Funny ist wohl auch krank

Das auf den Fotos ist unsere kleine Mitbewohnerin Funny. Die hatte ich ja bereits schon einmal vorgestellt, hier gibt es nun ein paar mehr Bilder.

Während ich das hier gerade schreibe, ist es Montagabend und Funny hat den Nachmittag beim Tierarzt verbracht. Mit Netz bei uns daheim (schon zum zweiten mal) eingefangen, dann in einen sog. Quetschkäfig verfrachtet, damit sie eine Narkosespritze bekommen kann und dann ist die komplett-Untersuchung gestartet. Warum? – frage ich rhetorisch – Weil sie seit ihrem ersten Tag bei uns Durchfall hat, fast das komplette Wochenende nur schlafend verbracht hat und jetzt auch noch ständig kotzen muss.

Generell sind bei ihr leider nur sehr kleine Fortschritte zu sehen, was das Vertrauen zu uns angeht. Sie lässt sich zwar ab und zu streicheln, aber sobald wir eine Bewegung auf sie zu machen, nimmt sie noch immer Reißaus. Das ist schon ziemlich deprimierend und gerade (siehe Einfang-Aktion) auch ziemlich nervenaufreibend, für uns, wenn sie vor Angst schreit, aber natürlich um so mehr für sie. Jetzt liegt sie noch ziemlich besoffen von der Spritze unter dem Bett und vertraut uns vermutlich noch ein bisschen weniger. Das Problem ist: Die bisherigen Untersuchungen haben noch kein Ergebnis gebracht, welche Krankheit sie haben könnte, jetzt untersucht das Labor und überrascht uns in den kommenden Tagen Stück für Stück mit Informationen. So wie die Tierärztin klang, rechnet sie mit etwas schlimmerem, denn sie glaubt nicht, dass der anhaltende Durchfall (übrigens zu Beginn garniert mit einem ecoli-Virus) noch etwas mit der Umstellung vom Tierheim zu uns zu tun hat. Und weil es immer wieder gefragt wird in dem Zusammenhang: Ja, das alles ist ganz schön teuer. Und wir konnten schon wieder keine Tierkrankenversicherung vorher abschließen – und ja, so etwas gibt es auch, kann sinnvoll sein, gibt es aber nur für gesunde Tiere.

Mir fällt die aktuelle Situation sehr schwer. Funny lässt uns nicht wirklich an sie ran und damit wird es für uns umso schwerer ihr zu helfen. Kasimir war – als er bei uns einzog – auch sehr schwer krank, aber er ließ sich viel besser helfen. Alleine dass wir ihn knuddeln durften oder überhaupt anfassen und in die Transportbox packen, hat allen Beteiligten doch sehr geholfen. Und so kommt es, dass ich Kasimir doch noch immer sehr vermisse. Er war für mich wie ein richtiger Kumpel, hat mir extrem viel gegeben und er kommt halt einfach nicht mehr zurück. Jeden Tag, wenn ich heim komme, muss ich daran denken, wie er mich oft blökend wie ein Schaf auf der Straße abgeholt hat und mit in die Wohnung gelaufen ist. Oder wie er sich auf mich gelegt hat, sich gestreckt, geputzt oder geschlafen hat. Noch immer wiegt dieser Verlust sehr sehr schwer. Noch immer bin ich darum oft sehr traurig.

Kommentar verfassen