Ein Fest es zu richten

Es war Richtfest, am Wochenende, sprich: wir haben jetzt einen Dachstuhl. Joa… und was soll man dazu noch schreiben, außer, dass es schön war?Oh, wir haben schon ein paar unserer sehr netten Nachbarn kennen gelernt, dafür ist so ein fest tatsächlich richtig top. Und toppe Nachbarn sind es auch.

Rohbau mit Richtkranz

Der Richtkranz ist übrigens im Prinzip nichts anderes als ein Totenkranz, der wird aber freundlicherweise etwas „lebendiger“ gestaltet. Beschafft wird er – zumindest in unserem Fall – vom Zimmermann selber, der auf dem Richtfest auch den Zuimmermann-Spruch aufsagt und das Schnapsglas auf dem Boden (der Tatsachen) zerdeppert. Die Scherben werden aufgesammelt und müssen dann irgendwo auf dem Grundstück verbuddelt werden. Das bringt Glück. Aus der Rubrik „kann man machen, muss man aber nicht“ war dann noch das Nageln des letzten Nagels in dem Dachstuhl. Das hat Annika übernommen und ausgiebig zelebriert. Als Gäste, habe ich gelernt, lädt man außer Familie und Freunden die Handwerker vom Rohbau und Zimmermann ein, wenn man wil lauch den Architekten und Bauingenieur bzw. Bauleiter und natürlich die angrenzenden Nachbarn.

Vielleicht ein kleiner Tipp an alle zukünftigen Richtfestler: Wenn noch keine Fenster im Haus installiert sind, vorsorglich aber Öffnungen für Fenster gelassen wurden (schlau – es sei denn, man baut einen Bunker…), kann es im Haus sehr sehr windig werden.  Das kommt natürlich auch ein wenig auf die Jahreszeit an, aber ich würde empfehlen, das zu bedenken. Glücklicherweise hat Annikas Vater noch eine Fensteröffnung mit Plastikplane verklebt, das hat schon einiges gebracht, aber das Problem mit dem pfeifenden Wind leider nicht vollständig behoben. Zu allem Überfluss habe ich mich noch an der Nase verletzt, ich habe mich nämlich erkältet.

Vor dem Richtfest hatten wir morgens noch den Fensteraufmaß-Termin. Da wurde besprochen, welches Fenster sich in welche Richtung öffnen sollen, ob mit Griff-Olive oder ohne, abschließbar oder „nur“ Sekustik,  ob sie kippbar sind und zu guter letzt noch, wie dick die Dämmung um das Haus sein muss, damit die Kästen für die Raffstores darin verschwinden. Bei den Raffs gibt es zudem zwei Varianten, die mit einer richtigen Führung und eine mit Seilen. Wir haben uns für letztere entschieden, die sieht schlanker aus und ist wohl auch 3% schlanker. Außerdem braucht sie nicht so viel Platz zum Anbringen uuuund, nicht zu verachten: Im Gegensatz zu den Raffs mit Führungsschiene, kann sie seitlich ein bisschen über die Fenster überstehen und verhindert dadurch noch ein bisschen mehr den Lichteinfall. Wieder was gelernt!

2 Comments

  1. Ich bewundere Dich zutiefst! Ein Grund, warum ich kein Haus baue, ist die Tatsache, dass ich NIEMALS all diese Entscheidungen treffen könnte und mein Haus deshalb NIEMALS fertig würde …
    Schon achtzehn Varianten für die Fenster! Himmel!

  2. das hätte ich bei fenstern auch nicht gedacht. das einfachste bisher waren die dachziegel… das war mir nun doch ziemlich wurscht. küche ging auch recht schnell, wobei wir uns noch nicht zu 100% auf die farbe festlegen mussten. bad ging auch… fußböden und fliesen werden noch spannend… schlimm war die elektroplanung. das erste mal aktiv darüber nachgedacht, wo lichtschalter hängen. erschreckender weise sind die nämlich nicht einfach nur da. aber dennoch, ich finde das alles total super: luxus-entscheidungen treffen, baby!!!!

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