Verkehrsgeschichte

Vor einigen Monaten hatte Wolle Tiefensee – unser Verkehrsminister – ja die bahnbrechende Idee, auf Autobahnbaustellen auch mal länger als gefühlte 20 Minuten am Tag arbeiten zu lassen, so dass die nervigen Dinger auch mal fertig werden, sogar nachts sollte gearbeitet werden – „Freie Straßen für freie Bürger“ [Anm.d.Red.: Entschuldigung? Nach fast 80 jahren Autobahn in Deutschland kommt man JETZT auf diese Idee? Irrenhaus…]. Gestern fahre ich also gut gelaunt Richtung Bonn über die A1 und ZACK, ich stehe im Stau wegen so einer verfluchten Baustelle. Und wer hat auf der Baustelle gearbeitet? Keine Sau! So und jetzt kommst du Wolle!

Ich bin ja eigentlich mittlerweile ein wirklich ruhiger Verkehrsteilnehmer, aber sowas bringt mich zur totalen Weißglut! Achja und was das Fass zum Überlaufen brachte, war so eine singende Schnalle, die mit ihrem total verbeulten türkis-grün-metallic italienischen Driss-Kleinwagen ohne Schulterblick von der linken auf die rechte Spur wechselte. Dabei meinte sie wohl den Dienstaudi (und mich) vollkommen zu übersehen und natürlich auch zu überhören, als er hupend „Ey du olle Hippe, das ist mein Platz“ brüllte, weil sie ja gerade das zweite Bild des zweiten Aktes aus La Traviata in ihre Fahrgastzelle schmetterte. Auch meine gestenreiche Erläuterung der Situation einige Sekunden später ignorierte sie. Aber gucken war wohl eh nicht ihre Stärke…

Kommentar verfassen