ingoversales

die welt aus der sicht eines dorfmenschen

Tag: Fernsehen

…wie eine Flasche leer

Meine Blogging-Performanz gleicht im Moment irgendwie dem Spielweise der Iren bei der EM, wenig Dampf im Kessel, aber dennoch irgendwie liebenswert… ähm… oder so. Ich kann mich nicht motivieren, etwas zu schreiben. Aber was gibt es auch zu erzählen, zu Zeiten wo der Fokus auf dem runden Leder liegt?

Dass das EM-Studi des ZDF irgendwie Murks ist? Liest man doch überall, ist so auch richtig, finde ich. Ich mochte KMH und Olli Kahn mal mehr… wo sind Kerner und Klopp wenn man sie braucht? Und dürfen KMH und der Kahnzler eigentlich auch mal von ihrer Insel runter? Sind die da gefangen? Und wieso braucht man beim ZDF eine (zugegeben hübsche) „Expertin“ für das Web? Bei der WM 2010 hatte sich das ZDF schon diesen komischen Fan-Reporter ausgedacht, der nur nervig war…. hach… Dass das ZDF mit ihren Zielgruppen-Fokussierung auf über 75 auch immer so hausieren muss.

Bei der ARD flitzt wenigstens Mehmet Scholl herum, den ich persönlich sehr toll finde. Leider auch Beckmann, da frag ich mich immer, ob der nicht eigentlich beim ZDF angestellt ist…

Die ganze medial inszenierte und (dementsprechend) überflüssige Aufregung um das „Stahlhelm“-Gate ist an den Haaren herbeigezogen und überflüssig. Ich glaube, dass ist eher so ein Medien-Internes Ding. Da wird halt der Ball hin und hergespielt, damit man überhaupt etwas zu berichten hat. Hat sich außerhalb der aufgepeitschten Redaktionen irgendwer dafür interessiert, geschweige denn, hat sich jemand echauffiert? Bitte nicht!

Dann hab ich mich kurz vor der WM noch sehr über die Unwilligkeit unserer Regierung und vermutlich aller Parteien geärgert, das Wahlgesetz zu ändern, wie vom Bundesverfassungsgericht 2009 aufgetragen. Wenn die Regierung sich nicht an solche Auflagen hält, muss ich das dann im Privaten eigentlich auch nicht? Ich will eigentlich von solch ignoranten und anscheinend unfähigen Leuten nicht „regiert“ werden. Denen kann ich nur schwer Respekt entgegen bringen und will ihnen eigentlich keine Kompetenzen zubilligen. Unverschämt!!! [Anm.d.Red.: Jetzt reg ich mich schon wieder auf!]

Dann hat noch Herr Niebel sein eigenes Teppich-Gate kreiert. Doof irgendwie, aber Hauptsache, er ist überhaupt mal in den Medien – wird er sich wohl denken. Richtig stylisch wäre es aber erst gewesen, wenn er selber auf dem Teppich nach Deutschland geflogen/geritten wäre. Oder sagt man bei Teppichen auch „fahren“, weil es auch ein Luftschiff ist? Übrigens ist es vollkommen bescheuert zu sagen, dass ein Heißluftballon oder ein Zeppelin „fährt“, Luftschiff hin oder her, das Ding fliegt! Fahren tut man am Boden. Und wo ich gerade dabei bin, nochmal das: „Gegen 12 Uhr“ ist immer VOR 12. NACH 12 kann nicht „gegen“ sein! Wenn ich nämlich gegen etwas fahre, laufe, fliege/reite bin ich immer noch davor. Ansonsten wäre ich DURCH und dann hinter bzw. NACH 12.00 Uhr! So! Merken, anwenden!

Und zum Abschluss: Lieber Mats Hummels, vielen Dank dafür:

Wo war ich? Wo wollt ich hin? Achja… eigentlich nirgends… Passend.

Das MUSS weh tun

Okay… ich bin milde verstört…. Indisches Fernsehen ist/war für mich (ohne es je gesehen zu haben – es lebe das Vorurteil) immer Schnulzkram mit Musik, Tanz, Gesang und Sharukh Khan (oder so ähnlich). Es geht auch ohne Letzteren, Schnulz und Tanz. Seht selbst! Ab Sekunde 45 wird es „interessant“, dann ca. 5 Minuten durchhalten es wird immer… mir fehlen die Worte:

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Ich habe auch das Supertalent noch nie gesehen aber… Supertalent my ass!!!!!

Über das Leben, das Universum und den ganzen Rest…

Es gibt Vorkommnisse, da gehen bei mir innerlich die Scheuklappen runter, da bin ich schon vorab genervt, weil ich meine zu wissen, was als Nächstes passiert. Nennt mich Hellseher.

Wenn zum Beispiel ein männlicher Jugendlicher schwer bewaffnet Menschen ermordet, kann es nicht lange dauern und seine Libelingscomputerspiele werden thematisiert. Das ist halt schön einfach, da meint jeder etwas zu sagen zu können. Und so war mir auch realtiv klar, was nach der abgebrochenen Wetten dass…?? Sendung am Samstag passieren wird. Es wird eine Debatte geben, ob das Fernsehen insb. das öffentlich rechtliche Fernsehen nicht doch zu sehr auf die Quote achtet mit viel zu gefährlichen Wetten.

Aha. Erstmal kriege ich schon einen Brechreiz, wenn ich das Wort „Debatte“ höre. Die Debatte im öffentlichen Raum ist meiner Meinung nach ein Synonym für „Wir quaseln Thema X mehr oder weniger komptent solange tot, bis ein neueres spannenders Thema auf dem Tisch ist“ – die Konsequenzen aus diesem Gedankenaustausch sind überschaubar bzw. gleich null. Ich erinnere mich zum Beispiel an die Debatte (würg) nach dem Selbstmord von Robert Enke. Da hieß es dann auch, dass man mal diskutieren müsste, wie man mit unseren Profifussballern umgeht, dass sich da in den Stadien etwas ändern müsste. Wirklich alle waren sich tooooootal einig, dass jetzt alles anders werden muss. Wie scheinheilig! Es hat sich doch eigentlich gar nix geändert. Die BILD vergibt weiterhin eine 6 für schlechte Leistungen und die Zuschauer im Stadion beschimpfen den Schiri und schlechte Pässe genauso wie eh und je. Das ist quasi gelebte Demokratie. Die Mehrheit der Menschen hat sich entschieden, den Tod von Enke nicht weiter zu thematisieren, sondern einfach weiterzumachen, wie gewohnt und wie es vor allem Spaß macht – irgendwie menschlich, wenn es vielleicht auch grausig klingt. [Anm.d.Red.: Von der grauenvollen Debatte um das überflüssige Buch von T. Sarazzin will ich gar nicht erst anfangen, da echauffier ich mich nur wieder. Und nein, ich glaube nicht, dass das irgendwelche positiven Auswirkungen auf die Intergration hat!]

Bei Wetten dass…?? kann es doch eigentlich nicht anders sein. Da wird jetzt erzählt, dass die Wetten unspekatukälrer sein sollen, dass mehr auf Hirnschmalz-Wetten gesetzt werden sollte, als auf Artistik. Gut, man kann eine 3-Stunden-Show natürlich zu einer verlängerten Mathematik-Show machen, die noch mit einer Kinderwette garniert wird. Aber will das jemand sehen? Und jetzt soll mit keiner mit der Promicouch kommen, wo die Gespräche so interessant wird. Der Teil der Show, wie auch T. Gottschalks Witze und Moderation wird doch jedesmal von Medienkritikern als belanglos zerrissen. Aber nehmen wir einmal kurz an, die Samstagabendsupershow würde nur noch mit Kopfwetten ausgestattet. Wie schnell würde das dann als langweilig und eintönig kritisiert? Wie schnell würde gemosert, dass früher alles besser war? Wie schnell würde sich beschwert, dass man für so einen langweiligen Mist doch keine Gebühren zahlen will, weil zB. RTL das doch so viel besser macht!?

Wetten dass lebt davon, dass Spektakuläres passiert, dass Menschen Dinge machen, an die andere nie gedacht hätten, dass sie möglich sind. Da gehören natürlich auch Aktionen zu, die den Körper beanspruchen. Und natürlich hat Gottschalk mehr als nur Recht, wenn er bedauert, dass ausgerechnet in einer Show in der es um Unterhaltung geht, etwas so tragisches passiert wie am Samstag.

Wenn nun also das ZDF über eine Neuausrichtung der Show diskutieren will oder muss, so muss doch auch klar sein, dass sich auf Dauer entweder gar nichts ändert oder man die Show besser direkt sein lässt. An Dummgesülze und Scheinheilig, Inkompetenz und dummen Kommentarjorunailsmus ist übrigens RP-Online mal wieder nicht zu übertreffen:

„Was Wetten dass..? viele Jahre vom Radau der privaten TV-Sender unterschied, war der Anspruch, eine niveauvolle Unterhaltungssendung für die ganze Familie zu sein. Seit Samstagabend ist Wetten dass..?endgültig eine Sendung, bei der Eltern sich gut überlegen müssen, ob sie wirklich ein geeignetes Format für Kinder darstellt. (…) Der Hinweis vonWetten dass..?-Erfinder Frank Elstner, es müsse mehr Wert auf geistiges Geschick als auf gefährliche Artistik gelegt werden, ist noch sehr freundlich formuliert. Am kommenden Sonntag schickt das ZDF Thomas Gottschalk mit dem Jahresrückblick Menschen 2010 auf Sendung. Bis dahin muss klar sein, ob Wetten dass..? eine Zukunft hat. Wird das Konzept jetzt nicht von Grund auf überarbeitet, droht der Sendung das Aus.“ Quelle

Ich kann nicht ganz verstehen, warum – aus Respekt vor dem jungen Mann – jetzt nicht einfach mal alle Ruhe bewahren und das  ZDF intern abwägt ob und welche Konsequenzen es ziehen will/muss. Dieses öffentliche Geblubber (stark geprägt von dem „hinterher weiß man immer alles besser“) ist doch überflüssig. Und all die, die jetzt eben maulen, dass die Wetten bei der Sendung zuletzt eh viel zu gefährlich waren, sollten sich einmal hinterfragen, warum sie trotzdem immer wieder eingeschaltet haben, statt das direkt via  Fernbedienung zu boykottieren.

Aber… und das muss ich mir wohl klar machen … dieses „Geblubber“ ist  vermutlich  menschlich. Man versucht wohl, die Sache zu verarbeiten, seine Emotionen mit anderen zu teilen und dann sind Gespräche über das „wie konnte das passieren“ ganz natürlich. Natürlich will man dann eben auch eine Lösung besprechen. Und was ist da naheliegeneder als „alles verbieten“, „alles anders“, „die müsste man alle aus dem Land vertreiben“ o.ä..  Zielführend ist das alles nicht, aber zum Verarbeiten eines schlimmen Vorfalls vielleicht genau das Richtige. Und das sich da nicht zwingend an die eigene Nase gefasst wird („die Gesellschaft will das halt so“), oder das zumindest (wie im Fall Enke) nicht dauerhaft durchgehalten wird, ist wohl auch natürlich.

Und warum schreibe ich so viel, um am Ende zum Schluss zu kommen, dass das alles menschlich und normal ist [Anm.d.Red.: Vermutlich reagiere ich also in bestimmten Situationen also genauso wenig zielführend und blubberhaft!!!! Oh Gott!]? Und riskiere dabei auch noch eine Tonne Kommafehler und weise damit deutlichst auf meine Komma-In-Kompetenz hin? Vielleicht versuche ich, die Diskussion meta-mässig und ganz besserwisserisch zu begleiten und damit eben doch etwas zu dem Gesabbel beizutragen. Aber eben vom Hochsitz mit dem wedelnden Zeigefinger aus… ob das besser ist. Hach… 42!

rrrrrrrreeechter Winkel!!!!!

Ich schaue im TV ja eigentlich nur noch Sport, überwiegend Fußball. Deswegen ist mir vermutlich auch eine neue Gameshow durchgegangen, aber die Jungs um Conan O’Brian im amerikanischen Fernsehen waren aufmerksamer. Kennt die Show jemand? Wo läuft die denn?

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Der hat was auf der Pfanne

In den 70ern gab es im deutschen Fernsehen eine tolle Serie mit innovtiven Ideen, die immerhin zwei Staffeln überlebte. Da amerikanische Krimiserien so erfolgreich waren, drehte man einfach selber eine. Ort der Handlung war Amerika, die Protagonisten bekamen englische Namen, aber die Schauspieler waren deutsch. Und – vermutlich um es nicht allzu aufregend zu machen – war der Polizist kein Mitglied des CSI, CTU, FBI, CIA sondern Verkehrspolizist…. Aber auch nicht so wie beispielsweise die CHiPs, sondern zu Fuß… an einer Straßenkreuzung in Hollywood. Wow! Darüber hinaus – dafür hat der Gute auch noch Zeit – löste eher in jeder der 30minütigen Folgen einen Kriminalfall, er war nämlich doch kein gewöhnlicher Straßenpolizist, (hoho) er war ein Underover-Cop! Achja sein Name (und auch Name der Serie): Sergeant Berry. Aha, nee klar. Klingt fasst so eindrucksvoll wie James Bond oder Jack Bauer oder… Officer Frank Llewellyn „Ponch“ Poncherello!

Gespielt wurde der Ermittler in der ersten Staffel von Klausjürgen Wussow und in der zweiten von Harald Juhnke. Hier das sehenswerte Intro mit Harald Juhnke. Euch erwarten Spannung, Action und rassige Dialoge:

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Die Dialoge sind einfach fantastisch – zeigen sich aber erst beim zweiten Schauen in ihrer gesamten Pracht – wenn man die Schockstarre überwunden hat. Das Intro mit Wussow ist auch sehr sehr sehenswert! Hörenswert ist auf jeden Fall die Musik, hier das komplette Lied. Toll, was das Orchester von Peter Thomas da geleistet hat.

PS. Hat sich die Bedeutung von „etwas auf der Pfanne haben“ in den vergangenen Jahren irgendwie geändert!?

PPS. Alter Schwede! Die Staffeln auf DVD kosten bei Amazon je 24,99 Euro. Aus Prinzip verlinke ich das hier nicht. Wucher!

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