Zug-Um-Zug

Erkenntnis der letzten Tage: Umziehen macht keinen Spaß.

Zunächste macht der Gedanke an einen Umzug an sich keine Freude. Wenn man dann so langsam Kisten packt, fällt einem auf, dass man ganz viel Kleinkram hat, den man auch – zu allem Überfluß – noch braucht aber nicht so recht weiss, wie man den in den riesigen Kartons unterbringen soll. Bücher und Zeitschriften sind auch doof. Vermeintlich schlank, aber dennoch eine Tonne schwer. Sie würden auch alle in einen Karton passen, aber wer will den tragen? Arnold ist ja gerade mit Klimaschutz in Kalifornien beschäftigt.

Dann stehen diese doofen Kartons auch noch blöd im Zimmer rum und verschandeln das Wohngefühl für die letzten Tage vollkommen. Vermutlich ist das von der Schöpfung so gewollt, damit die Trennung von der alten Bleibe icht so schwer fällt und man zusehends von einem „Ich-will-hier-raus“-Gefühl übermannt wird. Es könnten weniger Kisten sein, die das Zimmer schmücken, aber sie sind alle nur halb voll, weil sonst viel zu schwer [Anm. d. Red. siehe die Arnold-Problematik weiter oben]. Dann muss man auch noch Schränke, Betten, Tische, Stühle usw. abbauen nur um sie für ein paar lausige Minuten lang transportieren zu können. Und wenn dann der Tag des Umzugs kommt, muss man alles in ein weit entfernt parkendes Auto packen und es nach der Fahrt zum Zielort auch alles in noch weiter entfernte Räume tragen.

Und was kommt dann? Aufbauen und auspacken… Achja, zwischendurch habe ich das putzen vergessen! Und das Anstreichen! …noch was?

Es gibt eigentlich nur Eines was schlimmer ist als selber umzuziehen: Freunde die umziehen! Die wohnen nämlich grundsätzlich im 5. Stock eines Altbaus mit engem Treppenhaus und rutschigen 100 Jahre alten Stufen. Zumindest gefühlt für den Moment. Aber man hilft ja trotzdem… gern…

One Comment

  1. Rate mal, wieviele von den 22 Umzügen, bei denen ich bisher geplackert habe, meine eigenen waren. Richtig: einer! Und der fand vom Erdgeschoss in die erste Etage statt.

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