Fitness Protection Program

Ganz stolz kam ich aus Australien wieder, weil ich dort ganze 5 Kilo an überflüssiger Körpermasse verloren hatte. Zwar habe ich bei der Landung in down under nicht den erhofften Surfer-Körper zugeteilt bekommen, aber immerhin habe ich durch Eigeninitiative, einen längeren täglichen Fußmarsch zu Arbeitsplatz und zur Uni, asiatisches Essen und Känguruh-Fleisch selber an meinem Übergewicht gearbeitet.

Leider habe ich die 5 Kilos mittlerweile wiedergefunden. Oder die 5 Kilos haben mich wiedergefunden, wie auch immer. Waren zumindest nicht gut versteckt, sondern hielten sich in Maoam-Packungen, Eis und Gummibärchen-Tüten sowie Gyros-Tellern auf. Und noch viel schlimmer ist, dass die ihren Freunden erzählt haben, bei mir würde eine derbe Party am Start sein. Also haben sich nicht nur die 5 Kilos wieder bei mir eingenistet, sondern auch noch ein paar Kumpels.

Zumindest scheine ich jetzt nicht mehr ausschließlich nach vorne zu wachsen, sondern auch zur Seite, bravo! Aber damit ist jetzt Schluss! Und diesmal werde ich nicht mehr nur Gewicht verlieren, ich werde es vertreiben! Ich habe mich selber auf Zucker-Entzug gesetzt und Salat ist seit dieser Woche wieder als eigenständige Mahlzeit anerkannt, Visum als Mittagessen und Abendessen erteilt!

Bei Aldi gab es heute dann noch eine Jogging-Hose und atmungsaktive T-Shirts für kleine Euros und einen Mann mit zu dickem Rettungsring! Die Rocky-Trainingsmusik ist auch bereits auf das Walkman-Handy geladen und morgen früh beginnt somit dann offiziell das „Fitness Protection Program“! Gut… im Prinzip gibt es da ja nix zu beschützen, sondern erstmal herzustellen, aaaber ich fand den Titel einfach toll, weil er sich so schön vom „Witness Protection Program“ ableitet… aber egal, darauf kommt es nicht an!

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