Karstadt am Lake Luise

Endlich sind wir heute (07.05.08.211 – Korrektur dank G-Man) in Banff angekommen. Der Takakwa Falls Trail war nicht sooo toll wie von einer netten alten Dame beschrieben. Ich habe mich ein wenig wie in einer vergößerten Version des Hoppbruchs gefühlt. Das Highlight war ein Murmeltier und Ground-Squirrels (schon wieder), diesmal sogar streichelbar. Dabei sollten eigentlich am späten Abend in Field Bären noch das Nicht-Streichelbar-Highlight werden. Die gleiche Dame, die Takakaw empfohlen hatte, meinte, dass man an der sog. Natural Bridge in der Dämmerung häufig Bären bewundern könne. Wir hatten kein Glück. Und was die Mountie-Trefferquote angeht, sieht es auch miserabel aus. Die richtige Mountie-Uniform wirft der Kanadier wohl nur noch zu Paraden oder beim Wachwechsel in Ottawa über. Aber dafür gibt es alle Nase lange Stoffteddys mit Mountie-Uniform zu kaufen. Immerhin… Einen kleinen Zischenstopp haben wir heute in Lake Luise gemacht und in einem Lokal gegessen, das so ein wenig an eine besonders dreckige Karstadt-Kantine erinnert, in die sich eine asiatische Touristen-Karawane verirrt hat. Naja… Für das gebotene waren die Preise dann allerdings auf dem Niveau einer sehr sauberen Karstadt-Kantine. In Banff fühlt es sich nun an wie in einem Südsee-Touristen-Stranddorf in der Bergedition. Die Temperatur ist auch locker um die 30 Grad, dementsprechend ist auch der Kleidungsstil „angenehm“. Morgen gehe ich mit G-Man (so mag er im Ingoversum heißen) auf einen großen Hike nach dem Motto „es geht ein Hike nach (n)irgendwo…“. Mit lebendigen Bären in der Nähe eines Hiking-Trails oder des Highways rechne ich mittlerweile nicht mehr. Das aktuelle Hostel ist übrigens das HI Banff. Prinzipiell ist das super, aber leider ist hier gerade auch kein Internet. Ähnlich wie in Field, ist es zwar potentiell irgendwie schon vorhanden, aber es funktioniert dann halt doch nicht und keiner weiß warum bzw. entscheidet in den Rockies wohl der gute Petrus über surfen oder nicht surfen. Das ist nicht sonderlich schlimm, aber ich würde schon ganz gerne mal wieder den Nerd rauslassen und meine Blogtexte und auch die Bilder die wir hier mit extra viel Liebe täglich schiessen, nicht nur für mich selber auf meinem Netbook posten sondern der ganzen Welt zugänglich machen (das klingt so… erhaben). Na wenn ihr das hier lest, hat es ja dann funktioniert…

3 Comments

  1. Tut mir leid Dich korrigieren zu müssen, aber wir sind am 05. August in Banff angekommen und genau an diesem Tag waren wir auch im Karstadt-Restaurant…
    Interessant, wie mein Mitbewohner darauf reagiert, wenn er mal eine Weile offline ist… es setzt der Verlust jeglichen Zeitgefühls ein.
    Morgen, am 08.08. werden wir diese Tourismus-Hochburg dann übrigens wieder verlassen…

  2. Hallo von hier.

    Kann mir einen Ranger-Kommentar nun aber nicht verkneifen:

    Sowohl große (z.B. Bären) als auch kleine (z.B. Squirrels) Wildtiere bleiben nur Wildtiere, wenn man sie _nicht_ füttert, streichelt, usw., sondern sie einfach aus „der Ferne“ beobachtet. Dazu zählen auch die Täuschmanöver wie Fütter mit Steinchen: strikt untersagt….. von mir persönlich. Wenns sein muss, zieh ich meinen Ranger-Hut auf und wiederhole diese Anweisungen. (Ist aber leider auch keine Mountie-Uniform.)

    Da gabs einen schönen Spruch aus einem Provincial Park-Info-Faltblatt „A fed animal is a dead animal“.
    Soviel zu Euch Naturwanderern…..

    Meine Favoritenliste kommt auch bald… das Aufschriebeln dauert leider so lange. Vielleicht seid Ihr dann ja sogar noch in Kanada, wenn Euch die Liste erreicht….. hmpf.

    Vielste, liebste Grüße
    Bulldo

  3. Ok, Ranger Smith (nur um Missverständnisse zu vermeiden -> http://en.wikipedia.org/wiki/Ranger_Smith )
    , Du hast absolut Recht! Aber zu unserer Entlastung: An den Orten, an denen solches geschah, waren die Tiere einfach nicht mehr „wild“. Die Erdhörnchen (danke Viola!) haben ihre Baue direkt am Parkplatz an der Sehenswürdigkeit (z.B. Lake Morraine). Die haben ihre komplette Ökonomie auf die vielen, vielen tausend Zweibeiner ausgerichtet, die dort vorbeikommen (wie übrigens auch eine Menge anderer Zweibeiner).
    Die einzigen Tiere, die wir gefüttert haben, waren Mücken 🙁

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