Gelandet

Endlich! Ich bin down under! Heute morgen um 5:10 Uhr australischer Zeit habe ich australischen Boden betreten. Ich hätte gerne die Rollbahn geküsst, aber die Gangway hatte überraschenderweise keine Stelle, wo ich raushüpfen konnte. Aber ich bin ja auch nicht der Papst, geht also auch so.

Der Flug war extrem ruhig. Leider konnte ich nicht wirklich schlafen. Insgesamt waren es vielleicht drei Stunden von den 20 Flugstunden. Ich weiß auch nicht wirklich woran es lag. Aufgeregt war ich gar nicht, die Flüge waren super. Erst ging es ja nach Frnkfurt. Dort waren mehr Piloten als andere Fluggäste an Bord [Anm. d. Red.: Praktisch, denn ich bilde mir ein, dass ich nur dann unruhig werden muss, wenn die Passagier-Piloten unruhig werden.]. Danach ging es dann in die große Boeing 747-400 von Qantas, erst nach Singapur und dann nach Sydney. Während des FLuges hatte ich teilweise sogar vergessen, wie weit ich über Mutter Erde bin. Nur die laute Klimaanlage und die wenige Beinfreiheit haben immer wieder daran erinnert.

Der Flug von Singapur nach Sydney war dann etwas anstrengender. Neben mir hatte sich eine Österreicherin mit Kleinkind niedergelassen und ich habe gelernt: Kleine Kinder können JEDES erdenklich Geräusch machen, bis auf eines: KEINS! Himmel-Herrschafts-Zeiten! Und immer wenn „Lukas“ schrie, jaulte, wiente, grunzte, würgte, lachte, gluckste, zielte er damit Richtung meines Ohres, als wäre ich der Grund erdenklichen Übels. Dabei habe ich eigentlich nur geatmet. Nagut… vielleicht war das doch schon zuviel.

Aber egal! Ich bin ja da. E-Man hat mich heute morgen in meiner neuen Bleibe in Empfang genommen. Außer dass es hier keine Heizung gibt und das Internet ungewohnt langsam und teilweise zickig (sprich einfriert) ist alles super. Schönes Haus, schöne Zimmer, zu den Mitbewohnern kann ich noch nichts sagen, die hab ich nur ganz kurz mal gesehen. An die Sache mit der Heizung werde ich mich spätestens im Sommer gewöhnen, an das Internet wahrscheinlich gar nicht. Es gibt übrigens eine kleine wandelnde Heizung. Ein kleiner Malteser (?!) – ich meine die Hunderasse – der ist aber so klein, dass er kaum als Handwärmer taugt. Außerdem neigt er dazu sich immer wieder wegzubewegen. Moment… der pinkelt doch wohl gerade ni…

Bilder habe ich bei der ersten Stadterkundung heute auch schon gemacht. Hochladen werde ich die aber erst in den kommenden Tagen, das würde jetzt zu lange dauern. Wir haben mittlerweile 16:30 Uhr Sydney-Zeit und ich habe immer noch nicht geschlafen…

Mehr gibt es in den kommenden Tagen! Nochmal dank an alle, die mir einen guten Flug gewünscht haben, es hat geholfen! Und an den B-Man noch die Info: Trotz der Notunterwäsche im Handgepäck ist der Koffer angekommen. Bitte füge das zu deiner Erhebung hinzu!

Schlüssel zum Auszug

Herzlichen Dank an Alle, die mir gestern bei meinem Umzug geholfen haben. K-Woman hat angestrichen und abgeklebt – in umgekehrter Reihenfolge. G-Man, D-Man und R-Man haben beim Schleppen geholfen und trotz zahlreicher schwerster Hanteln [Anm.d.Red.: die ich regelmäßig für mein Bodybuilding nutze] nicht gemeckert. Danke auch an den edlen Spender des Vans! Ab sofort kaufe ich in Deutschland, egal wo ich wohne nur noch dort Pflanzen aller Art.

Ein großer Extra-Dank geht dann noch an V-Man, den ich aus K. am R. in die verbotene Stadt bitten musste, um mir die Türe zur WG zu öffnen. Da ist man fast komplett ausgezogen, und dann verwechselt man den Schlüssel von K-Woman mit dem eigenen. Vielleicht hätte ich den Schlüssel aus der Hosentasche holen und anschauen sollen, statt nur zu fühlen, ob ich überhaupt einen Schlüssel in der Tasche habe…

So, keine Zeit mehr, ich muss aufbauen, putzen usw…

Generalprobe

Tja, ich bin noch nicht ganz in Sydney, aber anscheinend scheint bei den „Sydneyanern“ die Vorfreude auf meinen Besuch zu steigen! Vielleicht ist das die Erklärung, warum der Herr in dem Video schon mal für die Begrüßungsmilitär-Parade gübt hat. [Anm.d.Red.: den deutschen Bericht von Reuters findet ihr übrigens hier.]

[Anm.d.Red.: Das ist ja schon fies, dass die BBC das Einbetten von Videos auf die HP nicht erlaubt! Um es direkt bei Youtube zu sehen, müsst auf den Youtube-Button unten rechts klicken.]

Aber wegen mir hätte er nun wirklich nicht das Umspannwerk und Telefonzellen zerfahren müssen. Wegballern hätte es auch getan und hätte mir direkt einen Eindruck vom Begrüßungsfeuerwerk gegeben.

Wie die Begrüßung im Endeffekt ausfallen wird, zeige ich euch dann nach meiner Ankunft auf den ersten Bildern. Ich bin jetzt schon ganz hibbelig… Panzer… toll!

Speed Dating

Kaum verlässt man die Butze und steigt in die Straßenbahn passiert einem wieder etwas berichtenswertes, so wie letztens noch.

Heute hatte es der Bahnfahrer – nennen wir ihn Horst – heute hatte Horst es richtig gut mir mir gemeint. Zunächst mal fuhr er mit gefühlter Lichtgeschwindkeit die Strecke Richtung Innenstadt und dann schaffte er es noch durch besonders ruckeliges Anfahren mir heiße Kontakte zu noch heißeren Schnittchen zu verschaffen. Dank Horst hatte ich nämlich einen Dreier in der Straßenbahn! Neidisch? Ob das übrigens was mit der Aktion „Rein Bahn“ zu tun hat, weiß ich nicht (zumindest steht nichts dergleichen auf der HP). Aber wenn man will, klingt es zumindest in diesem Kontext versaut!

Jedenfalls: Bei einem dieser ruckeligen Anfahrer saßen nämlich zwei Mädels noch nicht am Platz und segelten deswegen auf mitten auf meinen Schoß! Beide gleichzeitig! Hammer oder? Extrem-Körperkontakting! Das ist doch nett, dass Bahnfahrer einem jetzt auch beim Dating helfen, oder?

Nagut, man sollte dem Bahnfahrer vielleicht einen kleinen Zettel mit Vorlieben, Typbeschreibung usw. geben, denn die beiden Mädels heute hießen vermutlich Gisela und Hildegardt. Vermutlich, weil wir vor, während und nach dem „Schmusen“ viel zu aufegerget waren noch unsere Namen auszutauschen. Achja… Gisela und Hildegardt waren etwas „reifer“… 70+ würde ich sagen. Also nicht ganz so mein Geschmack. Aber wie sagt man so schön: Der Gedanke zählt. Trotzdem bereite ich jetzt schon mal einen Zettel mit Typbeschreibung vor, man weiß ja nie…

Luxus Schlägerei

Wenn man (mindestens) eine Ausbildung gemacht hat, die etwas mit Werbung zu tun hat, dann schaut man unweigerlich Werbung mit anderen Augen. Zumindest ich! Ich überlege dann, ob der Spot für die Zielgruppe die richtige Ansprache enthält, ob er im richtigen Umfeld platziert ist, sowas eben.

Heute musste ich das erste mal den Werbespot von „kinder Maxi King“ sehen. Dieser Spot spricht die Herrschaften an, die wohl auch mal gerne zu einem 50-Pfennig-Hip-Hop-Konzert gehen. Da (in diesem Fall meine ich den Werbespot) wird gebollt, die dicken Karren werden präsentiert und bollige (alberne) Ketten werden in die Kamera gehalten und die oblgatorischen spärlich angezogenen Mädels dürfen auch nicht fehlen. Ich gehe auch mal davon aus, dass Ähnlichkeiten zu bekannten Hip-Hoppern nicht ganz zufällig sind. Alles ist selbstverständlich untermalt von einem so schlechten Rap-Song, für den keine Bewertungsskala reichen würde. Am besten schaut ihr euch dieses Machwerk einiger total kreativer Werbeagenturmenschen einmal an:

Nun gibt es in der Werbung ja auch das Gebot des „DAU „, des „dümmsten anzunehmenden Users“. Will heißen, dass die Botschaft so einfach verpackt sein sollte, dass auch der Kollege der – außerhalb von Counterstrike – noch nie eine Schule von innen gesehen hat, die Werbemessage verstehen kann, OHNE seinen Grips anzustrengen. In diesem Kontext gibt es auch Untersuchungen, dass sehr viele englische Werbeslogans nicht richtig verstanden werden. So weiß die RP zu berichten, dass zum Beispiel der Spruch „Fly Euroshuttle“ unter anderem so verstanden wird: „Der Euro-Schüttel-Flug“. Diese wichtige Info hatte anscheinend auch der verantwortliche, kreative Kopf für den Spot von „kinder Maxi King“ im Kopf. Folgerichtig dachte er sich wohl, dass er „Schmeckt lecker“ (oder so ähnlich) besser nicht mit „Tasting delicious“ oder ähnlichem übersetzen sollte. Es musste also ein cooles, englisches Wort gefunden werden, dass ähnlich wie „schmecken“ klingt.. grübel.. grübel… SMACKING!!!! Also heisst der „Claim“ jetzt „Smacking Deluxe!“. „Smacking“ klingt halt toll und „deluxe“ ist sowieso ein Hip Hopper-Wort, voll prall und fett!

Soweit so gut, ihr wisst bestimmt schon worauf ich hinaus will? Ist man nämlich kein „DAU“, sondern strengt sein rudimentäres, im Englischunterricht erworbenes Wissen an, dann stellt man schnell fest, dass „to smack“ nur im besten Fall sowas wie „Beigeschmack“ bedeutet, aber üblicher ist die Übersetzung „Tracht Prügel“. Zusammen mit deluxe ergibt das also dann eine „Luxus Tracht Prügel“… ahhhhh ja!

Ob diese Message so gewollt ist? In Frankreich dürfen fremdsprachige Slogans übrigens nur dann verwendet werden, wenn die französische Übersetzung klein darunter steht. Das wäre hier doch mal richtig spaßig! Ansonsten warte ich auf die Masochisten die von „kinder“ einfordern, den Hintern versohlt zu bekommen.

Da habe ich den Werbefachleuten wohl zu viel zugetraut… Der Claim heißt „Snacking deluxe“ nicht „Smacking deluxe“. Da hab ich statt dem „N“ ein „M“ gelesen. Aber es hätte so toll zu dieser dämlichen Werbung gepasst! Eigentlich schade…

Jedi Ritter

Nachdem ich gerade ganz überlegen und mit unglaublicher Spielkultur beim Fußballspiel „Sensible Soccer 2006“ alle nur erdenklichen Titel auf mich vereinen konnte (zumindest was man so in zwei Spielen an Titeln gewinnen kann), werde ich ab sofort mit Augenbinde Computerspiele spielen. Sonst ist das einfach keinerlei Herausforderung mehr für mich.

So! Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, fahre ich jetzt mit der Augenbinde zu meiner Oma! Mit meinem Auto! Ich am Steuer! Möge die Macht mit mir sein!

Der Supertitte

Schon wieder Bild.de, ich weiß…

Bild-Online meldete gestern, dass „Superstar Lorenzo“ zur Frau wird. Gut, man muss Lorenzo nicht kennen, er war bei einer „Schland sucht den Superstar“-Staffel ein relativ schwul anmutender Kandidat. Aber der Bild-Artikel enthält Gott sei Dank auch Bilder, wer also mal eben schauen möchte; keine Sorge, ich warte so lang mit dem weiterschreiben…

Fertig mit Lesen und Gucken? Wer den Text bis zum Ende gelesen hat, dem müsste aufgefallen sein:

  1. Drei OPs werden beschrieben, dort ist nur von Kinn, Nase und Augenlidern zu lesen. NICHTS, ich wiederhole NICHTS von einer OP im „Lendenbereich“. Und ich bin mir sehr SEHR sicher, dass ich im Bio-Unterricht soweit aufgepasst habe, dass es nicht Nase, Augenlider und Kinn sind, die den „kleinen“ Unterschied zwischen Mann und Frau ausmachen.
  2. Am Ende des Artikels steht der bemerkenswerte Satz „Ich habe als erstes meine Brüste aus dem Koffer geholt, meinen Bikini angezogen und mich richtig als Frau gefühlt!“ Aus dem Koffer geholt und als Frau gefühlt!?!? Hallo!?!? Aus dem Koffer? Welche Frau holt sich ihre Titten denn bitte aus dem Koffer!?!??! [Anm. d. Red.: Entschuldigt meine Rüde Ausdrucksweise, ich echauffiere mich gerade eine wenig.]
  3. Noch weiter am Ende steht, dass nächstes Jahr Brüste und Po an der Reihe sind. Also schon wieder nichts vom kleinen Lorenzo-Klabautermann!!! – Brrrrrrrrrrrrrrr…

Als Sahnehäubchen oben drauf fühlt sich Lorenzo laut Überschrift „endlich richtig sexy“. Na das ist doch die Hauptsache, auch wenn ihm da wahrscheinlich nicht sehr viele Herren beipflichten werden. Vielleicht ist es auch zusätzlich noch ein bisserl unromantisch, wenn er mit seinem „Lover“ im Bett liegt und fragt „Du Schatzi, soll ich die Brüste angeschnallt lassen, oder soll ich sie ablegen?“ Aber so sexy wie er ist, kriegt er das schon (Achtung Brust-Wortwitz:) „geschaukelt“!

Voll druff!

Die Bild fragt heute in ihrer Onlineausgabe wem Deutschlands Bürger vertrauen und verkündet „Jauch schlägt den Bundespräsidenten“. Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat, weiss ich allerdings nicht, wird auch leider in dem Artikel nicht beantwortet. Vertrauen und Schläge sind jetzt meiner Meinung nach nicht unbedingt… also das gehört halt nun mal nicht unbedingt zusammen, oder? Na vielleicht mal ein freundschaftlicher Klapps wenn man gerade „Ha, hab ich es dir doch gleich gesagt!“ sagt. Oder ein zärtliches Tätscheln wenn man sagt „Das tut jetzt gar nicht weh!“ [Anm.d.Red.: Übrigens weiß ich, wie es SEHR es weh tut, wenn der Arzt sagt „Das wird jetzt sehr weh tun“. Betet, dass der Arzt immer sagt „Das tut jetzt gar nicht weh“. Betet!!!!]

Aber zurück zu Günther Jauch. Ich hätte gar nicht gedacht, dass der so ein Raufbold ist. Laut Forsa und Bild-Artikel, geniesst er mehr Vertrauen als der Horst, also gar kein Grund für eine von Neid geprägte Prügelei. Vielleicht war es aber auch ein lustiges, karitatives Spiel auf dem Sommerfest auf Schloß Bellevue zu dem der Bundespräsident geladen hatte, „Hau den Hotte“, oder so ähnlich. Weil sonst hätte die Bild doch bestimmt sowas geschrieben wie „Jauch verdrischt Bundespräsident – Droht jetzt die Abschiebung in den Türkenknast!?“ und dann Jahre später: „Jauch aus dem Knast raus – Jetzt ist er sogar noch schöner!“

Das Ergebnis der Umfrage ist aber auch eigentlich nicht verwunderlich, ist der Günni in den Medien doch auch um einiges präsenter als unser Bundes-Horst. Gut, warum jetzt gerade Jogi Löw auf Platz 2 ist und Peter Kloeppel auf Rang 3, weiß ich auch nicht, aber wenn Forsa das herausgefunden hat… Interessant ist aber, wer sonst noch so vertrauenswürdig ist: Marion Adorf, Härbääärt Grönemeyer, H.D. Genscher, Uwe Seeler, Königin Sylivia von Schweden… BITTE WIE?  Königi… Ach egal! Jedenfalls ist unser Lieblings-Hotte erst auf Rang fünf der 100 vertrauenswürdigsten Deutschen zu finden. Wie gesagt, gar kein Grund für Günther ihm einen Schwinger zu mitzugeben!

Naja, hoffentlich hat sich der lieb gewonnene Günther dabei nicht – genauso wie Wladimir Klitsch-K.O. am Samstag – die linke Hand gebrochen… Zumdindest vor dem ukrainieschen Haudrauf ist der Horst dann aber im Moment wenigstens sicher. Aber VorsichtHorst, nicht übermütig werde, notfalls holt der Wladimir einfach „seine Bruder“! Der sucht ja noch einen Gegner für sein Comeback.

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[Anm. d. Red.: Eine Blog-Neuerung will ich noch kurz verkünden: Ihr seht jetzt rechts in der Sidebar auch das aktuelle Wetter und die Uhrzeit in Sydney. Wer jetzt schmunzelt, dass das Wetter aktuell dort nicht besser ist als hier: Dort ist jetzt Winter, ich will also keine Lästereien hören.]

Zug-Um-Zug

Erkenntnis der letzten Tage: Umziehen macht keinen Spaß.

Zunächste macht der Gedanke an einen Umzug an sich keine Freude. Wenn man dann so langsam Kisten packt, fällt einem auf, dass man ganz viel Kleinkram hat, den man auch – zu allem Überfluß – noch braucht aber nicht so recht weiss, wie man den in den riesigen Kartons unterbringen soll. Bücher und Zeitschriften sind auch doof. Vermeintlich schlank, aber dennoch eine Tonne schwer. Sie würden auch alle in einen Karton passen, aber wer will den tragen? Arnold ist ja gerade mit Klimaschutz in Kalifornien beschäftigt.

Dann stehen diese doofen Kartons auch noch blöd im Zimmer rum und verschandeln das Wohngefühl für die letzten Tage vollkommen. Vermutlich ist das von der Schöpfung so gewollt, damit die Trennung von der alten Bleibe icht so schwer fällt und man zusehends von einem „Ich-will-hier-raus“-Gefühl übermannt wird. Es könnten weniger Kisten sein, die das Zimmer schmücken, aber sie sind alle nur halb voll, weil sonst viel zu schwer [Anm. d. Red. siehe die Arnold-Problematik weiter oben]. Dann muss man auch noch Schränke, Betten, Tische, Stühle usw. abbauen nur um sie für ein paar lausige Minuten lang transportieren zu können. Und wenn dann der Tag des Umzugs kommt, muss man alles in ein weit entfernt parkendes Auto packen und es nach der Fahrt zum Zielort auch alles in noch weiter entfernte Räume tragen.

Und was kommt dann? Aufbauen und auspacken… Achja, zwischendurch habe ich das putzen vergessen! Und das Anstreichen! …noch was?

Es gibt eigentlich nur Eines was schlimmer ist als selber umzuziehen: Freunde die umziehen! Die wohnen nämlich grundsätzlich im 5. Stock eines Altbaus mit engem Treppenhaus und rutschigen 100 Jahre alten Stufen. Zumindest gefühlt für den Moment. Aber man hilft ja trotzdem… gern…

Petrus zum Rapport!

Es ist Sommer und keiner geht hin, könnte man sagen. Ich glaube der gute alte Petrus hat sich das anstregende Fordern nach Schlecht-Wetter der ganzen „Jetzt muss es aber dringend mal wieder regnen“-Nörgler aus dem sonnigen Mai zu sehr zu Herzen genommen!

Übrigens sollte mir so einer nicht unter die Augen kommen! Ich hatte nämlich eigentlich gehofft, hier noch strahlenden Sommer abzugreifen, bevor es gen Sydney geht. Aber nööö, es muss ja regnen wie blöde!

Ganz blöde ist, wenn man der Rasenmähermann ist. Der wollte nämlich bei uns heute wieder unglaublichen Krach machen und ganz nebenbei den Rasen stutzen. Wenn man so drüber nachdenkt, ist das doch eigentlich bescheuert, dass man für so etwas stilles, weiches, sanftes, beugsames so unglaublich laute Maschinen braucht, oder? Egal, jedenfalls hat der Rasenmähermann wohl aufgegeben. Hab mich eh schon gefragt, wie der den Rasen kürzen will, wenn der platt am Boden liegt…

Ah jetzt hab ichs! Jetzt weiß ich warum der Mäher so laut ist! Um das Gras vor Schreck aufzurichten! Deswegen „mähen“ diese… diese… – wie heißen noch gleich die Tiere die „Mäh“ machen? Ziegen? – Ziegen ja auch! Wenn die Wiese nämlich nass ist, und die guten Ziegen Hunger haben, müssen die das Gras ja auch erstmal erschrecken, damit es sich aufrichtet und es sich lecker abbeißen lässt. Und da Ziegen ja permanent so eine Art Holzschuh anhaben, wissen die natürlich auch nicht, wann die Wiese trocken ist, mähen also profilaktisch einfach immer! Wäre ja auch doof, wenn die armen Tiere noch so ein Stück Humus mitessen müssen, nur weil das Gras so flach am Boden liegt, dass es sich nur mit Muttererde kombiniert pfücken lässt. Bäh!

Wieder ein Beispiel wo die Natur ein Vorbild für die moderne Technik war! Bleibt nur zu hoffen, dass die kommenden Gras-Generationen nicht irgendwann immun sind gegen den Lärm. Aber dann könnte man vielleicht auf laut spielende Kinder ausweichen! Die funktionieren bei Regen allerdings auch nur drinnen.