kraut, rüben und reporter

Seit dem 13.05.2014 gibt es das wichtige Crowdfunding-Projekt „krautreporter.de„.

Einschub: Crowdfunding bedeutet, dass die Leute, die sich für ein Projekt begeistern finanziell in gewisser Weise in Vorleistung gehen und das Ding unterstützen, das sind dann die sog. „Backer“. Wenn ein von den Initiatoren gesetztes Ziel in einem vorher gesetzten Zeitrahmen erreicht wird, müssen/dürfen dann alle Backer (achja, gesprochen „Bäcker“, wie das Brot) zahlen und das Projekt kommt zustande. Wird ein Ziel nicht erreicht, dann fließt auch kein Geld. Ich selber habe bereits ein Kunstprojekt in Melbourne von meiner tollen mexikanischen Freundin Sissy gebackt und das jüngste Filmprojekt von Zack Braff.

Nun aber zu krautreporter! Der ziemlich bescheuerte Name (japp, tatsächlich ziemlich blöd) soll euch bitte nicht daran hindern, dieses Projekt zu unterstützen. Hier haben sich einige sehr renommierte Journalisten zusammen getan und wollen eine Reportage-Website gründen, die nicht werbefinanziert ist und eben ganz anders funktioniert als Spiegel Online, FAZ, Zeit, SZ usw. Dabei steht die gründliche Recherche der Geschichten im Vordergrund, nicht der erste zu sein, der weiß, dass Kate Perry einen neuen Freund hat. Drei teilnehmende Journalisten, die ich sehr zu schätzen weiß, sind Peer Schader, Stefan Niggemeier und Jens Weinreich, deren Texte ich immer mit viel Begeisterung lese.

Die krautreporter zu unterstützen kostet gerade mal 5 Euro pro Monat, also 60 Euro pro Jahr – das ist weniger als so manches Zeitungs-Abo. Was ihr dafür bekommt, solltet ihr auf der Website durchlesen. Damit krautreporter wirklich live geht, bedarf es 15.000 Backer bis zum 13.06.14. Ich werde in diesen Tagen einer dieser Backer werden. Ihr könnt aber natürlich einfach nichts zahlen und hoffen, dass sich 15.000 Idealisten zusammen finden, denn die Artikel werden nicht hinter einer Paywall verschwinden. Sie werden aber auch nicht mit Werbebannern oder sonstigen Promotion-Aktionen verseucht sein. Ich finde, diese Art Journalismus ist sehr gerne 5 Euro pro Monat wert.

Jetzt hab ich hier viel getextet, schaut euch doch besser einfach mal die Homepage (wenn ihr dort immer weiter runterscrollt findet ihr die beteiligten Journalisten und ein paar FAQs) und auch das Erklär-Bär-Video:

[Anm.d.Red.: Wäre ich nicht so faul, würde ich jetzt meinen Beitrag von vor… 2 Jahren raussuchen, wo ich geschrieben habe, dass die Online-Magazine die Autoren in den Vordergrund stellen sollten, weil ich Artikel von bestimmten Autoren lesen will und die auch einzeln bezahlen würde (Stichwort: Mikrotransaktionen). Da ist es mir sekundär auf welcher Website das steht. Das hier geht in die Richtung und ich will mich bestätigt fühlen!]

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