Attacke der Killerfluffeltiere aus dem Weltall

Wann war eigentlich der letzte Film mit Aliens im Kin… oh! Prometheus… genau, der läuft ja gerade. Joa gut, aber wer vielleicht etwas seichtere, lustigere Filme mit Aliens mag, deren Budget nicht dem Bruttosozialprodukt eines Schwellenlandes entspricht, mindestens der sollte sich „Attack the Block“ ansehen, von dem Typen, der auch schon „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“ gemacht hat. Sogar Jack Frost ist mit dabei!

Attack the Block spielt irgendwo in einem ziemlich herunter gekommenen Wohnkomplex in Süd-London. Dort macht eine Gang von Halbwüchsigen die Gegend unsicher und überfällt die Armen und Schwachen. Während eines Überfalls kracht  ein Alien in ein Auto am Tatort, dass ohne viel zu zögern von der Jugendgang niedergestreckt wird. Die sind total stolz und happy und prollen gleich mal ein wenig mit ihrer coolen Aktion herum und tragen den Kadaver als Trophae umher. Ich mach es kurz ohne den Hintergrund zu verraten: Es kommen noch ein paar größere und fiesere Aliens nach, die der Gang und einigen Bewohnern im Haus ziemlich den Tag versauen. Die Jungs um den 15jährigen Anführer erleben eine wilde Action-Hatz mit schwarz-behaarten Viechern, mit grün schimmernden Zähnen – übgrigens ohne Augen.

So viel zum Inhalt. Ich halte das ganz bewusst ziemlich grob, denn wer das Ende schon kennt, hat nur noch halb so viel Freude an der Entfaltung der Geschichte.

Ich habe den Film auf englisch gesehen und das war schon eine Herausforderung. Die Jungs sprechen nämlich ziemlich derbes Pidgin-Englisch, da muss man sich erstmal reinhören. Das ist aber auch der wichtigste Grund, warum ich den Film lieber nicht auf deutsch sehen will, hier würden vermutlich Erkan und Stefan oder Sido… Bushido usw. engagiert, damit oft genug „Alder“ und „Ey Scheiße Alder“ geschimpft wird. Für einen Deutschen klingt das Englisch natürlich dann nicht ganz so schlimm, sondern eher unterhaltsam. – Oht Gott!!! Ob Engländer Erkan und Stefan unterhaltsam finden würden!?!?!? Ich will nicht drüber nachdenken!

Wie ganz oben schon erwähnt, ist der Film sehr sehr sehr zu empfehlen. Die Story ist schön und gut erzählt. Dinge die zuerst nicht sooo viel Sinn ergeben – wie zum Beispiel der Fakt, das sich die Aliens total auf die Gang konzentrieren bei Ihrer Zerstörungswut – werden am Ende aufgeklärt. Der Film driftet nicht in irgendeine (mögliche) Romanze ab und immer wenn es gerade so ein kleines bisschen langweilig werden könnte, kommen neue Charaktere kurz auf die Bühne, winken freundlich, sagen was lusiges und… nun… gehen auch bald wieder ab. Generell hat der Film keine großen Längen. Er ist wie auch – die schon oben genannten – Hot Fuzz und Shaun of the Dead straff durcherzählt, gibt dem Zuschauer aber ab und zu trotzdem die ein oder andere Verschnaufpause. Es ist kein Meisterwerk, aber für einen Abend unter Jungs mit einem Bierchen sehr zu empfehlen. Deshalb schreibe ich auf meine Jurykarte eine gute 75 und liege damit nah an der bei rottentomatoes verkündeten Zuschauerwertung von 74% und etwas entfernt vom übsrschäumenden Lob der Kritiker, bei dem ganze 90% für zusammenkommen. Wie dem auch sei: Angucken!!! Hier erst mal der Träller – aber vorsicht, der verrät schon ein bisschen was.

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