das Telekom Mediencenter

Ach Mensch… diese Telekom Cloud… aber von vorne.

Sven zeigte mir vor vielen Monaten einmal das kostenfreie Telekom Mediencenter. Das bietet seinen Nutzern ganz 25GB for free, man muss nicht einmal Telekom-Kunde sein, um diesen Cloudservice nutzen zu können. Dazu gibt es noch ein Tool für den PC zum Synchronisieren – ähnlich wie bei der Dropbox und sogar eine App. Klingt fast zu gut um wirklich wahr zu sein? Oooooh ja, genau so ist es.

Generell kann man die Software nach der Installtaion auf dem Rechner ähnlich nutzen wie Dropbox. Bei der Installation wird ein Ordner eingerichtet, alles was da hinein schiebt, wird in der Cloud gespeichert. Auch Ordner können dort erstellt werden – ein Webinterface gibt es natürlich auch. Die Basis für einen soliden Dienst, prima.

Leider muss man hier schon einschränken. Die Cloud verweigert es, mp3-Dateien hochzuladen. Wer also seine Musik in der Cloud speichern will, um sie irgendwann einmal auf seinem Handy runtzerzuladen und dann dort lokal zu hören, ist hier falsch. Gut, in Zeiten von Spotify und Google Music usw. passiert dieses Szenario ja nicht so oft. Man kann die Dateiendungen natürlich auch einfach von mp3 in z.B. txt ändern. Aber das Handling ist dann spätestens auf dem Handy trotzdem Mist. Ich vermute mal, diese Einschränkung hat rechtliche Gründe. Interessanterweise kann man dann aber Filme in allen Dateiformaten hochladen. Und hier bremst einen das Mediencenter der Telekom auch nicht mit einer maximalen Dateigröße von 100MB pro Upload, wie die Dropbox das tut.

Aber jetzt kommt das wirkliche Ärgernis:

Aber nennt mich undankbar, denn für jemanden, der seinen Cloudservices auch zum Teilen von Dateien mit Freunden nutzen will ist die Telekom Cloud nur sehr sehr einschränkbar nutzbar – quasi untauglich. Es gibt zwar einen Teilen-Funktion, die ist aber in der Form unfassbar bescheuert. Man wählt die Dateien aus, die man teilen will (im Webinterface), klickt den „Teilen“-Button und hat dann nur eine Möglichkeit den Freunden die Dateien freizugeben, indem man deren Mailadressen in das vorgesehen Fenster eingibt. Eine Möglichkeit einen Link zu generieren und den z.B. in eine Email an Freunde zu senden gibt es nicht. Das klingt nach einem marginalen Problem, aber spätestens, wenn man gewzungen ist mehr als… drei Mail-Adressen in das Interface einzugeben wird es unpraktisch. Außerdem würde ich den Freunden ja auch gerne ein paar Zeilen zu der Freigabe schreiben. Aber die Chance habe ich so nicht.

Genau das macht diese Cloud für mich untauglich, sie ist halt nicht in jeder Situation nutzbar, immer wieder wirft sie mir eine Hürde entgegen. Die Usability, die einfach extrem wichtig ist, ist hier leider unbefriedigend – und das ist so schade, weil 25GB for free wirklich fantastisch sind. Schade…

PS. Der Name „Mediencenter“ ist übrigens grandios schlecht gewählt, a) weil zu Medien auch mp3s gehören und b) weil man überhaupt nicht weiß, was mit Mediencenter überhaupt gemeint ist. Mein Tipp: Nennt es Telekom Cloud und arbeitet an der Usabiity, dann habt ihr da ein richtiges Turnierpferd im Angebot, liebe Telekom. Gerade jetzt, wo die Bedenken vor der Dropbox immer lauter werden besteht die Chance.

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