Baumgrenze? Ach die war doch da unten…

Sehr sehr sehr stolz präsentiere ich euch heute die Bilder und den Text zu unserem wirklich ausgedehnten 19km langen Hike im Banff-National-Park auf den Mount Bourgeau.

G-Man und ich hatten uns mehrere Hike-Optionen erläutern lassen und am Ende wurde der gewählte mit „My Lord of the rings-Walk“ überzeugend genug beworben. G-Man hatte ein bisschen Angst vor Gollum, aber der war wohl heute in Mordor unterwegs wurde uns versichert.

Der Walk war kein Rundweg sondern ein… ein… selbe Strecke hin und zurück Walk. Insgesamt standen uns knappe 9km bevor auf denen sich 1000 Meter Höhenunterschied „versteckten“ bzw. ziemlich auffällig präsentierten. Nach einem absolut seichten Start wurden wir von den ersten Serpentinen mit arg brutalem Anstieg ziemlich überrascht. Der Hike startete immerhin bei knappen 1400 Metern Höhe – die Luft war also dünn. Belohnt wurden wir nach dem Anstieg mit einem tollen See. Die sind hier zwar arschkalt aber dafür fein anzusehen. Der nächste Anstieg war dann noch einmal brutaler, vor allem weil er über ziemlich groben Schotter zum nächsten See ging. Dann noch ein kleiner „Hüpfer“ und wir waren sowohl über der Baumgrenze als auch ziemlich am Peak angekommen.
Gut, wir wurden häufiger von Leuten jenseits der 60 überholt und ein etwa 20jähriger (Luke) passierte uns joggend (!!!!!!) und lief sogar nochmal etwa 300 Metern und einiges an Höhe zurück, weil er seine Jacke vergessen hatte. „Roofing“ (Dächer bauen) habe ihn gestählt, erklärte er ziemlich trocken. Joa… ich vermute ja, er könnte auch bei Olympia in irgendeiner Ausdauersportart starten.
Wir haben für den Anstieg etwa 4 Stunden gebraucht (Luke zwei!!!!!!), aber wir haben natürlich auch fotografiert und gegessen und… ach… Der Abstieg mit Luke und seiner Schwester Rebecca ging mit knappen drei Stunden ein wenig schneller.
Nichtsdestotrotz danken G-Man und ich, dass wir mindestens klingonische Heldengesänge verdient haben, wenn nicht sogar einen nationalen Feiertag!
Die Galerie zeigt ein paar Highlights, insbesondere du großartige Aussicht auf mich… am Gipfel. Dann klickt mal hier zum Angucken und anschließenden Lied schreiben. Die unvermeidbaren Groundsquirrels dürfen auch nicht fehlen. G-Man hatte sogar Ziegen gesichtet, die auf dieser Höhe sehr selten sind. Geschickter weise hatten sie sich als Schafe (die viel häufiger vorkommen) getarnt. Aber meinen Mitbewohner täuscht man nicht so leicht!

4 Comments

  1. Grossartiger Bericht! Eigentlich komisch, dass am Parkplatz keine jubelnde Menge auf uns wartete… so im Nachhinein meine ich. Die Ziegen waren toll, was kann ich dafuer, dass die alle ein bisschen dreckig waren, so dass die Einheimischen sie von der Fellfarbe her fuer Schafe hielten.

  2. Männer, ich muss mich endlich mal zu Wort melden. Lese immer gespannt mit! Wünsch Euch viel weiterhin viel Spass – Ingo, es ist ein Genuß deine Texte zu lesen.
    Grüße aus dem Hafen, Carsten

  3. Ihr hattet Diet Dr. Pepper!!!! Trinkt gefälligst ein paar Dosen für mich mit!
    Und ich habe Fotos gesehen von… von… von… unglaublich!

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