Don’t talk to Jesus

Samstag, Karneval, Leverkusen: Ich habe ordentlich die Druck-Betankung angeschmissen, ein Konterbier jagte das Nächste! Und wie sich das für einen vernünftigen Durchlauferhitzer gehört, habe ich auch regelmäßig den Gang Richtung Keramik-Verkausfläche angetreten. Und dort ist es mir dann irgendwann passiert! Ich habe gegen das größte Gebot des Männerklos verstoßen: „Speech is your Enemy! Never say a single word, while in the bathroom! Not even to Jesus himself!“ Ich kam jedenfalls mit einem sehr betrunkenen Typen (mindestens Säufer-Champions-Legue-Platz) ins Gespräch. Der erzählte mir irgendwas von der Geschäftsführerin von Dior die er flachgelegt hatte, unaufgefordert! Gut, ich hatte ihn aufgefordert irgendwas zu sagen, sowas wie „Ey Alter, geile Alten hier, wah?“ Oder auch „Gibt es hier kein Alt?!“ Eigentlich ist es aber auch egal was er gesagt hat, das wurde eh schon während des Gesprächs direkt von meiner Platte gelöscht, aber das Schlimme an der ganzen Nummer ist ja eigentlich, man/ich bekommt diese Leute ja niemals mehr los!!!!

[Anm. des Red: „Leute“ heißt hier „Männer“. „Frauen“ bekommt man sofort und ungewollt wieder los, bzw. eigentlich bekommt man sie gar nicht „fest“ (Gegentiel zu „los“, haha). Es sei denn sie sieht vielleicht aus wie diese hier. Wenn das selbst bei ihr nicht klappt, dann sollte man sich Gedanken machen, weil man vielleicht so aussieht!]

Zurück zum Thema. Die besagten Leute merken auch nicht, wenn ich sehnsüchtig gen Lokal schaue/höre wo gerade das beste Lied aller Zeiten läuft. Selbst wenn Heidi Klum vorbeikommen würde, mich persönlich ansprechen würde mit den heiligen Worten „Ingo mach mir ein Rudel!“, würden DIESE Leute einfach weiter erzählen und mich im Extremfall sicherlich auch festhalten, damit ich nicht zur Tat schreiten kann, oder auch einfach nur fliehen!

Nach gefühlten drei Stunden habe ich es geschafft den Kollegen während des Gesprächs mit mehr oder weniger geschickten „Ey echt Alter!?“, „Boooaaaaahhhh“, „Ne klar!“, „Ey, hätt ich auch so gemacht!“, Schritt für Schritt Richtung Lokal zu ziehen und mich dann mit einem „Oh, da vorne schaut meine Perle schon ganz böse!“ [Anm. d. Red. darauf folgt ein mitleidiger Blick des Gesprächgegners und ein unpassender Kommentar] zu verabschieden…

Ob Heidi Klum an diesem Abend zu dieser Zeit kurz vorbeigeschaut und nach mir gesucht hat, werde ich wohl nie erfahren…

P.S. Die normale Reaktion, wenn man diese Geschichte seiner Freundin erzählt ist: „Ach toll, jetzt war ich wieder die Böse, ja!?“

One Comment

  1. Deswegen haben ja socialnetworking Systeme wie Face Book oder StudiVZ solchen Erfolg: Labert Dich einer dicht, klickst auf „ausblenden“, „nicht mehr mein Freund“ etc. und gehst in Ruhe Ausschau (oder: „Ausklick“, for that matter) nach hübschen Mädels halten…

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