewerteter Film ist. Da wurde das Duo Affleck und Damon sehr hochgejazzt. Das konnte ich nachträglich  nur bei Matt Damon nachvollziehen, bei Ben… nicht so.

Seit einigen Jahren ist Affleck nimmt Affleck auch Regiearbeiten wahr und so auch in Argo (zusammen mit George Clooney hat er den Film auch produziert) . Ich werde hier nicht viel spoilern, was die Story angeht, denn der Film glänzt durch die Spannung die entsteht, wenn man den Ausgang eben nicht kennt. Informiert euch deshalb nicht vorab über die Geschichte um den „Canadian Caper“ (ich spare mir deshalb den Link zu Wikipedia), der die historische Vorlage für den Film ist.

Affleck spielt den CIA-Agenten Tony Mendez, der sechs amerikanische Botschaftsmitarbeiter, die der Geiselnahme von Teheran im November 1979 knapp entgehen konnten und auf dem Anwesen des kanadischen Botschafters verteckt ausharren, aus Iran befreien soll. Da es zu dieser Zeit für Amerikaner nun nicht gerade leicht war, in Iran und aus Iran zu kommen – jedenfalls nicht so leicht wie in Ulm, um Ulm und um Ulm herum – , soll dies mittels eines Tricks geschehen. Da Schwarzenegger, Stallone, Willis,Chuck Norris und das A-Team gerade wohl anderweitig im Einsatz waren, war mit viel Gebrüll durch die Vordertür zu brechen keine Option. Mendez und die Amerikaner würden sich als kanadische Filmcrew, die geeignete Landschaftsmotive für ihren Science-Fiction-Film „Argo“ sucht, ausgeben und so das Land verlassen wollen. Mehr verrate ich hier bewusst nicht.

Der Film sieht fantastisch authentisch aus. Der Look der Siebziger ist – soweit ich das mit meinen 2 Jahren 70er-Erfqahrung überhaupt bewerten kann – toll getroffen. Lange Haare und Bärte und dazu ganz großartige Krawatten und dominante khaki und braun-Töne. Wird Zeit, dass insbesondere dieser Krawatten-Stil wieder in Mode kommt. Insbesondere Ben Affleck stehen die langen Haare und der Bart ziemlich gut, wie ich finde. Und wie man im Abspann sieht, sehen die Darsteller ihren realen Vorbildern auch sehr ähnlich. Toll ist übrigens auch John Goodmann, der auch in Flight schon für den Schmunzel-Faktor gesorgt hat. Er spielt – wie von ihm gewohnt – ein herrlich aufgedrehtes Hollywoodurgestein, der bei der Tarnung der Filmidee hilft. So kommt der FIlm zu beginn recht leichtfüssig daher und setzt die dramatische Situation in Iran dazu immer wieder in einen teils verstörenden Kontrast.

So hatte ich nur ein kleines Mini-Mini-Problemchen mit dem Film, Ben Affleck. Mir ist sein Schauspiel einfach zu ausdruckslos (vielleicht ist das ganz angenehm, wenn man gerade dem französischen Overacting ausgesetzt war – das war echt oft sehr schlimm in Ziemlich beste Freunde). Ich sehe in seinem Gesicht nur selten Qual, Freude, Trauer, Schmerz, Zerrissenheit usw. Für mich schaut er mit seinem Dackelblick leider immer gleich gelangweilt daher (siehe Bild). Das mag zu der ein oder anderen Rolle sicherlich gut passen, für einen CIA-Agenten ist ein bisschen Abgebrühtheit und Pokerface auch vermutlich zuträglich. Aber dem großen Spannungsverhältnis, in dem sich der Agent in einer zentralen Entscheidungssituation des Films befindet, hätte ein bisschen mehr Gesichtsfete ganz gut getan. Fast aufgesetzt und wie eine Hommage an die fröhlichen Endsequenzen aus 80er-Jahre TV-Serien wirkt daher gegen Ende… oh, lieber nix verraten!

Das ändert aber nichts daran, dass Argo ein toller Film mit hervorragendem „Bühnenbild“ und erstklassiger Besetzung ist. Ich hätte anfangs nicht gedacht, was für ein enorm spannender Film aus dem oben grob umrissenen Storygerüst werden kann. Zwei Stunden lang habe ich mich aber ganz großaritg unterhalten gefühlt.Hoch anrechnen muss man dem Film auch, dass er keine Nebenkriegsschauplätze aufmacht, zu denen es eine Menge Möglichkeiten gab. Diese werden sogar auch ab und an leise angedeutet – zum Beispiel was die Lebensumstände der Botschaftsangestellten angeht. Und das ist gut so, denn es würde von der spannenden Story ablenken und genau die trägt den Film viel mehr als die Schauspieler. Ich wünsche mir viel mehr Filme dieser Sorte, gerne auch mit „historischem“ Vorbild. Die Tomaten geben ihm 96% und bei Publikumswertung haben 93% gesagt, dass ihnen der Film gefallen hat. Da würde ich mich auch wiederfinden. Ich gebe ihm 90 Punkte. Guckempfehlung!

kannste vergessen…

Ich habe mir vergangenes Wochenende die Bluray vom Spinnen-Viech-Reboot „The Amazing Spiderman“ gekauft. Aber nicht einfach nur eine Bluray – wie gestrig wäre das denn – nein, ich habe mir die 3D-Version zugelegt, da wir daheim seit neuestem einen 3D-Fernseher stehen haben. Ui!

The Amazing SpidermanAber ist Spider… The Amazing Spiderman ein guter Film?

Zunächst sind da die Darsteller. Spiderman bzw. Peter Parker wird von jemandem gespielt, den ich nicht kenne – aber der macht das schon ok. Dann ist da sein Love-Interest, die wird gespielt von Emma Watson – in deren Stimme könnte ich mich reinsetzen, so toll ist die – zumindest auf englisch. Peters Onkel wird von Martin Sheen gespielt, schade, dass der (Spoiler) so früh stirbt. Dann ist da noch William Dafoe… ich meine Denis Leary [Anm.d.Red.: Ich habe hier zwei Videos verlinkt wo er einige seiner FIlme selbst reviewt – sehr sehr lustig]. Der spielt den Vater von Emma und Polizeichef von New York. Der Bösewicht wird von… irgendwem gespielt. Ach die Tante von Peter von… ach wie heißt die gleich… egal – macht sie gut.

Die Story von Spiderman (ich kenne die Comics nicht) ist in diesem Film ähnlich wie in dem von vor ein paar Jahren. Peter ist ein bisschen zu neugierig, wird von einer Spinne in einem super-duper-Gen-Labor-Dings gebissen und entwickelt spinnenhafte Fähigkeiten. Interessanterweise gehört Spinnennetze schießen nicht dazu, da muss der technikbegabte Peter erst noch nachhelfen. Er wird auch nicht zum Fotojournalisten der hiesigen Zeitung – aber wurscht. Es dreht sich also viel um Peters Findungsphase, wie er mit den neuen Möglichkeiten auskommt. Dabei kommen er und Emma sich näher und sein Onkel – ich erwähnte es schon ums Leben. An dem Punkt merkt der Peter, dass er für das Gute kämpfen soll – von wegen moralische Obligation und so weiter. Gedacht, getan, Maske gebastelt, später den Anzug gebastelt, Spiderman lebt! Moment… das kommt mir nun aber alles irgendwie bekannter vor, als es das sollte…

So ganz nebenbei tut sich in dem Genlabor auch ein bisschen was. Peters späterer Gegenspieler hadert mit den Genen, Peter ist nicht nur technikbegabt sondern auch chemisch und hilft dem (noch) guten Herren die Formel mit Hilfe der Aufzeichnung seines verstorbenen Vaters zu verbessern und vermeintlich einsatzbereit zu machen. Das klappt nicht so ganz… dem soon-to-be-Gegenspieler wächst zwar ein verloren gegangenen Arm nach, allerdings verwandelt er sich dabei auch in eine große, starke Echse. Ok, das ist etwas anders als bei der letzten Spiderman-Film-Serie… aber eigentlich ist doch nur der Bösewicht wirklich neu, oder?

Sooooo gut. Pause mal eben. Bis hier hin war alles schon ganz unterhaltsam und vorhersehbar, wenn man die Story auch nur grob kennt und man hat das Gefühl, das alles so schon einmal gesehen zu haben. Gut, es geht dann auch vorhersehbar weiter… wurscht.

Aber hier gibt es doch einen kleinen aber entscheidenden Bruch, den ich nicht ganz nachvollziehen wollte. Der Gegenspieler-Wissenschaftler findet seine neuen Fähigkeiten so dolle, dass er die ganze Menschheit zu Echsenwesen machen möchte, weil die einfach besser als Menschen sind. Hmmm… wo kam das her, frag ich mich? Vor allem diese Vehemenz, mit der er nun für sein Ziel kämpft. Macht das das Serum mit ihm? Lässt es ihn nicht mehr klar denken, größenwahnsinnig werden? Das kam mir in der Erklärung ein bisschen zu kurz und die Entwicklung zum Oberschurken ging so etwas zu schnell.

Jedenfalls kommt es zum großen Showdown, viel Action und so weiter und so fort, am Ende sind fast alle glücklich, aber es wird noch cheeeeeeesy.

Der Film trumpft nicht durch große Liebesszenen auf, das ist gut, dafür ist er an einigen Stellen mit so viel Pathos gepudert, dass Roland Emmerich vor Neid erblassen würde. Es ist ein bisschen viel, wenn Denis Leary Peter Parker am Ende einsülzt und auch generell sind die meisten Dialoge ein bisschen zu… klebrig. Gerade Martin Sheen und auch Peters Tante haben nur Platitüden auf ihren Sprechzetteln stehen. Schade. Sogar ganz insbesondere schade, weil sich der Film sehr sehr ernst eigentlich viel zu ernst nimmt. Humor fehlt größtenteils insbesondere eine gewisse Lockerheit – das hätte die Schmalz-Szenen etwas aufweichen können. Es fiel mir darüber hinaus schwer mich irgendwie mit dem neuen Peter Parker zu identifizieren, kommt er doch sehr milchbubi-artig daher. Er schaut aus, als wäre er gerade 15-16 Jahre alt. Für die eigentliche Zielgruppe des Films aber vermutlich ganz gut.

Achja… der 3D-Effekt… Ich habe den Film nur gekauft, weil es der preiswerteste 3D-Film war, den real,- anzubieten hatte. 30 Euro für Avatar… lächerlich. Hierfür waren es auch schon satte 20 Taler. Denn der 3D-Effekt ist zwar auf einem Fernseher nett anzuschauen – aber wie im Kino macht er den Film nicht besser oder schlechter, er trägt nichts zu ihm bei. Es ist ein Gimmick, mehr nicht. Die Szenen in denen sich die Spinne durch die Stadt schwingt sind im Kino vielleicht noch nett anzuschau’n, aber auf einem 47“-TV kommt das einfach nicht rüber, da ist das Bild doch zu klein. Ich war eh überaus überrascht, wie wenig Szenen es aus der Egoperspektive des Superhelden gab – und nur da, machte der Effekt wirklich „Sinn“.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass der Film sehr vergessbar ist. Er ist sehr weit von der Qualität der Nolan’schen Batman-Reihe entfernt und der Film gibt absolut nichts Eigenständiges her, er fügt dem Frnchise absolut nichts hinzu – so wie eben Nolan Batman hat in ganz neuem Licht erscheinen lassen. Warum die Serie einen Reboot bekommen hat, obwohl sie im  Prinzip genauso weitermacht wie vorher – nur mit anderen Darstellern, verstehe ich nicht. Vermutlich dachte sich ein schlauer Kopf aus dem Marketing, dass kein Mensch einen vierten Spidermanfilm sehen möchte und so startet man einfach noch einmal von vorn! Wird schon keiner merken, dass das der gleiche Kram ist. Das darf man dem Film durchaus übel nehmen.. Three is the magic number

Punktevergabe! Unterhaltsam ist er und für einen Abend Spaß reicht es auch. Brauchen wir einen Nchfolger… och… muss nicht sein. Startet die Serie doch einfach nochmal von vorn. So in 20 Jahren, oder so. Von der technischen Seite ist 3D auf einem 47“-TV (bei diesem Film) überflüssig. Ich gebe ihm 68 Punkte, aber greift besser zur 2D-Version. Die Tomaten geben übrigens 73%, die Publikumswertung landet immerhin ganze 81%-

Ohne Limit? Ohne Ende!

Bei Filmen, bei denen es darum geht, dass jemand von Drogen profitiert, erwarte ich  ganz unweigerlicham Ende, dass ihm die negativen Seiten der Substanz einen Strich durch die Rechnung machen, er vielleicht sogar durch einen harten Kampf von ihnen loskommt und merkt, dass es auch gut ohne sie geht.

Um eine Droge, die den Menschen 100% seines Gehirns nutzen lässt, geht es in „Ohne Limit“ (Limitless) mit Bradley Cooper. Bradley spielt den erfolglosen Verlierer-Autor… ähm… Bradley.  Das wird übrigens ganz klassisch zu Beginn runtergnudelt. Er sieht schlonzig aus und seine erfolgreiche Freundin trennt sich von ihm. Wahrscheinlich steht das im „wie stelle ich einen Verlierer filmisch da“-1×1-Handbuch im ersten Kapitel… oder Vorwort. Jedenfalls trifft Bradley den Bruder seiner Ex-Frau zufällig auf der Straße, der dreht ihm eine Wunderdroge an, Brad ist skeptisch, der Bruder wird ermordert – PiPaPo, Bradley nutzt die Droge wird superschlau, weil er plötzlich 100% seines Gehirns nutzen kann, sieht nicht mehr schlonzig aus und irgendwann geht es auch wieder mit der Ex. Prima! Nicht ganz. zwischendrin leiht er sich 100.000 Dollar von einem zwielichtigen Ost-Europäer Youri (Name von der Redaktion ausgedacht) der ein bisschen ausschaut wie der Hauptcharakter aus Grand theft Auto 4. Er kann dem typ das Geld zwar zurückzahlen, gibt ihm aber auch eine Drogenpille, auf die Youri  natürlich total abfährt. Der will mehr, Bradley gehen die Pillen aus und er wird verfolgt von einem Typen, dessen Chef auch die Pillen ausgehen. Das Problem ist nämlich, dass man stirbt, wenn man die Pillen absetzt.

Dann geht es hin und her. Dabei wechselt die Action immer wieder zwischen den zwei Storylines Youri und dem Handlanger des anderen Abhängigen. Garniert wird das ganze noch mit ein bisschen Wohlfühlatmosphäre mit Bradleys Jetzt-Wieder-Freundin. Zwischendrin spielt auch Robert de Niro noch eine Rolle, den Bradley nämlich bei einem Firmenzusammenschluss mit brillanten Ideen versorgt. Der Film nimmt ziemlich an Fahrt auf um dann am Ende… joaaa, was eigentlich? Und hier sind wir bei meinem Problem mit dem Film, mir ist das Ende viiiiiel zu offen, mindestens so offen wie… wie… wie Schalkes Abwehr bei der 3:0 Niederlage in Mönchengladbach.

Insbesondere weil der Film vorher noch mit dem ultimativen Ende, dem Tod durch die Droge droht, ist die Auflösung einfach nicht befriedigend. Ich hätte mir  eine klare Botschaft gewünscht, wie ich sie ganz oben beschrieben habe. Das mag 08/15 sein, aber man hat immerhin die Möglichkeit es gut oder schlecht enden zu lassen. Letzteres wäre hier vielleicht am angebrachtesten. Aber hey, ich hab zu viel Fern geschaut, es gibt bestimmt Kreative, die ein tolles Ende schreiben könnten, dass nicht zu kitschig oder Oberlehrerhaft ist. Die Charaktere neben Bradley bleiben leider auch ziemlich blass. Bis auf den Bösewicht Youri, den ich aber auch nicht als Oberbösewichts des Films beschreiben will und den irgendwie zwielichtigen aber doch ohne großen Impact bleibenden Robert de Niro, ist da niemand den man als wirkliches Feindbild sieht. Dafür bleibt der eigentlich wichtige Verfolger Brads viel zu blass und ich glaube auch ohne eine einzige Textzeile. Zwischendrin gibt es übrigens noch eine – ebenfalls nicht wirklich aufgelöste – Nebenstoryline mit einem Mord. Diese wird zwar schon irgendwie gebraucht, um den Film eine Wendung zu geben, aber das ist ein bisschen wie mit Schrotflinten auf Spatzen schießen – vor allem, weil es hier keine Conclusio für gibt.

Am Ende verkommt der Streifen für mich zu einem Werbefilm für Brain-Enhancement-Pillen. Schreibt man ihm diese Funktion zu, wuppt er allerdings super! Also ich hätte jetzt zumindest gerne ne Wagenladung davon, wenn sie so einfach zu kontrollieren sind und so großartige Effekte haben.

Die Action-Szenen sind recht spannend und die Erzählweise, Bradley spricht viel aus dem Off heraus, ist mir sehr sympathisch und Bradley selber mag ich schon auch [Anm.d.Red.: Ich mag ihn ausdrücklich NICHT in der lausigen A-Team Verfilmung]. Zwischendurch fand ich den Film wirklich richtig richtig gut, aber das Ende hat mir den Streifen komplett versaut. Welche Lösung hat er für sich gefunden? Wer weiß jetzt was? Ist er der Einzige? Usw… Der Film ist nicht schlecht, man kann ihn sich ansehen und auch Spaß mit ihm haben und vielleicht bin ich ja der Einzige, der sich am Schluss des Streifens stört . Ich gebe dem Film so naaaaaa…. 63 Punkte.Mit einem anderen Ende wären es vermutlich 10 bis 20 Punkte mehr. Die Tomaten vergeben 69%.

Fast 5 – Filmkritik und Fetischbekenntnis

Sooo, nachdem ich für meine letzte Filmkritik ganze 5 „Likes“ (die Währung für den modernen, zeitbewussten Blogger) erhalten habe, werde ich übermütig und versuche mich direkt an einem neuen Streifen, den ich ebenso im Flugzeug gesehen habe. Es handelt sich um den Testosteron-Pubertäts-Action-Kracher Fast and the Furious 5 oder wie man unter Kennern einfach sagt: Fast 5. Den ersten Teil habe ich insg. etwa dreimal im Kino gesehen, sämtliche Nachfolger habe ich ignoriert.

Vorab: Der Film dauert etwa 120Minuten und ist mittlerweile auf DVD oder BluRay – auch in einer alle Filme umfassenden Collection – erhältlich.

Fast Five beginnt erstmal ruhig und nimmt sich lange Zeit, die Charaktere und die zarte Story langsam… neeeee. Fast Five startet mit einem riesigen Wumms. Es kracht und scheppert und proletet von der ersten Minute an derart derbe, dass man gar nicht dazu kommt Luft zu holen oder sich zu fragen „ist das physikalisch eigentlich in irgendeinem Universum möglich“? Aber worum gehts hier überhaupt, warum bummt es so? Ehrlich gesagt… ich weiß es nicht. Es geht um schnelle, gepimpte Autos und um diesen hübschen, blonden Ex-Undercover-Polizist und Vin Diesel der diesen gewissen „Dom(m)“ spielt. Die zwei wollen ein letztes Ding drehen und stinkreich werden, aber wäre das so einfach, würde das ja jeder machen. Immer wieder gestört werden sie u.a. von einem Super-Cop gespielt von The Rock und irgendwelchen Kriminellen. Diese Kriminelle werden eigentlich einzig dafür gebraucht, die Aktionen von Vin und seinen Kollegen nicht ganz so kriminell ausschauen zu lassen und am ende der harten aber sympathischen Super-Cop auf die Seite der Autobahn-Raser überlaufen zu lassen. Klar, dass dabei zahlreiche Autos, Gebäude und Menschen „unpimpt“ werden.

Ein Film-Kritik-Profi würde nun sicherlich den ganzen Plot aufdröseln, zusammenfassen und in einen historischen und gesellschaftlich relevanten Kontext stellen. Ich bin allerdings a. kein Profi und b. ist das bei diesem Film mehr als nur überflüssig. Da passiert nämlich quasi nix relevantes oder unvorhersehbares. Leider verschenkt der Regisseur aber zwischen den ersten 15 und den letzten 15 Minuten extrem viel Zeit mit diesem „Plot“. Passend, irgendwo zu Beginn des Films gibt es eine Actionszene an deren Ende Vin und Hübsch an einer Eisenbahnbrücke vorbei brettern und in einen Canyon stürzen. Der Sturzteil ist genreüblich in Slow Motion, davor und am Ende gehts fix-bumm-krach-zong. Ganz genau diese Szene beschreibt die Struktur des Films perfekt. Schnell, laaaaaaaaaaaaangsam, schnell.

Zurück zum Film: Logo, für den großen letzten Coup muss erstmal ein Team von Expertenverbrechern zusammengestellt werden, die geistig zwischen total verrückt und… total verrückt zu verorten sind – insg. dienen sie überwiegend dazu, lustige Sidekicks zu sein. Die Bösewichte werden vorgestellt, es gibt eine kleine aber eher lahme Verfolgungsjagd zu Fuß durch Rio und joa… es schleppt sich eben so dahin. Was bemerkenswert eigenartig ist, ist dass an einer Stelle Vin und der Hübsche ein Straßenrennen bestreiten, um ein Super-Auto zu gewinnen. Interessanterweise wird aber genau dieses Rennen gar nicht gezeigt. Dabei macht das doch die Serie aus, zeigen wie das Lachgas in dem Motor (oder so) gepumpt wird, wie sich die Fahrer immer wieder anschauen, mal der ein, dann der andere vorne ist. Plötzlich übersieht dann einer einen gewaltigen Tanklastzug und BUMM – oder vertu‘ ich mich? War der Film für das Flugzeug geschnitten? Oder spart man sich diese Stelle absichtlich für einen überteuerten Director’s Cut auf? Oder ist der Produktion hier das Geld ausgegangen? Interessanterweise gibt es aber später noch ein Rennen unter den Mitgliedern von Dom und Hübschens Crew. Der Ausgang wird dann noch zu so einer Art Running Gag, der das Ende des Films vorbereiten soll. Aber kommen wir wieder zur Action! Die letzten 15 Minuten widmen sich der Actionszene um einen gewaltigen Tresor gefüllt mit Schmiergeld, der, von zwei Autos gezogen, durch Rio geschleift wird. Dabei wird so einiges zerschmettert und pulverisiert – der Stahlkoloss reißt quasi Gebäude ein. Dass vermutlich eher der tonnenschwere Tresor die Autos durch die Gegend schleudern würde, als dass die Kisten den Brocken durch die Straßen ballern… nun ja, also korrekte Physik darf man nicht erwarten. Macht aber auch wirklich üüüberhaupt nix. Man kommt aus den „Wohooooo“s und den „Uiuiuiuiui“s gar nicht mehr raus. Achja, es gibt natürlich ein vorhersehbares Happy End, mit Sonne, Geld, Autos, Frauen, Schwangerschaft… hach…

Kurz zu der schauspielerischen Performance bzw. den Vocals. Allein Vin Diesels Stimme reicht schon aus, um diesen Film eine bessere Bewertung zu geben, als er vielleicht verdient. Das war ja schon bei Pitch Black und dem Nachfolger – der völlig anders heißt, aber dessen Name mir gerade entfallen ist – so. Ich will Sex mit Vin Diesels Stimme! Sämtliche andere Darsteller – außer The Rock und diese heiße Brunette (Jordana Brewster) – sind eigentlich… nun ja, also sie machen ihren Job nicht schlecht. Ich sags mal so: Ich würde mich schon „freuen“ sie in irgendwelchen Sitcoms als Neben- oder Gaststars wieder zu sehen. So nach dem Motto: „Ach deeeer, den kenn ich doch von… ach… ähm… shit…öh… gleich mal bei imdb.com schauen…“

Der Film macht während der Actionszenen eine gewaltige Menge Spaß, sofern man einen Nerv für Over-the-Top-Action hat und sich von dem proletenhaften Auftreten der Herrschaften nicht allzu abgestoßen vorkommt. Leider sind da auch die anderen Szenen, passenderweise durch mahnende Wort von The Rock eingeläutet als er sagt: „What ever you do, don’t let them get in their cars.“. Das scheint sich eben leider der Regisseur zu Herzen genommen zu haben. So verkommt der Hauptteil des Films zu einer öden Blabla-Proll und zu-Fuß-Verfolgungsjagd-Klopperei Brücke, die man am liebsten im Schnellvorlauf überquert.

Eine Guckempfehlung an alle, die gerne wilde Action, coole Typen und eine extrem überflüssige bzw. simple Story sehen! Kleiner Rezepttipp: Man kann den Mittelteil des Films prima als Zeit für (laute) Trinkspiele nutzen, umso farbenfroher und schnittiger wird sicherlich das Ende des Films.

They called it the Rising Dienstaudi

Als ich am Montag in meinen Dienstaudi stieg, wurde es mir plötzlich ein wenig anders. Ich drehte den Zündschlüssel um und plötzlich kam Rauch aus dem Lenkrad (da wo die Blinkerhebel angebracht sind) und es roch arg verbrannt. Das war so ein bisschen ein Ereignis der dritten Art. Aber alles halb so wild, der Audi rollt noch immer über die Düsseldorfer Straßen, nur das Radio-Display hat seinen Geist aufegegeben. Ob das aber nur eine Koinzidenz war, weiß ich nicht… Es bleibt also vorerst bei dieser „Punchline“

Nun, um die Szene für euch anschaulicher und visuell erfassbarer zu machen, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut und konnte im Endeffekt keinen Geringeren als Robert de Niro gewinnen, um mich zu spielen. Glücklicherweise hat ihm sogar mein schicker „farbiger“ Anzug gepasst, den ich natürlich immer zur Arbeit trage. Allerdings konnte ich ihm so schnell keinen Dienstaudi besorgen und wieso er raucht, weiß ich auch nicht. Seht jedenfalls bei dieser Scripted-Reality-Szene, wie meine Woche begann… also fast: [Anm.d.Red.: Leider gibt es den Clip so nicht auf Youtube, deshalb kann ich es nur via löckbaren Link hier integrieren]

KLICK

Btw. Jeder, der Mafia-Filme mag… ac hwas, jeder der Filme mag, muss dringend Casino gucken. Großartig! Und allein De Niro und Pesci… sagte ich schon „großartig“? Großartig!

PS. Wer jetzt noch hier hinschreibt, welchen Hintergrund die obige Überschrift hat, dem sag ich „boah“!

Filmtipps mit Tarantino

Ich hatte zuletzt ziemlich viel Glück mit meiner Filmauswahl. Und weil ich euch an meinem Glück teilhaben lassen will, werde ich euch hier ein paar Infos und den Träller (Im Filmtitel verlinkt) zu meinen letzten drei Filmen „reichen“. Also, Handy abschalten, Popcorn holen, 20 Minuten Zeit nehmen, im Sessel zurücklehnen uuuuuuund los gehts!

The next three days:

Zunächst einmal war ich hier von mir selber überrascht, denn in der Hauptrolle dieses Films spielt Russel Crowe, den ich auf den Leinwand ungefähr so gern sehe wie Nicolas Cage (das verlinkte Video lohnt sich!). Also am liebsten gar nicht! In diesem Film gefiel er mir aber recht gut. Aber was passiert eigentlich? Die Frau des Hauptcharakters (keine Ahnung wie der heißt… ich nenne ihn mal Jack), also Jacks Frau wird festgenommen, kommt ins Gefängnis und wird wegen Mordes verurteilt. Jack und sein Sohn sind von nun auf auf sich allein gestellt. Es gibt keinerlei Beweise, die die Unschuld seiner Frau belegen können, der einzige Ausweg ist den Ausbruch und die Flucht zu planen. Und genau darum geht es in dem Film. Das ist alles sehr schön in Szene gesetzt. Jacks Verzweiflung und die akribische Planungsphase. Das erinnert ein ganz ganz ganz kleines bisschen an Prison Break,nur eben von außen nach innen. Logik kommt hier vermutlich zu kurz, aber ein schöner Popcornfilm ist es allemal – und prison Break war ja auch eine tolle Serie in der ersten Staffel, auch mit kurzer Logikkette.  Die vertrockneten Tomaten vergeben nur klägliche 51%… aber Geschmack gehört ja jedem selbst. Ich mochte den Film, weil er sowohl angenehme ruhige Passagen hat, als auch am Ende ein wenig Action.

Buried:

Schon wieder hab ich vergessen, wie der Name Hauptcharakters lautet. Gespielt wird er jedenfalls von Burt… nein Ryan Reynolds, es gibt für die Ladies also was zu gucken. Ich nenne die einzige sichtbare Figur des Films mal John. John ist ein LKW-Fahrer, der im Irak Hilfsgüter verteilen will/soll. Den ganzen Film über sieht man nun einzig John, der lebendig begraben wurde, in seinem Sarg. Mit ihm verbuddelt wurden nur ein Zippo-Feuerzeug und ein Telefon (das vermutlich keine Daten über Aufenthaltsorte an Apple sendet). Ich will gar nichts spoilern, deswegen gehe ich lieber auf die Atmosphäre ein. Das Setting, die Kamera ausschließlich auf Reynolds und nur das Lichte der Flamme des Feuerzeugs erzeugt eine unwohlige Enge, die einen richtig reinzieht. Klar kann man vermutlich darüber diskutieren, ob der Gute überhaupt Handyempfang haben kann, aber das ist ja keine Doku, sondern ein 90minütiger, spannender und intensiver Film. Unbedingt anschauen, insbesondere wenn man die Szene in Kill Bill 2 mochte, in der die Hauptdarstellerin (japp, keine Ahnung wie die hieß) sich im Sarg wiederfand. Das Tomatometer sagt übrigens 86%, die haben halt Ahnung! (Anm.d.Red.: Wer Lebendig-im-Sarg-vergraben-Szenen „mag“ dem sei auch noch die letzte Episode der fünften Staffel von CSI Las Vegas (Grabesstille) ans Herz gelegt. Regie führte Quentin Tarantino.

Four Lions:

Wir starten die Aufzählung mit drei Tagen und beenden sie mit vier Löwen. Four Lions ist ein britischer Film mit viel schwarzem, britischem Humor und handelt von einer vierköpfigen (oder fünf?) Schläferzelle. Die Jungs dieser Gruppe möchten einen Terroranschlag in England verüben und stellen sich dabei mäßig intelligent und umso naiver an. Jetzt könnte man hier ein Slapstickfeuerwerk erwarten (wie es der Träller leider vermuten lässt), aber die Entschlossenheit mit der zumindest einer der Charaktere vorgeht, der dazu auch noch ganz offen mit seiner Frau spricht (und die ihn auch noch in seinem Vorhaben unterstützt), ist zutiefst verstörend. Wenn die Jungs tanzend zu „Dancing in the Moonlight“ zu ihrem Anschlagsziel fahren, erinnert das fast schon an die Diskussion über Fußmassagen an Marcellus Wallace Frau zwischen den beiden Gangstern (wie hießen die noch?) am Anfang von Pulp Fiction. Tarantino sagte zu dieser Szene, er wolle zeigen, dass auch Mörder über ganz normale Dinge sprechen. Oft genug bleibt einem hier das lachen im Halse stecken und genau das macht den Film so großartig. man weiß am Ende nicht so recht, ob man lachen oder erschrocken sein soll. Nun… Jedenfalls besteht auch hier erhöhte Spoilergefahr, deswegen nicht mehr viel zur Handlung. Von diesen drei Filmen gehört dieser Film wohl am ehesten in ein Programmkino. Viel Erfolg wird er leider wohl dennoch nicht haben, vermute ich. Also schnell gucken. Die Tomaten vergeben 81%, auch hier beweisen sie ein wenig Ahnung.

Alle drei Filme habe ich auf englisch geschaut und die Auflistung stellt keine Rangliste dar. Bei Four Lions empfehle ich die OMU-Version – Original mit Untertitel – die Charaktere sind dank englischem Dialekt vermengt mit arabischem teilweise leider gar nicht zu verstehen. Bei den beiden anderen, ist das alles relativ problemlos, finde ich.

Ach und das meine Filmauswahl nicht ganz lupenrein war, muss ich hier vielleicht doch noch erwähnen. Ich finde nämlich, Tron Legacy geht gar nicht! Zumindest die erste Stunde… grau-en-voll!!!! Danach hab ich nicht weitergeschaut.

Wie man Filmtipps besser und pointierter schreibt, könnt ihr beim abspannsitzenbleiber lesen. Und wer gerne Trailer und neuesten Gossip und Plakate von Filmen sieht, schaut bei den Fünf Filmfreunden vorbei.

Stechus Kaktus

Schockierend. Gestern war ein Kunde im Laden, der das Wort „Widerporst“ ausschließlich dem Wortschatz seiner Mutter zuordnen wollte. Und er kannte den untigen Film nicht…. Was ein Purche!

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ein fantastischer Film

Ich habe nach laaanger Zeit mal wieder eine Filmempfehlung. Hatte ich überhaupt schon einmal eine hier „veröffentlicht“ [Anm.d.Red.: Das Wort klingt vielleicht ein wenig groß…]?

Ich hatte heute das Glück den Film „Fantastic Mr. Fox“ zu sehen – auf englisch. Und den würde ich sogar Leuten empfehlen zu schauen, die ansonsten nur iranischs Programmkino schauen, gelegentlich auch äthiopisches, aber selten Mainstreamfilme…. außer so einen übnerbewerteten Film wie „Up in the Air“. Oh! Und dank des Hauptdarstellers dieses Films habe ich ein tolle Überleitung zur Filmempfehlung, Fantastic Mr. Fox.

Ich kann gar nicht sagen, was genau mir an diesem Film gefällt, der komplett in Stop-Motion gedreht wurde. Er ist einfach unglaublich liebevoll gemacht, die Synchronisation der Puppen ist herausragend, George Clooney spricht Mr. Fox und das passt wie Faust aufs Auge. Die ganze Geschichte ist einfach schön, nicht überragen actionlasitig, nicht überragend komisch, nicht überagend geheimnisvoll, sie ist insgesamt einfach toll anzusehen und auch die Musikauswahl ist super. Filme in denen die Rolling Stones ein Liedlein trällern müssen eigentlich schon an sich super sein.

Vermutlich schreibt der Spiegel in seiner Filmkritik irgendetwas von Parabel auf die Gesellschaft  usw. vielleicht steht Ähnliches auch in anderen Medien. Aber das ist wirklich ganz egal, denn der Film ist einfach schön.

Ach, schrieb ich nicht eben etwas von den Stones und trällern? Was wäre das nicht eine gar feine Überleitung  zu eben den Trällern, die all das, was ich da oben versucht habe zu erzählen, viiiiel besser ausdrücken können:

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Hier könnt ihr euch auch noch den zweiten ansehen. Und jetzt noch ein Feature über die Herstellung des FIlms, kurz und sehenswert:

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Nun kann solch eine Geschichte natürlich nimandem eingefallen sein, der sich mit einem Medium beschäftigt das sooooooo viel weniger wertvoll ist, als Bücher, die ja per se – auch ohne Musik von den Stones – kulturell um einiges hochwertiger sind. Also, hier ist der deutsche Link zum Buch (gibt s aber auch auf englisch). Vielleicht kaufe ich es mir sogar… Uh!

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