Movie Medley

Hach mein Blog…ich müsste mal wieder was schreiben, sag ich mir jeden Tag aufs Neue…

Um zu versuchen, mal wieder reinzukommen, schreib ich halt etwas über Filme, die ich zuletzt gesehen habe.

Gravity

Ich fange mal an mit Gravity, den habe ich in 3D auf deutsch im Kino gesehen. Es geht um ein bis zwei Astronauten, die während der Arbeit am Hubble-Teleskop von bösem Weltraumschrott überrascht werden, weswegen sie von ihrer Station getrennt werden und frei durch den Raum treiben. Gespielt werden die beiden von Sandra Bullock und George Clooney. Mehr will ich zur Geschichte nicht sagen, das täte dem Guckgenuss nicht gut. Was ich erwartet habe, war ein irgendwie philosophischer Film, über Einsamkeit, weite des Weltalls, ein Erzählfilm halt. Bekommen habe ich aber eher einen Actionfilm. Und keinen Schlechten. Ich habe mich selten so in die Armlehnen verkrampft wie bei einigen Szenen in diesem Film. Jedesmal, wenn der Weltraumschrott seinen großen Auftritt hat, war ich bis in die Haarspitzen gespannt. Aber leider versagt der Film für mich ziemlich derb, wenn es darum geht, dass sich die Hauptdarsteller mit sich selber und der Einsamkeit und was weiß ich, beschäftigen. Die Personen haben einfach keine Tiefe, sind im Weltraum schwebende Klischees. Sie ist die labile Mutter, die ihren Sohn verloren hat und zum ersten mal im All ist und er ist der erfahrene Draufgänger. Gerade nach der Tonne an Lob, die über diesen Film ausgeschüttet wurde, hätte ich mir hier mehr versprochen. Leider enthält der Film zu viel Kitsch und dann auch noch einen derben Holzhammer, wo dann aber wirklich jeder verstanden haben sollte, dass sie es wirklich schlecht hat und wir alle verstehen würden, wenn sie einfach aufgibt und stirbt… wäre da nicht dieser Strohhalm… Und so ein bisschen mehr Verlorenheit in der Unendlichkeit des Raumes auch im filmischen, in der Darstellung, hätte den Film wirklich gut getan. Schade, schade. Trotzdem kann man sich den Film gut ansehen, man sollte halt nur nicht zu viel Geschichte und Persönlichkeiten erwarten. Aber für Action und Spannung ist der Streifen toll. Achja, der 3D-Effekt ist unfassbar überflüssig. Der Hintergrund ist schwarz… davor eine Figur, da brauche ich kein 3D!

Lone Ranger

Der zweite Film, den ich zuletzt gesehen habe, war der Lone Ranger. Ich kenne die Zeichentrickserie, hatte mich deswegen und wegen Jonny Depp auf den Film ursprünglich mal gefreut. Dann kam die vernichtende Kritik… ich ließ mich davon überzeugen und nun… jetzt hab ich ihn doch geschaut. Mein Fazit, er ist bei weitem nicht so schlecht wie er gemacht wurde. Er hört nur zu spät auf. Nachdem Tonto und der Ranger den Bösewicht gefangen haben, hätte es eigentlich vorbei sein müssen, aber dann gehen die Irrungen und Wirrungen doch noch weiter. Der Fiesling kommt frei und es wird allzu abgefahren. Man kann ihn sich ansehen… muss ihn aber nicht gesehen haben. Er hat keinerlei Herausstellungsmerkmal, er macht nichts besonderes, er ist im Prinzip eine schleicht Buddykomödie in einem Western-Setting. Übrigens, außer dass Depp den Indianer Tonto auch ein wenig jenseitig spielt, sehe ich wenig Parallelen zu den Karibik-Piraten und ohne Depp wäre der Film leider noch überflüssiger. Wenn man einen Filmsucht, für einen Abend – zum Beispiel nach einem Umzug – wenn man ziemlich geschafft ist, sich nur berieseln lassen will und vermutlich nach etwa einer Stunde einschalfen wird, ist dieser Film ideal, weil man das bessere Ende, das in der Mitte des Films mitbekommen hat. Nur am Morgen danach nicht denken, man müsste sich den Rest noch ansehen!

whd

White House Down war für mich eine totale Überraschung in mehrerlei Hinsicht. Zunächst war ich extrem überrascht, dass Ronald Emmerich doch noch leichte Actionkost drehen kann, ganz ohne zu viel amerikanisch-patriotischen Müll. Gegen Ende des Films war ich dann schon wieder überrascht und traurig, dass Emmerich doch wieder zu sich selbst gefunden hat. Die Szene mit der Fahne?!? Die [Spoileralert] Taschenuhr, die eine Kugel aufhält!?!?!? Ernsthaft!?!? Eieieiei, aber das schadet dem Actionstreifen meiner Meinung nach trotzdem nicht wirklich. Denn bis zu diesen letzten 10 Minuten, spielen Jamie Foxx und Channig Tatum einfach fantastisch miteinander. Es ist eine wilde Fahrt, mit kurzen Pausen zwischendrin, einer gut ausgewogenen Menge Humor und Explosionen. Prima! Dass natürlich auch ein total schlaues, digital-native-Kind dabei sein muss, geschenkt. Dazu noch der Comedic Sidekick, der blöde Fratzen schneidet und noch dämlichere Sprüche reißt… naja… trotzdem: Dieser Film ist wie Stirb langsam, aber wie der erste oder zweite Teil, nicht der Bullshit, der danach kam. Genau! Setzt Stirb langsam – wenn überhaupt – mit Channing Tatum fort – und wenn man dann noch glaubhaft Jamie Foxx als Präsident der USA als Teampartner in die Actionstreifen einbaut… Hitgarantie! Warum gibt es so wenig Filme, wo der Präsident ein waffenstarrender Actionheld ist? Vielleicht sollte der Tea-Party-Flügel der Republikaner Filme finanzieren, perfektes Marketing!

ff6

Zu guter Letzt und ganz kurz: Fast & Furious 6. Den Fünften fand ich richtig stark – er wei lso brain-dead war und auf alles gesch****en hat, was irgendwie sinn ergibt. Hirn abschalten, Realitätssinn für knappe zwei Stunden abschalten und huiiiiii, was eine Achterbahnfahrt. Ich hatte deswegen gehofft, dass der sechste Teil daran anschließt. Aber leider hat das nicht funktioniert. Er war in allen Belangen lahmer und weniger abgedreht als der fünfte und im Prinzip ging es nur darum zu sagen, dass Michelle Rodriguez Charakter doch nicht tot ist und man als Familie zusammenhalten muss… gäääähn. Kann man sich zwar ansehen, wenn man den fünften oder ersten Teil mochte (andere habe ich nicht gesehen), aber ehrlich gesagt… ich erinnere mich gerade nicht an mehr, als an das, was ich hier schreibe und so lang ist das nicht her, dass ich Vin Diesel beim heizen zugesehen habe… Ich könnte aus dem Fünften noch jede Actionszene nacherzählen, aus dem sechsten fällt mir nicht eine einzige ein.

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