Nochmal Politik, nochmal Frust

Ich muss/will nochmal über aktuelle Politik schreiben – aus zwei Gründen. Einerseits, weil es mich wirklich tierisch aufregt, was gerade bzgl. Paintball und Internet an Gesetzesvorhaben an den Start gebracht wird und außerdem, weil es sich so herrlich hier zitieren lässt und somit schwupps, ein neuer Blogeintrag fertig ist. Der hat zudem weniger Komma-Fehler, weil ich ihn ja nicht selber geschrieben habe.

Also leihe ich mir heute mal die Worte des Journalisten Jens Schröder, der als „Popkulturjunkie“ auch blogt. Auf seinen Eintrag „Ein Schrei“ bin ich über diesen schönen Artikel bei Zeit Online aufmerksam geworden. Er kommentiert in diesem Beitrag Killerspiele, Paintball und Internet-Zensur.

Ich befürchte, dass sich “die Politiker” in Berlin gerade von einer ganzen Generation von heranwachsenden und jungen Erwachsenen entfernt, weil sie einfach nicht mehr kapieren, wie moderne Technik funktioniert und was Jugendliche in ihrer Freizeit tun. Was wird als nächstes verboten? Autorennspiele, weil sie Unfälle im echten Leben wahrscheinlicher machen? Die Wii-Fernbedienung, weil man damit auch Ego-Shooter spielen kann und dabei auf Menschen im Fernseher zielt? Platzpatronen für Cowboy-Pistolen, weil Fünfjährige beim Fasching nicht an Waffen gewöhnt werden sollen?

Er beendet seinen Eintrag recht verzweifelt:

Im Moment weiß ich nicht mehr, wen ich im Herbst wählen sollte. Poltiker, die offensichtlich null Ahnung von Internet und Computern haben, den Werkzeugen, die für mich, meine Generation und alle folgenden Generationen eine entscheidende Rolle bei Arbeit, Freizeit und vielem anderen spielt, solche Politiker kann ich nicht wählen.

Damit spricht er mir irgendwie aus der Seele. Wobei nicht-wählen für mich keine Option darstellt. Da muss wohl das kleinste Übel herhalten… und ich vermute, das hat die Farbe eines Marsmännchens.

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