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die welt aus der sicht eines dorfmenschen
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One Aua Photo

ingo | 30. Juli 2007

Anscheinend mache ich auf fremde Menschen neuerdings einen so vertrauenswürdigen Eindruck, dass sie mir seit dem Flughafen-Zwischenstopp in Frankfurt regelmäßig ihre Kameras in die Hand drücken. In Frankfurt waren es zunächst zwei Mädels, dann vermehrten sich diese beiden zu einer ganzen Gruppe von Leuten – erstaunlich schnell übrigens… in ca. 10 Minuten, ich vermute Zellteilung und Doping! Diese Gruppe sollte/durfte ich dann auch noch mit mehreren Digi-Cams fotografieren. Im Flieger gen Singapur war da dann ein älteres Ehepaar, dass meine Foto-Fähigkeiten von mir einforderte. Aber der absolute Höhepunkt geschah in Sydney.

Hier war am „Circular Quay“ – einer Hafengegend – ein „Aroma-Fest“. Dort konnte man zahlreiche Sorten Kaffe, Tee und Schokolade testen, Live-Musik gab es noch als Stimmungs-Dreingabe oben drauf. Ein älterer Asiate kam schließlich auf mich zu, und wollte, dass ich ein Foto mache. Kein Problem für mich natürlich, dachte ich… Zu diesem Zeitpunkt ging ich aber noch davon aus, dass er meinte, ich solle seine Töchter und ihn fotografieren. Zur selben Zeit standen dort nämlich 5 junge Asiatinnen, die sich ebenfalls für ein Foto aufstellten. Dass sie von jemand Anderen fotografiert wurden, habe ich durch den Sucher der Kamera nicht erkannt. Ich habe jedenfalls munter zwei Fotos von den Mädels gemacht (mich noch kurz gewundert, warum der alte Herr nicht bei ihnen steht) und als ich die Kamera senkte und der alte Mann auf mich zu kam, bemerkte ich plötzlich, dass er ein Stück weiter links, außerhalb des Fotos, stand… Gott sei Dank, war es keine Digital-Kamera, so dass er erst daheim merken wird (oder gemerkt hat), dass ich seine jüngeren Landsfrauen fotografiert habe, statt ihn. Seit diesem Event hat mich übrigens niemand fremdes mehr um ein Foto gebeten… Voodoo-Zauber…

*** Eilmedlung *** Eilmeldung *** Eilmeldung *** Eilmeldung ***

Nachdem die Spülmaschine heute den Geist aufegeben hat und ich bereits einmal spülen musste und zusätzlich seit heute noch ein Heizöfchen im Zimmer stehen habe, klettert die Spülmaschine auf der Liste der wichtigsten Erfindungen wieder gen Spitze.

Tja, so schnelllebig ist die heutige Zeit. Ich bin selber total überrascht!

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Ranglisten

ingo | 29. Juli 2007

Während ich im Wohnheim in Düsseldorf wohnte war ich der Meinung die größte Erfindung der Menschheit sei die Spülmaschine. Verständlich, denn wir mussten ja jeden Sch*** per Hand waschen. Das macht natürlich GAR keinen Spaß. Seit ich in Australien bin, hat sich das ein wenig verändert, wir haben hier nämlich eine Spülmaschine! Und schon verliert diese technische Errungenschaft einige Plätze in der ewigen Rangliste der sinnvollsten Erfindungen. Auf Platz eins dieser Liste ist nämlich mittlerweile die Heizung geklettert. Und die stürmte quasi ganz unerwartet und aus dem Nichts an die Spitze der Charts. Mal sehen, wie sich das entwickelt, wenn ich wieder daheim bin oder wenn es hier richtig warm wird.

Apropos Spülmaschine! Das erste wilde, lebendige Tier das mir begegnet ist, ist eine Kakerlake! Ist das nicht totale… Scheiße? [Anm.d.Red.: Oder auch „Scheisa“ wie man schottischer Noch-Mitbewohner Stuart sagen würde] Das Drecksvieh krabbelte in einem Sieb in der Spülmaschine herum. Kurze Zeit nach dieser Entdeckung ist sie dann – wie man es ja auch mit Fisch machen kann – lecker gedünstet worden, als das Maschinchen seiner Berufung nachging. Gesehen hab ich das krabbelnde Insekt seitdem nicht mehr. Hatte sie auch nicht mit Alufolie eingewickelt aber diese Viecher halten ja auch einfach nicht still und essen wollte ich es ja eh nicht. Ekelhaft! Seit dieser Begegnung bin ich nun etwas „vorsichtiger“ bevor ich in die Maschine greife.

Das zweite wilde Tier was mir begegnet ist, war ein Känguru. Ohne Haut und Haare, lecker in handlichen Stückchen aus der Bratpfanne. Man muss den Viechern am besten bereits VOR der ersten Begegnung mitteilen, wer am Ende der Nahrungskette steht! Sonst werden die noch aufmüpfig. Jetzt muss ich mir nur noch eine Kerbe in den Pulli „nähen“, so wie früher die Piloten für jeden Abschuss, sonst erkennen die mich ja nicht…

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Bus Stop

ingo | 28. Juli 2007

Ich habe einen Pulli von “Kappa” auf dem in Brusthöhe der Schriftzug “Brazil” prangt. Insgesamt ein schöner und wärmender Pulli. Aber anscheinend scheint man in Australien noch nicht so viel von Schriftzügen auf Pullis gehört zu haben. Trotz meiner eher blassen Hautfarbe werde ich doch glatt regelmäßig gefragt, ob ich aus Brasilien stamme… Ich habe mir nun gestern einen Pulli von “Puma” gekauft, auf diesem steht ganz einfach “Puma”. Jetzt bin ich mal gespannt, ob mich jemand fragt, ob ich ein Puma war/bin oder von einem abstamme…

Den Pulli habe ich übrigens aus einem Designer-Outlet hier in Sydney. Das liegt im Stadtteil “Homebush”, der eine halbe Stunde Bahnfahrt plus Busfahrt vom Zentrum entfernt ist. Die Anreise ist ziemlich nervig und lohnt sich auch nicht wirklich. Wenn der Busfahrer beim einsteigen übrigens sagt, dass er Bescheid gibt, wenn man am Zielort angekommen ist, dann macht er das (zumindest bei unserer gestrigen Fahrt) ohne Mikro. Also setzt man sich am besten in seine Nähe!

Ich war gestern mit dem C-Man dort, unser letztes, gemeinsames Event in Sydney, quasi. Aber gelohnt hat es sich nicht. Für einen Pulli so weit zu fahren… näää! Vielleicht muss man mehr Skater oder Surfer sein um den sehr weit und lang geschnittenen Modellen von Billabong, Rip Curl usw etwas abzugewinnen zu können. Mein Ding war es nicht. Schöne Schuhe gab es auch nicht und Tommy Hilfiger ist selbst im Outlet noch zu teuer!

Besonders nervig war die Rückreise. Man muss dazu wissen, dass Busse nicht zwingend dann kommen, wenn sie es laut aushängendem Plan sollten. Die kommen eher wann sie wollen. So mussten wir gestern ca. 45 Minuten statt 20 auf den Bus warten. Sehr viel länger waren wir auch nicht im Outlet. Ich habe ja die Vermutung, dass die Zeiten die auf den Busplänen stehen, eher Zeiten sind, wann an dieser Stelle überhaupt mal ein Bus gesehen wurde. Dass er dann immer wieder dort auftaucht, ist natürlich nicht selbstverständlich.

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Surfer-Figur

ingo | 27. Juli 2007

Bisher ist mir noch kein Laden aufgefallen in dem ich eine Surfer-Figur kaufen kann. Surfbretter waren allerdings schon häufiger im Angebot… Tja, dann muss ich wohl vorerst mit meiner eigenen Figur vorlieb nehmen.

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Kranke Fotos

ingo | 25. Juli 2007

Ich hasse es wirklich! Da bin ich gerade am anderen Ende der Welt und was gibt es hier auch? Menschen? Klar! Tiere? Jo auch klar [Anm.d.Red.: Wenn mir mal einer sagen würde wo die Kängurus, Emus und Koalas sind? Na zumindest hat mich noch kein Hai gefressen...]! Stühgle? Tische? Bänke? Gibts hier alles! Aber worauf wartet man mit Sicherheit nicht? Genau, auf eine Erkältung! Da ist man nicht mal eine ganze Woche da und schon hat man sich erkältet. In diesem Fall ist “man” natürlich “ich”. Ziemlich nervig, vor allem weil ich vermute, dass es nachts passiert ist, als im Haus mal wieder unterirdische Temperaturen herrschten.

Besonders doof ist das wenn die Uni losgeht und man sich kaum mit seinen Komolitonen unterhalten kann, weil man kaum Stimme hat! Nein ich leide nicht, ich bin genervt! Heute waren nämlich die ersten zwei Einführungsseminare. Eins ging darum wie man zitiert und das andere wie man die Online-Suche in der Bib nutzt. Ich will jetzt nicht sagen, dass das total überflüssig war… aber… doch war es! Was solls, mit ein bisschen mehr Stimme hätte ich bestimmt nette Leute kennen lernen können.

Grund dieses Postings ist aber eigentlich, dass ich neue Bilder online gestellt habe! Ich sitze hier nämlich gerade in der Uni und nutze das WLAN um Bilder hochzuladen. Von zu Hause aus ist das ja leider nicht möglich – immer noch nicht. Vermutlich… hatte ich das schonmal geschrieben? Egal! … vermutlich wird das auch bis Anfang August so bleiben. Außer ICQ und laaaangsamer Seitenaufbau läuft da mal gar nix, Skype leider auch nicht.

Aber zu den Fotos: Verlinkt sind sie natürlich wieder und übrigens findet ihr den Link zur Foto-Seite auch rechts in der Sidebar unter der Rubrik “Blogroll”. Einfach auch “Bildergallerie” klicken!

Vielen Dank an dieser Stelle auch für die zahlreichen Kommentare! Freue mich immer etwas von euch zu lesen. Erstaunt war ich allerdings, dass ihr erstaunt ward, wie “gut” meine erste Fotoserie war. Habt ihr mir das nicht zugetraut? Naja, das Motiv macht es halt. Aber vielleicht finde ich mit meinen neuen Bilderserien ja zu alter Schwäche zurück!

Als Bonus noch ein schönes Bild aus “The Rocks”. Dort gibt es ein Löwenbräu-Restaurant von dessen Plakat ich das untige Bild geschossen habe. Ich möchte die Aufmerksamkeitdarauf lenke, wo der nette Herr hinschaut und wie die Band “heißt”.

Noch ein kleiner Tipp übrigens: Ich weiß ja nicht, ob ihr es schon wusstet, aber ihr könnt auf das “zufällige Bild” rechts oben in der Sidebar klicken und seht es dann größer. Dort platziere ich gerne “kuriose” Bilder wie den James-Dean-Pizza-Service oder Christo’s Cafe [Anm.d.Red.: Wird wohl fast nur der R-Man verstehen].

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kein Taxi-Rugby

ingo | 24. Juli 2007

Rubrik: Wie funktioniert Australien

Wenn man in Deutschland ein Taxi haben möchte, wenn man gerade am Flughafen gelandet ist, läuft das ja im Großen und Ganzen so ab, dass man den Flughafen verlässt und in das erste greifbare Taxi steigt. In Australien reiht man sich in einer „Phantasia-Land-Schlange“ ein [Anm.d.Red. Ihr wisst schon, diese verwinkelten Dinger wo immer diese Schilder stehen „Ab hier noch 30 Minuten] und bekommt dann von einem netten Herrn ein Taxi zugeteilt. Die halten dann nämlich an bestimmten Parkbuchten. Der Kollege sagt dir also zum Beispiel:“How many? … Ah, so take number eight!“ Dann stellt man sich an Taxi-Bucht Nummer acht (überraschend, hm?) und wartet kurz auf sein Taxi.

Eigentlich gar nicht so schlecht. Aber es ist schon hart wenn einfach der Instinkt unterdrückt wird, einfach loszurennen, andere zu überholen und wegzurempeln um als Aller-Aller-Aller-Erster ein Taxi zu ergattern. Und dabei ist Rugby hier echt beliebt…

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Völkerverständigung

ingo | 23. Juli 2007

Heute war der große Welcome-Tag an der UTS. Fast hätten ich un der C-Man das große Study-Abroad-Welcome verpasst, weil ich uns eine falsche Veranstaltung in den Kalender geschrieben habe. Aber egal, wir haben den Teil mit den “emotional problems” verpasst. Aber wie bei allen Problemen geht man dann einfach zum Counselor der Uni.

Über den ganzen Campus verteilt waren zahlreiche Peers, in orange gekleidete Studenten die einem wahrlich fast jeden Wunsch von den Augen abgelesen haben. Allerdings hatte kein Peer Nasentropfen oder Taschentücher dabei. Ich habe mich nämlich direkt mal erkälte, allerdings IM Haus wie ich vermute. Mal sehen ob es morgen besser ist! Aber egal, die Uni.

Also diese Peers konnten einem wirklich so ziemlich JEDE Frage beantworten. Die waren alle herausragend freundlich (und teilweise auch aufgedreht – sehr ungewohnt). Die Freundlichkeit von einem der Peers hätte gereicht um Deutschland ein ganzes Jahr mit Freundlichkeit zu füllen. Im Anschluss an das große Study-Abroad-Welcome gab es dann noch ein BBQ, Wraps mit Wurst, Pute, Salat und… Cola! Dabei hat eine typische amerikanische Schrammel-Rock-Band (sowas wie Nickelback o.ä.) gespielt. Ja ich weiß, es müsste “australische Schrammel-Rock-Band” heißen, klingt aber exakt gleich.

Aprospos Amerika: Der C-Man und ich saßen am Tisch mit zwei Amis einer Norwegerin, einer Holländerin usw. Die beiden (blonden) Mädels jedenfalls wurden sofort mit unglaublich viel Enthusiamus und Lautstärke von den Amis belagert. Ob das erfolgreich war oder nicht, weiß ich nicht, vorher haben wir uns verabschiedet. Jedenfalls weiß ich jetzt wie amerikanische Völkerverständigung bzw. die amerikanische Balz ausschaut. Ich frag mich also ernsthaft, wie sich dieses Volk bisher fortpflanzen konnte… naja, es soll nicht mein Problem sein.

Morgen ist wieder frei und am Mittwoch geht es dann mit den ersten “Wie-funktioniert-die-Uni”-Kursen weiter. Und ab nächster Woche starten dann die dicken Parties, heisst es. Ich bin gespannt!

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Online-Availability

ingo | 22. Juli 2007

Wenn Ihr das lest, funktioniert das Internet wieder (zumindest ein bisschen)!

Was in Sydney gar nicht geht, ist das Internet. Zumindest auf meine Unterkunft bezogen. Seit gestern läuft das Internet langsamer als ein Klingelmodem, einige Seiten lassen sich gar nicht erst aufrufen. Dabei fällt mir ein: Wie viel Geld habe ich eigentlich auf meinem Deutsche-Bank-Konto?

Leider ist es mir auch nicht möglich zu skypen, wie ich das vor hatte. Selbst dafür ist die Verbindung viel zu schwach. Ich bin ja froh, dass zumindest ICQ einigermaßen funktioniert. Wobei das auch nicht so ganz stimmt, denn jetzt gerade in dieser Sekunde, wo ich das schreibe funktioniert auch ICQ nicht, weil das Internet nämlich mal wieder vollkommen ausgefallen ist. Besonders problematisch: Der „zuständige“ Router steht im (abgeschlossenen) Zimmer der Hausbesitzer und die sind bis übernächsten Montag nicht hier. Grmpf!

Was bisher auch nicht wirklich zufrieden stellend funktioniert ist Email. Aber das ist eher ein generelles Ding von Australien. Und zwar kann man zwar über Email-Programme alle Emails empfangen, aber man kann aus dem Programm heraus nicht senden. Das hat wohl irgendetwas mit der IP-Adresse oder dem Port oder was auch immer für einem technischen Schnickschnack zu tun. Sobald das Internet also wieder einigermaßen funktioniert, werde ich mir eine australische Mail-Adresse zulegen und dann über diese senden. Für euch bleibt aber soweit alles gleich mit meinem bisherigen Email-Adressen. – Update: Da das Internet wieder funktioniert, konnte ich die notwendigen Details ändern und kann nun wieder vernüftig emailen! Freut ihr euch?

So, dann drückt mir bitte die Daumen, dass meine Internet-Probleme bald vollständig gelöst sind, damit ich wieder meiner Sucht frönen kann. Aus Protest, werde ich jetzt einmal das australische TV-Programm ausprobieren…

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Rentner-Reservate

ingo | 20. Juli 2007

Jetzt hab ich doch noch Lust bekommen mal eben etwas zu schreiben.

Heute waren C-Man und ich schon wieder unterwegs. Allerdings war das Wetter heute so wie… wie… in Deutschland im November, also uselig!

Darum war heute auch kein Sight-Seeing angesagt, sondern eher ein bisschen Schlendern durch Sydneys Einkaufsstraße. Gekauft habe ich allerdings nichts. Nagut, ich war bei McDonalds und habe den hiesigen „Quaterpounder with cheese“ probiert, einen „Hamburger Royal“ also – damit auch der B-Man ungefähr weiß worum es geht. Der schmeckte allerdings nicht so wie in BRD, sondern nach… nix?! Wenn man übrigens sagt, man hätte gerne das Menü in „small“ braucht man nicht mehr als die eine offene Hand für das Getränk und die andere für die fünf Pommes Frites. Wo man dann den Burger halten soll, weiß ich nicht, aber egal, ich will eh nur beschreiben, dass ein Menü in „small“ wirklich sehr small ist. FdH ist dagegen fast Völlerei! Aber pssssst… ich hab den Burger trotzdem nicht mal aufgegessen…

Kommen wir nun zum Thema Produkte aus dem Supermarkt im fernen Ausland:

In einer Passage habe ich dieses Werbeplakat gesehen… örgs… DAS will doch niemand – ich wiederhole: NIEMAND – sehen oder auch nur im entferntesten wissen, oder? Gehört übrigens zu der Rubrik: Dinge die man NIEMALS an seine Liebste verschenken sollte. – “Guck mal Schatz, was ich dir zum Geburtstag mitgebracht habe!”

Damenbart

Im “Coles”-Supermarkt waren wir auch noch. Dort gibt es nicht nur irgendeine Tiefkühlpizza, es gab “BBQ Meat Lover Pizza”. Das ist mal ein kraftvoller, aussagekräftiger Name! Und wer Buntes mag, ist im asiatischen “Miracle-Supermarkt” genau richtig. Dort gibt es “Agar Agar Powder” Mjammiii… oder einfach nur brrrrrrr:

 

Farben-Flash

Die Hausmarken-Produkte im “Coles”-Supermarkt sind übrigens alle mit einem Bild eines Testimonial geschmückt. Da ist zum Beispiel einer Frau ein Zitat zugeschrieben, dass sie die Handcreme von Coles total gut findet. Darunter steht dann stets der Name, und eine „Eigenschaft“.Bei Coles-Cola ist es: “Lachlan, Surfer” [Anm.d.Red:. Was für ein bescheuerter Name!] – bei der Handcreme ist es: “Fiona, soft hands”[Anm.d.Red.: Nett, aber auf dem Bild ziegen sie statt den Händen das hässliche Gesicht...] – und bei Coles-Duschgel: “John, shower fanatic.” Fanatic!?! Aber das ist doch dann schon nicht mehr gesund, oder?

Leider habe ich kein Foto vom Garnier-Fructis-Haargel mit dem vielsagenden Namen “Manga-Head”. Aber zumindest vorstellen kann man sich, wie die Haare nach Anwednung aussehen könnten, wenn man an die Figuren in japanischen Comics denkt. Komisch, dass es sowas in Deutschland nicht gibt…

Fernsehwerbung habe ich auch gesehen. Allerdings nicht sehr viel. Hängen geblieben ist allerdings, dass eine 2GB-Internet-Flatrate pro Monat 69$ kostet. Jetzt weiß ich auch, warum Breitband-Internet hier nicht so verbreitet ist… Weil es nämlich schweine-teuer ist!

Und für die Christen unter Euch, denen Sydney alleine als Reiseziel nicht genügt: Der Weltjugendtag 2008 findet hier statt. Deswegen hat mich Papa Ratze heute so angestrahlt hat.

Für die Verkehrstechniker und Audio-Freaks: Leider kann ich das Geräusch der Ampeln – jawohl, Geräusch – hier schlecht abbilden. Aber ich werde es in den kommenden Tagen mal aufnehmen. Es klingt so ein wenig nach C64-Ballerspiel. Übrigens bleiben die Ampeln für Fußgänger max. 5 Sekunden grün. Vielleicht ist das der Grund, dass man sagt, dass Sydney eine „schnelle Stadt“ ist. Mir fällt gerade ein, dass mir auch noch kein Rentner aufgefallen ist, der versucht hat eine Straße zu überqueren. Hätte er auch auf keinen Fall geschafft… Ganz schön hart, wenn man als Rentner in seinem Häuserblock eingeschlossen ist und nicht mal über die Straße kommt [Anm.d.Red. darf?]. Rentner-Reservate sind das quasi… wie diskriminierend!

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Bilder-Karneval

ingo | 20. Juli 2007

Sooo, die ersten Bilder sind online! Hier könnt ihr sie euch angucken. Mehr hab ich gerade nicht zu erzählen… Viel Spaß beim Gucken!

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Gelandet

ingo | 19. Juli 2007

Endlich! Ich bin down under! Heute morgen um 5:10 Uhr australischer Zeit habe ich australischen Boden betreten. Ich hätte gerne die Rollbahn geküsst, aber die Gangway hatte überraschenderweise keine Stelle, wo ich raushüpfen konnte. Aber ich bin ja auch nicht der Papst, geht also auch so.

Der Flug war extrem ruhig. Leider konnte ich nicht wirklich schlafen. Insgesamt waren es vielleicht drei Stunden von den 20 Flugstunden. Ich weiß auch nicht wirklich woran es lag. Aufgeregt war ich gar nicht, die Flüge waren super. Erst ging es ja nach Frnkfurt. Dort waren mehr Piloten als andere Fluggäste an Bord [Anm. d. Red.: Praktisch, denn ich bilde mir ein, dass ich nur dann unruhig werden muss, wenn die Passagier-Piloten unruhig werden.]. Danach ging es dann in die große Boeing 747-400 von Qantas, erst nach Singapur und dann nach Sydney. Während des FLuges hatte ich teilweise sogar vergessen, wie weit ich über Mutter Erde bin. Nur die laute Klimaanlage und die wenige Beinfreiheit haben immer wieder daran erinnert.

Der Flug von Singapur nach Sydney war dann etwas anstrengender. Neben mir hatte sich eine Österreicherin mit Kleinkind niedergelassen und ich habe gelernt: Kleine Kinder können JEDES erdenklich Geräusch machen, bis auf eines: KEINS! Himmel-Herrschafts-Zeiten! Und immer wenn “Lukas” schrie, jaulte, wiente, grunzte, würgte, lachte, gluckste, zielte er damit Richtung meines Ohres, als wäre ich der Grund erdenklichen Übels. Dabei habe ich eigentlich nur geatmet. Nagut… vielleicht war das doch schon zuviel.

Aber egal! Ich bin ja da. E-Man hat mich heute morgen in meiner neuen Bleibe in Empfang genommen. Außer dass es hier keine Heizung gibt und das Internet ungewohnt langsam und teilweise zickig (sprich einfriert) ist alles super. Schönes Haus, schöne Zimmer, zu den Mitbewohnern kann ich noch nichts sagen, die hab ich nur ganz kurz mal gesehen. An die Sache mit der Heizung werde ich mich spätestens im Sommer gewöhnen, an das Internet wahrscheinlich gar nicht. Es gibt übrigens eine kleine wandelnde Heizung. Ein kleiner Malteser (?!) – ich meine die Hunderasse – der ist aber so klein, dass er kaum als Handwärmer taugt. Außerdem neigt er dazu sich immer wieder wegzubewegen. Moment… der pinkelt doch wohl gerade ni…

Bilder habe ich bei der ersten Stadterkundung heute auch schon gemacht. Hochladen werde ich die aber erst in den kommenden Tagen, das würde jetzt zu lange dauern. Wir haben mittlerweile 16:30 Uhr Sydney-Zeit und ich habe immer noch nicht geschlafen…

Mehr gibt es in den kommenden Tagen! Nochmal dank an alle, die mir einen guten Flug gewünscht haben, es hat geholfen! Und an den B-Man noch die Info: Trotz der Notunterwäsche im Handgepäck ist der Koffer angekommen. Bitte füge das zu deiner Erhebung hinzu!

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Schlüssel zum Auszug

ingo | 15. Juli 2007

Herzlichen Dank an Alle, die mir gestern bei meinem Umzug geholfen haben. K-Woman hat angestrichen und abgeklebt – in umgekehrter Reihenfolge. G-Man, D-Man und R-Man haben beim Schleppen geholfen und trotz zahlreicher schwerster Hanteln [Anm.d.Red.: die ich regelmäßig für mein Bodybuilding nutze] nicht gemeckert. Danke auch an den edlen Spender des Vans! Ab sofort kaufe ich in Deutschland, egal wo ich wohne nur noch dort Pflanzen aller Art.

Ein großer Extra-Dank geht dann noch an V-Man, den ich aus K. am R. in die verbotene Stadt bitten musste, um mir die Türe zur WG zu öffnen. Da ist man fast komplett ausgezogen, und dann verwechselt man den Schlüssel von K-Woman mit dem eigenen. Vielleicht hätte ich den Schlüssel aus der Hosentasche holen und anschauen sollen, statt nur zu fühlen, ob ich überhaupt einen Schlüssel in der Tasche habe…

So, keine Zeit mehr, ich muss aufbauen, putzen usw…

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Generalprobe

ingo | 14. Juli 2007

Tja, ich bin noch nicht ganz in Sydney, aber anscheinend scheint bei den “Sydneyanern” die Vorfreude auf meinen Besuch zu steigen! Vielleicht ist das die Erklärung, warum der Herr in dem Video schon mal für die Begrüßungsmilitär-Parade gübt hat. [Anm.d.Red.: den deutschen Bericht von Reuters findet ihr übrigens hier.]

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[Anm.d.Red.: Das ist ja schon fies, dass die BBC das Einbetten von Videos auf die HP nicht erlaubt! Um es direkt bei Youtube zu sehen, müsst auf den Youtube-Button unten rechts klicken.]

Aber wegen mir hätte er nun wirklich nicht das Umspannwerk und Telefonzellen zerfahren müssen. Wegballern hätte es auch getan und hätte mir direkt einen Eindruck vom Begrüßungsfeuerwerk gegeben.

Wie die Begrüßung im Endeffekt ausfallen wird, zeige ich euch dann nach meiner Ankunft auf den ersten Bildern. Ich bin jetzt schon ganz hibbelig… Panzer… toll!

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Speed Dating

ingo | 12. Juli 2007

Kaum verlässt man die Butze und steigt in die Straßenbahn passiert einem wieder etwas berichtenswertes, so wie letztens noch.

Heute hatte es der Bahnfahrer – nennen wir ihn Horst – heute hatte Horst es richtig gut mir mir gemeint. Zunächst mal fuhr er mit gefühlter Lichtgeschwindkeit die Strecke Richtung Innenstadt und dann schaffte er es noch durch besonders ruckeliges Anfahren mir heiße Kontakte zu noch heißeren Schnittchen zu verschaffen. Dank Horst hatte ich nämlich einen Dreier in der Straßenbahn! Neidisch? Ob das übrigens was mit der Aktion “Rein Bahn” zu tun hat, weiß ich nicht (zumindest steht nichts dergleichen auf der HP). Aber wenn man will, klingt es zumindest in diesem Kontext versaut!

Jedenfalls: Bei einem dieser ruckeligen Anfahrer saßen nämlich zwei Mädels noch nicht am Platz und segelten deswegen auf mitten auf meinen Schoß! Beide gleichzeitig! Hammer oder? Extrem-Körperkontakting! Das ist doch nett, dass Bahnfahrer einem jetzt auch beim Dating helfen, oder?

Nagut, man sollte dem Bahnfahrer vielleicht einen kleinen Zettel mit Vorlieben, Typbeschreibung usw. geben, denn die beiden Mädels heute hießen vermutlich Gisela und Hildegardt. Vermutlich, weil wir vor, während und nach dem “Schmusen” viel zu aufegerget waren noch unsere Namen auszutauschen. Achja… Gisela und Hildegardt waren etwas “reifer”… 70+ würde ich sagen. Also nicht ganz so mein Geschmack. Aber wie sagt man so schön: Der Gedanke zählt. Trotzdem bereite ich jetzt schon mal einen Zettel mit Typbeschreibung vor, man weiß ja nie…

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Luxus Schlägerei

ingo | 11. Juli 2007

Wenn man (mindestens) eine Ausbildung gemacht hat, die etwas mit Werbung zu tun hat, dann schaut man unweigerlich Werbung mit anderen Augen. Zumindest ich! Ich überlege dann, ob der Spot für die Zielgruppe die richtige Ansprache enthält, ob er im richtigen Umfeld platziert ist, sowas eben.

Heute musste ich das erste mal den Werbespot von “kinder Maxi King” sehen. Dieser Spot spricht die Herrschaften an, die wohl auch mal gerne zu einem 50-Pfennig-Hip-Hop-Konzert gehen. Da (in diesem Fall meine ich den Werbespot) wird gebollt, die dicken Karren werden präsentiert und bollige (alberne) Ketten werden in die Kamera gehalten und die oblgatorischen spärlich angezogenen Mädels dürfen auch nicht fehlen. Ich gehe auch mal davon aus, dass Ähnlichkeiten zu bekannten Hip-Hoppern nicht ganz zufällig sind. Alles ist selbstverständlich untermalt von einem so schlechten Rap-Song, für den keine Bewertungsskala reichen würde. Am besten schaut ihr euch dieses Machwerk einiger total kreativer Werbeagenturmenschen einmal an:

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Nun gibt es in der Werbung ja auch das Gebot des “DAU “, des “dümmsten anzunehmenden Users”. Will heißen, dass die Botschaft so einfach verpackt sein sollte, dass auch der Kollege der – außerhalb von Counterstrike – noch nie eine Schule von innen gesehen hat, die Werbemessage verstehen kann, OHNE seinen Grips anzustrengen. In diesem Kontext gibt es auch Untersuchungen, dass sehr viele englische Werbeslogans nicht richtig verstanden werden. So weiß die RP zu berichten, dass zum Beispiel der Spruch “Fly Euroshuttle” unter anderem so verstanden wird: “Der Euro-Schüttel-Flug”. Diese wichtige Info hatte anscheinend auch der verantwortliche, kreative Kopf für den Spot von “kinder Maxi King” im Kopf. Folgerichtig dachte er sich wohl, dass er “Schmeckt lecker” (oder so ähnlich) besser nicht mit “Tasting delicious” oder ähnlichem übersetzen sollte. Es musste also ein cooles, englisches Wort gefunden werden, dass ähnlich wie “schmecken” klingt.. grübel.. grübel… SMACKING!!!! Also heisst der “Claim” jetzt “Smacking Deluxe!”. “Smacking” klingt halt toll und “deluxe” ist sowieso ein Hip Hopper-Wort, voll prall und fett!

Soweit so gut, ihr wisst bestimmt schon worauf ich hinaus will? Ist man nämlich kein “DAU”, sondern strengt sein rudimentäres, im Englischunterricht erworbenes Wissen an, dann stellt man schnell fest, dass “to smack” nur im besten Fall sowas wie “Beigeschmack” bedeutet, aber üblicher ist die Übersetzung “Tracht Prügel”. Zusammen mit deluxe ergibt das also dann eine “Luxus Tracht Prügel”… ahhhhh ja!

Ob diese Message so gewollt ist? In Frankreich dürfen fremdsprachige Slogans übrigens nur dann verwendet werden, wenn die französische Übersetzung klein darunter steht. Das wäre hier doch mal richtig spaßig! Ansonsten warte ich auf die Masochisten die von “kinder” einfordern, den Hintern versohlt zu bekommen.

Da habe ich den Werbefachleuten wohl zu viel zugetraut… Der Claim heißt “Snacking deluxe” nicht “Smacking deluxe”. Da hab ich statt dem “N” ein “M” gelesen. Aber es hätte so toll zu dieser dämlichen Werbung gepasst! Eigentlich schade…

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Jedi Ritter

ingo | 11. Juli 2007

Nachdem ich gerade ganz überlegen und mit unglaublicher Spielkultur beim Fußballspiel “Sensible Soccer 2006” alle nur erdenklichen Titel auf mich vereinen konnte (zumindest was man so in zwei Spielen an Titeln gewinnen kann), werde ich ab sofort mit Augenbinde Computerspiele spielen. Sonst ist das einfach keinerlei Herausforderung mehr für mich.

So! Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, fahre ich jetzt mit der Augenbinde zu meiner Oma! Mit meinem Auto! Ich am Steuer! Möge die Macht mit mir sein!

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Der Supertitte

ingo | 10. Juli 2007

Schon wieder Bild.de, ich weiß…

Bild-Online meldete gestern, dass „Superstar Lorenzo“ zur Frau wird. Gut, man muss Lorenzo nicht kennen, er war bei einer „Schland sucht den Superstar“-Staffel ein relativ schwul anmutender Kandidat. Aber der Bild-Artikel enthält Gott sei Dank auch Bilder, wer also mal eben schauen möchte; keine Sorge, ich warte so lang mit dem weiterschreiben…

Fertig mit Lesen und Gucken? Wer den Text bis zum Ende gelesen hat, dem müsste aufgefallen sein:

  1. Drei OPs werden beschrieben, dort ist nur von Kinn, Nase und Augenlidern zu lesen. NICHTS, ich wiederhole NICHTS von einer OP im „Lendenbereich“. Und ich bin mir sehr SEHR sicher, dass ich im Bio-Unterricht soweit aufgepasst habe, dass es nicht Nase, Augenlider und Kinn sind, die den „kleinen“ Unterschied zwischen Mann und Frau ausmachen.
  2. Am Ende des Artikels steht der bemerkenswerte Satz „Ich habe als erstes meine Brüste aus dem Koffer geholt, meinen Bikini angezogen und mich richtig als Frau gefühlt!“ Aus dem Koffer geholt und als Frau gefühlt!?!? Hallo!?!? Aus dem Koffer? Welche Frau holt sich ihre Titten denn bitte aus dem Koffer!?!??! [Anm. d. Red.: Entschuldigt meine Rüde Ausdrucksweise, ich echauffiere mich gerade eine wenig.]
  3. Noch weiter am Ende steht, dass nächstes Jahr Brüste und Po an der Reihe sind. Also schon wieder nichts vom kleinen Lorenzo-Klabautermann!!! – Brrrrrrrrrrrrrrr…

Als Sahnehäubchen oben drauf fühlt sich Lorenzo laut Überschrift „endlich richtig sexy“. Na das ist doch die Hauptsache, auch wenn ihm da wahrscheinlich nicht sehr viele Herren beipflichten werden. Vielleicht ist es auch zusätzlich noch ein bisserl unromantisch, wenn er mit seinem „Lover“ im Bett liegt und fragt „Du Schatzi, soll ich die Brüste angeschnallt lassen, oder soll ich sie ablegen?“ Aber so sexy wie er ist, kriegt er das schon (Achtung Brust-Wortwitz:) „geschaukelt“!

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Voll druff!

ingo | 9. Juli 2007

Die Bild fragt heute in ihrer Onlineausgabe wem Deutschlands Bürger vertrauen und verkündet “Jauch schlägt den Bundespräsidenten”. Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat, weiss ich allerdings nicht, wird auch leider in dem Artikel nicht beantwortet. Vertrauen und Schläge sind jetzt meiner Meinung nach nicht unbedingt… also das gehört halt nun mal nicht unbedingt zusammen, oder? Na vielleicht mal ein freundschaftlicher Klapps wenn man gerade “Ha, hab ich es dir doch gleich gesagt!” sagt. Oder ein zärtliches Tätscheln wenn man sagt “Das tut jetzt gar nicht weh!” [Anm.d.Red.: Übrigens weiß ich, wie es SEHR es weh tut, wenn der Arzt sagt "Das wird jetzt sehr weh tun". Betet, dass der Arzt immer sagt "Das tut jetzt gar nicht weh". Betet!!!!]

Aber zurück zu Günther Jauch. Ich hätte gar nicht gedacht, dass der so ein Raufbold ist. Laut Forsa und Bild-Artikel, geniesst er mehr Vertrauen als der Horst, also gar kein Grund für eine von Neid geprägte Prügelei. Vielleicht war es aber auch ein lustiges, karitatives Spiel auf dem Sommerfest auf Schloß Bellevue zu dem der Bundespräsident geladen hatte, “Hau den Hotte”, oder so ähnlich. Weil sonst hätte die Bild doch bestimmt sowas geschrieben wie “Jauch verdrischt Bundespräsident – Droht jetzt die Abschiebung in den Türkenknast!?” und dann Jahre später: “Jauch aus dem Knast raus – Jetzt ist er sogar noch schöner!”

Das Ergebnis der Umfrage ist aber auch eigentlich nicht verwunderlich, ist der Günni in den Medien doch auch um einiges präsenter als unser Bundes-Horst. Gut, warum jetzt gerade Jogi Löw auf Platz 2 ist und Peter Kloeppel auf Rang 3, weiß ich auch nicht, aber wenn Forsa das herausgefunden hat… Interessant ist aber, wer sonst noch so vertrauenswürdig ist: Marion Adorf, Härbääärt Grönemeyer, H.D. Genscher, Uwe Seeler, Königin Sylivia von Schweden… BITTE WIE?  Königi… Ach egal! Jedenfalls ist unser Lieblings-Hotte erst auf Rang fünf der 100 vertrauenswürdigsten Deutschen zu finden. Wie gesagt, gar kein Grund für Günther ihm einen Schwinger zu mitzugeben!

Naja, hoffentlich hat sich der lieb gewonnene Günther dabei nicht – genauso wie Wladimir Klitsch-K.O. am Samstag – die linke Hand gebrochen… Zumdindest vor dem ukrainieschen Haudrauf ist der Horst dann aber im Moment wenigstens sicher. Aber VorsichtHorst, nicht übermütig werde, notfalls holt der Wladimir einfach “seine Bruder”! Der sucht ja noch einen Gegner für sein Comeback.

———————————————–

[Anm. d. Red.: Eine Blog-Neuerung will ich noch kurz verkünden: Ihr seht jetzt rechts in der Sidebar auch das aktuelle Wetter und die Uhrzeit in Sydney. Wer jetzt schmunzelt, dass das Wetter aktuell dort nicht besser ist als hier: Dort ist jetzt Winter, ich will also keine Lästereien hören.]

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Zug-Um-Zug

ingo | 6. Juli 2007

Erkenntnis der letzten Tage: Umziehen macht keinen Spaß.

Zunächste macht der Gedanke an einen Umzug an sich keine Freude. Wenn man dann so langsam Kisten packt, fällt einem auf, dass man ganz viel Kleinkram hat, den man auch – zu allem Überfluß – noch braucht aber nicht so recht weiss, wie man den in den riesigen Kartons unterbringen soll. Bücher und Zeitschriften sind auch doof. Vermeintlich schlank, aber dennoch eine Tonne schwer. Sie würden auch alle in einen Karton passen, aber wer will den tragen? Arnold ist ja gerade mit Klimaschutz in Kalifornien beschäftigt.

Dann stehen diese doofen Kartons auch noch blöd im Zimmer rum und verschandeln das Wohngefühl für die letzten Tage vollkommen. Vermutlich ist das von der Schöpfung so gewollt, damit die Trennung von der alten Bleibe icht so schwer fällt und man zusehends von einem “Ich-will-hier-raus”-Gefühl übermannt wird. Es könnten weniger Kisten sein, die das Zimmer schmücken, aber sie sind alle nur halb voll, weil sonst viel zu schwer [Anm. d. Red. siehe die Arnold-Problematik weiter oben]. Dann muss man auch noch Schränke, Betten, Tische, Stühle usw. abbauen nur um sie für ein paar lausige Minuten lang transportieren zu können. Und wenn dann der Tag des Umzugs kommt, muss man alles in ein weit entfernt parkendes Auto packen und es nach der Fahrt zum Zielort auch alles in noch weiter entfernte Räume tragen.

Und was kommt dann? Aufbauen und auspacken… Achja, zwischendurch habe ich das putzen vergessen! Und das Anstreichen! …noch was?

Es gibt eigentlich nur Eines was schlimmer ist als selber umzuziehen: Freunde die umziehen! Die wohnen nämlich grundsätzlich im 5. Stock eines Altbaus mit engem Treppenhaus und rutschigen 100 Jahre alten Stufen. Zumindest gefühlt für den Moment. Aber man hilft ja trotzdem… gern…

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Petrus zum Rapport!

ingo | 4. Juli 2007

Es ist Sommer und keiner geht hin, könnte man sagen. Ich glaube der gute alte Petrus hat sich das anstregende Fordern nach Schlecht-Wetter der ganzen “Jetzt muss es aber dringend mal wieder regnen”-Nörgler aus dem sonnigen Mai zu sehr zu Herzen genommen!

Übrigens sollte mir so einer nicht unter die Augen kommen! Ich hatte nämlich eigentlich gehofft, hier noch strahlenden Sommer abzugreifen, bevor es gen Sydney geht. Aber nööö, es muss ja regnen wie blöde!

Ganz blöde ist, wenn man der Rasenmähermann ist. Der wollte nämlich bei uns heute wieder unglaublichen Krach machen und ganz nebenbei den Rasen stutzen. Wenn man so drüber nachdenkt, ist das doch eigentlich bescheuert, dass man für so etwas stilles, weiches, sanftes, beugsames so unglaublich laute Maschinen braucht, oder? Egal, jedenfalls hat der Rasenmähermann wohl aufgegeben. Hab mich eh schon gefragt, wie der den Rasen kürzen will, wenn der platt am Boden liegt…

Ah jetzt hab ichs! Jetzt weiß ich warum der Mäher so laut ist! Um das Gras vor Schreck aufzurichten! Deswegen “mähen” diese… diese… – wie heißen noch gleich die Tiere die “Mäh” machen? Ziegen? – Ziegen ja auch! Wenn die Wiese nämlich nass ist, und die guten Ziegen Hunger haben, müssen die das Gras ja auch erstmal erschrecken, damit es sich aufrichtet und es sich lecker abbeißen lässt. Und da Ziegen ja permanent so eine Art Holzschuh anhaben, wissen die natürlich auch nicht, wann die Wiese trocken ist, mähen also profilaktisch einfach immer! Wäre ja auch doof, wenn die armen Tiere noch so ein Stück Humus mitessen müssen, nur weil das Gras so flach am Boden liegt, dass es sich nur mit Muttererde kombiniert pfücken lässt. Bäh!

Wieder ein Beispiel wo die Natur ein Vorbild für die moderne Technik war! Bleibt nur zu hoffen, dass die kommenden Gras-Generationen nicht irgendwann immun sind gegen den Lärm. Aber dann könnte man vielleicht auf laut spielende Kinder ausweichen! Die funktionieren bei Regen allerdings auch nur drinnen.

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