Jägersmann

Noch zwei kurze Infos vor meiner Abreise:

Wir haben einen neuen Mitbewohner! Diesmal kommt er aus Australien und heißt wörtlich übersetzt „Jägersmann“. Damit er sich besonders schnell fortbewegen kann, hat er sechs behaarte Beine (männlich!!!!) und sollte sich vielleicht mal die Brust rasieren (männlicher!!!!). Zur Zeit wohnt er im Wohnzimmer, zunächst oben an der Decke, nach einem (erfolglosen) Tötungsversuch unseres Franzosen Greg dann jetzt allerdings hinter dem Schrank… Hoffentl… bzw. wahrscheinlich sitzt der Kerl da immernoch. Kann auch sein, dass er sich mittlerweile in ein anderes Zimmer zurückgezogen hat… Ob er Treppen steigen kann weiß ich nicht, wäre aber schön wenn nicht! Hier ein Bild vom „Huntsman“ und darunter ein kleiner Infotext:

Die Huntsman-Spider hat eine Körpergröße von ca. 2-4 cm, eine Spannweite von 10-15 cm und ist ein ekliges Exemplar mit behaarten Beinen. Ein Biss ist nicht lebensgefährlich aber schmerzhaft. Beißen tut sie jedoch nur, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlt. Die Huntsman ist die Spinne, der man als Australientourist am ehesten begegnen wird, denn sie hält sich oft und gerne in Häusern auf. Für viele Outback-Bewohner ist sie als Fliegen- und Moskitofänger sogar ein gern gesehener Hausgast.

Kurzer Zusatz: Wir haben keine Moskitos und keine Fliegen, ergo: Der Kollege ist KEIN gern gesehener Hausgast! Ich würde sogar soweit gehen, dass ich ihn NIEMALS gerne sehe!!!! Und außerdem will ich das Wohnzimmer zurück! Mal sehen wo das Gerät nach meiner Rückreise ist. Allerdings betrete ich ab sofort keinen Raum mehr ohne ausführlich alle Wände, Decken und Ecken zu scannen!

Es gibt aber noch eine harmlosere, zweite Info vor meiner Abreise. Heute Mittag nach der Arbeit ist mir eine Gruppe Demonstranten entgegen gekommen. Das ist deswegen erstaunlich, weil den Aussies hier immer nachgesagt wird, dass sie sich für so gut wie gar nichts interessieren. Aber bei wichtigen Themen scheint es sie dann doch auf die Straße zu ziehen. Heute war es die Aktion „Th-ink“, also „denken“ kombiniert mit „Tinte“. Der Schlachtruf (verstärkt durch den leichtsinnigen Einsatz eines Megaphons oder auch „Flüstertüte“) ging dann so: „1, 2, 3, 4 – We want cheaper ink in store“

Also wenn das nicht mal ein Grund ist auf die Straße zu gehen!? Sowas hab ich in Deutschland noch nicht gesehen! Da soll noch mal ein Mensch sagen; die Aussies interessieren sich für nichts! Wobei ich ja zugeben muss, dass die obdachlosen Aborigines am Straßenrand jetzt nicht sooo den Einsatz für die Aktion gezeigt haben…

3 Comments

  1. R-man, Du bist kleinlich^^ Wahrscheinlich hat sich der Jäger so schnell bewegt, dass Ingo nur 6 Beine wahrnehmen konnte und als medienkompetenter User hat er natürlich auch nicht blind dem Bild vertraut 😛

    Aber mal abgesehen davon, braucht man schon ein großes Glas, um die einzufangen und nach draußen zu bringen – man nimmt wahrscheinlich besser ’nen Eimer^^

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