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die welt aus der sicht eines dorfmenschen
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Der gute Mensch vom Rhein

ingo | 29. Juni 2007

Wenn man ein Visum für Australien beantragt, darf man die ein oder andere „spannende“ Frage beantworten. Ein paar Beispiele gefällig? – Zunächst aber mal eine grundsätzliche Feststellung:

If you wish to study in Australia, you must be of good character.

Mit extrem reinem Gewissen habe ich natürlich zugestimmt, dass ich sogar einen sehr guten Charakter habe, ein Herz so groß wie ein Schnitzel in meiner Brust wohnt und ich mir gelegentlich den Weltfreiden wünsche, vor allem natürlich DEN Weltfrieden in Australien! Nun aber zu den Fragen:

Have you, or any person included in this application to apply for this visa, ever:

  1. been acquitted of any criminal offence or other offence on the grounds of mental illness, insanity or unsoundness of mind?
  2. been removed or deported from any country (including Australia)?
  3. left any country to avoid being removed or deported?
  4. been involved in any activities that would represent a risk to Australian national security?
  5. been involved in any activity, or been convicted of any offence, relating to the illegal movement of people to any country (including Australia)?

Beantworten darf man diese Fragen mit einem schnöden “No” oder “Yes, Details:”. Schwierige Entscheidung für mich… Bereits bei einem “Yes” winkt nämlich ein Besuch in Berlin bei der Australischen Botschaft… Das wäre doch eigentlich auch mal ganz schön bevor man nach Sydney fliegt, oder? Und die Bahn hat doch gerade die 29,- Euro-Tickets im Angebot!

Hat also jemand Vorschläge welche Frage ich am besten mit “Yes” beantworte? Und vielleicht auch schon ein paar Vorschläge für die “Details”?

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Schöner durch Gitter

ingo | 26. Juni 2007

“In dem Zimmer haben wir uns umarmt und das wäre für mich das erste Mal gewesen. Sie hat mich geküsst, angefasst, da bin ich zu früh gekommen. Sie hatte mir die Unterhose runtergezogen. Ich habe ihre Vagina gar nicht berührt. Wenn ich nicht gekommen wäre, hätte ich mit ihr geschlafen. Sie wollte das auch.”

Mit diesen Worten wird Marco W. von der Bildzeitung zitiert. Marco W. ist der bedauernswerte 17-jährige der in der Türkei im Gefängnis sitzt (oder wie die Bild formuliert “Türken-Knast”), weil er im Hotel mit einem britischen Mädchen ein wenig gekuschelt hat und dabei ist ihm dann wohl obiges passiert. Aber mal ganz ehrlich? Will man als Mann/Junge mit so einem Zitat in der Zeitung stehen?!?

Übrigens zitiert die Bild auch Volker Kauder, der brüllte wohl in Richtung Bosporus:

“Ich kann der türkischen Regierung nur zurufen: Wenn ihr den jungen Mann nicht freilasst, dann ist der Weg der Türkei nach Europa noch meilenweit.”

Lieber Volker Kauder, einfach mal… psssssssttttt!!!! Man darf eine Meinung haben, MUSS sie aber nicht äußern. Und wenn ein Politiker einfach mal den Rand halten darf, ist das wohl der Volker. Man will ihn doch eh nicht hören. Außerdem muss man auch nicht jedes Thema für Parteipolitik instrumentalisieren. Warum hat sich Herr Söder eigentlich noch nicht mit geistigem Dünnpfiff zu Wort gemeldet? Erschreckend still der Mann.

——————————————————————————————–

“Hat sie der Knast sogar noch schöner gemacht? – War der Knast gut für ihre Zellen?”

Auch das ist heute in der Online-Ausgabe der Bild zu lesen. Zunächst muss ich sagen, dass ich bezweifle, dass Paris im Knast “sogar noch schöner” geworden ist. Ich dachte auch der blonde Hungerhaken hätte im Knast nix gegessen, und nur geheult. Wie kann das denn bitte schöner machen? Übrigens darf man bei Bild.de auch abstimmen. 62% sind der Meinung sie wäre schöner geworden… Oh mein Gott!!!! Volk!!!! Was jetzt genau zu der (Achtung Wortspiel) “Frischzellenkur” geführt haben soll, wird übrigens nicht geklärt. Schade eigentlich…

Jetzt bin ich aber mal gespannt, ob der 17jährige Marco W. auch hübscher ist, wenn er aus dem Gefängnis entlassen wird. Und ich propohezeie auch schon die Schlagzeile der Bild:

“Marco W. ist die neue Paris Hilton. Der Knast hat ihn sogar noch schöner gemacht!”

Wer über die journalistische Qualität der Bild-Zeitung übrigens mal so richtig staunen und schmunzeln will sollte dringend mal bei bildblog vorbeischauen! Das lohnt sich wirklich!

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Second Life

ingo | 25. Juni 2007

Ab und zu wache ich morgens auf und habe das Gefühl, wie aus einem anderen Leben gerissen zu sein. Der nächtliche Traum mutete dann so realistisch an, dass ich Probleme habe mich auf die mich umgebende Realität einzustellen. Vielleicht kennt das der Ein oder Andere ja.

Nun gibt es ja die Theorie, dass man mit Träumen Dinge verarbeitet, die man in der Realität erlebt hat. Ich habe allerdings eine andere Vermutung! Das hängt mit dem Realismusgrad der Träume zusammen, die sich unter anderem durch die hohe grafische Auflösung ausdrückt, und die nur sehr wenigen Ruckler. Gut, ab und zu bleibt der Traum mal hängen, wenn ich mich auf der Flucht nicht von der Stelle bewege…

Heute Nacht habe ich jedenfalls geträumt, dass ich bei der Arbeit in einer Werbeagentur war. Das ist in der Hinsicht interessant, da ich ja zurzeit nicht arbeite. Zu Zeiten wo ich zur Arbeit gegangen bin, habe ich häufig von sinnvoll nutzbarer Freizeit geträumt. Mal am Strand, mal in Vergnügungsparks mal bei Heidi Klum, das Übliche halt. Deswegen vermute ich, dass ich in meinen Träumen einfach nur mein zweites Ich beobachte, dass – irgendwo in diesem Universum angesiedelt – immer das Gegenteil von dem tut, was ich tue. Zum Beispiel arbeitet Ingo 2 wenn Ingo 1 faulenzt. Durch die nahe liegende Zeitverschiebung erlebt Ingo 2 nämlich das im Traum, was ich gerade jetzt in dieser Sekunde tue. Wenn ich mich dann wieder ins Bett haue und sanft entschlummere, beginnt der Tag dann erst wieder für Ingo 2.

Logisch auch, dass ich jeweils das Gegenteil von dem tue, was Ingo 2 tut. Ich faulenze, er arbeitet, oder umgekehrt. Weil man muss sich auch mal erholen! Wenn wir beide arbeiten würden, würden wir wahrscheinlich ganz bald ziemlich erschöpft und ausgelaugt sein. Sven Hannawald zum Beispiel, der Erfinder des Burnoutsyndroms und nebenbei Ex-Skispringer; sein Pendant hat anscheinend nicht gefaulenzt, so wie er es gesollt hätte, sondern ist wohl einer ähnlich anstrengenden Tätigkeit nachgegangen, wie Sven 1. Da war die totale Erschöpfung ja nur logische Konsequenz!

Was bringt mir diese Erkenntnis nun? Ich muss mich gar nicht schlecht fühlen, wenn ich mal nichts tue. Denn ich tue das ja nur, damit Ingo 2 volle Leistung bringen kann. Das gilt ebenso umgekehrt! Ich bin Ingo 2 umso dankbarer dass er arbeitet, weil er nämlich schon mehrmals im Lotto gewonnen hat und die tägliche Schinderei gar nicht mehr nötig hätte. Und wenn er jetzt gar nicht mehr arbeiten würde, dann müsste ich ja ran! Ob ich wohl genauso generös wäre? Ein netter Kerl dieser Ingo 2! Wobei… vielleicht ist ihm der Millionengewinn ja auch schon geraubt worden, weil er auf der Flucht mal wieder nicht von der Stelle kam? Diese Einblicke in sein Leben brechen halt irgendwie immer an den entscheidenden Stellen ab…

Jetzt brauche ich nur noch ein wissenschaftliches Magazin in dem ich meine schlüssige Theorie veröffentlichen kann. Dann kann sich die NASA aufmachen, die Parrallelwelt mit Ingo 2 zu suchen.

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Israel zieht blank

ingo | 23. Juni 2007

Ich bin heute auf einen kurzen Artikel der Online-Ausgabe der SZ über Israel aufmerksam geworden. So steht in dem Artikel zu lesen, dass das israelische Konsulat versucht das Image Israels aufzubessern, indem seine (Ex)-Soldatinnen sich in der aktuellen amerikanischen Ausgabe der MAXIM ziemlich ohne Uniform zeigen. So soll mit dieser Maßnahme die Assoziation “Israel – Krieg” aufgebrochen werden. Soll dann wohl “Israel – geile Alten” draus werden. Hier ein kleiner Eindruck, mehr davon gibt es hier.

Ich muss sagen, dass sich diese Eindrücke doch sehr von den Eindrücken, die man von deutschen Soldatinnen in diversen Reportagen sieht, unterscheiden. Man muss allerdings einschränken, dass die deutschen Militär-Mädels eher in Uniform gezeigt werden. Und außerdem muss JEDER Israli mind. ein Jahr zur Armee, da trifft es dann halt auch solche wie auf dem Bild.

Kleiner Hinweis noch am Rande um mit Wissen zu protzen: Die radikalen Palästinenser sagen, dass sie bei Anschlägen keine israelischen Zivilisten zu Schaden kommen lassen. Ihrer Definition nach ist ein Zivilist nämlich nur, wer noch nie für die israelische Armee gedient hat.

Als Überschrift für diesen Beitrag drängte sich übrigens “Sexbomben” auf. Aber das war mir zu albern. Das hat ja schon soooo einen Bart! Ich hab mir da was viel besseres einfallen lassen, wie ihr seht!

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Du dumme Glatze!

ingo | 22. Juni 2007

“Haarausfall ist ein Albtraum!”

- heißt es in der Webrung von Schwarzkopf für ein Haarpflegemittel für Männer. Hallo!?!? Es gibt Menschen die darunter leiden! Denen muss man das doch nicht auch in der Werbung noch auf die Nase binden. Das ist höchst unverschämt! Ich hoffe ganz schwer, dass aus Schwarzkopf bald mal Glatzkopf wird. Und ihr dämliches Mittelchen können die sich auch buchstäblich in ihre Haare schmieren!

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Urlaub!

ingo | 21. Juni 2007

“Das Leben könnt so einfach sein, isses aaaber nich’”

[Die Fantatastischen Vier, Grönemeyer, H. 2007]

…aber am Ende ist dann doch noch alles gut gegangen: Die Beurlaubung für das Sommersemester 2007 wurde dann doch bewilligt! Wo ist das FLugzeug? Ich will abfliegen!

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Klassischer Cliffhanger

ingo | 20. Juni 2007

Beim 1.000ten Besucher passiert es!

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Schulverkehr

ingo | 19. Juni 2007

Gerade eben in der U-Bahn spricht Prolet Dingens mit Vollprolet Bummens (beide so 16 Jahre alt, würde ich schätzen):

Dingens: “Ey geil Alder, morgen in der Schule Fickerei!”
Bummens: “Jo Alder, 11.00 Uhr!”

Das Fach gab es zu meiner Schulzeit noch nicht…

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Wasser in Öl verwandelt

ingo | 18. Juni 2007

Jaja, ich war mal wieder einkaufen. Und ich muss zähneknirschend zugeben: Stilles Wasser ist doch nicht gleich Stilles Wasser!

Ich war bei meinem letzten Einkauf gezwungen ein anderes stilles Wasser zu kaufen, als das, was ich normalerweise immer kaufe. Das fand ich nicht besonders schlimm, denn ich habe ja schon zahlreiche stille Wasser ausprobiert. Das vom Penny, das vom Aldi… und das vom… Penny… naja gut, es waren nicht so furchtbar viele. Aber jedenfalls schmecken diese beiden stillen Wasser exakt gleich. 100%ig! Die kann man niemals nicht auseinander halten. Und als studierter Sozialwissenschaftler habe ich diese beiden Wasser für repräsentativ erklärt und somit festgehalten: „Alle stillen Wasser schmecken gleich!“

Nun gab es aber – wie gesagt – beim Penny diese Woche mein Standard-Penny-Stilles-Wasser nicht. Also griff ich beherzt zu einem alternativen stillen Wasser aus dem Penny Angebot, geschöpft in Garching [Anm.d.Red. Zumindest sitzt die Firma dort]. Natürlich auch keine Marken-Ware, die ist ja unverschämt teuer. Aber ich hab ja auch gedacht, das schmeckt eh alles gleich. Tut es aber nicht!!!! Überhaupt gar nicht tut es das! Das Garchinger Wasser ist so was von ekelhaft! Man gewöhnt sich übrigens auch nicht dran. Es schmeckt beim ersten Schluck noch normal, aber irgendwie ist der Abgang dann doch ein wenig … ölig! Ja genau, irgendwie ölig. Man könnte auch sagen, es ist mit Weichspüler angereichert, aber das wäre ja nicht mal männlich [Anm.d.Red. Sofern stilles Wasser männlich sein kann.]! Ölig ist immerhin männlich. Also lautet hiermit die offizielle Sprachregelung: Das Garchinger Wasser schmeckt ölig!

Großes Testosteron-Manko: Das Wasser ist nicht Schwarz, nicht mal die Flasche! Da bringt mir also ein öliger Abgang gar nichts. Ich fühle mich nicht männlicher, mir wachsen keine weiteren Haare auf der Brust [Anm.d.Red. Und erst rechtnicht auf dem Kopf], und Fantasien von barbusigen Frauen kommen mir beim Trinken auch nicht! Ein totaler Reinfall also!

Da trinke ich doch in Zukunft lieber Leitungswasser! Das schmeckt nämlich auch genauso wie das Aldi und Standard-Penny-Wasser. Notfalls feier ich hier auch private Flatrate-Partys, aber dieses Ekel-Alternativ-Stille-Wasser trinke ich nicht!

Und jetzt schreibe ich einen Brief an den Hersteller des Wassers aus Garching und werde ihm meine Verpackungsidee schicken: Eine schwarze Flasche in Form einer Einweg-Motor-Öl-Plastik-Flasche! Hat er zwar nicht verdient, aber zumindest weckt die Verpackung dann schon die richtige Assoziation!

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Komm ich jetz’ ins Fääärnsehn?

ingo | 17. Juni 2007

Das es schon seit gestern so still ist in meiner WG könnte daran liegen, dass ich allein bin. Meine Mitbewohner scheinen sich irgendwie davon gemacht zu haben. Allerdings haben sie sich scheinbar heimlich weggeschlichen. Denn mitbekommen hab ich ihre Abreise nicht.

Kann natürlich auch sein, dass sie kollektiv Selbstmord begangen haben und in ihren Zimmern dahinsiechen… hmmm… Dann würde sicherlich irgendwann „RTL Exklusiv“ vor der Tür stehen und fragen, ob ich denn nix gemerkt hätte. „Jaaa, pfff, also ich mein… ich hab halt gedacht die wären weg…! Ja klar, natürlich wieso denn nicht? Kann doch sein, dass die drei Monate Urlaub machen!“ Und dann wäre ich der blöde im TV, der nicht mitbekommt, wenn in seiner Wohnung zwei Leichen dahingammeln. „Ich hab gedacht, der Gestank kommt aus dem Mülleimer. Ausleeren? Den Müll? Ich? Wieso? Die anderen beiden waren doch dran!“

Vielleicht sollte ich lieber mal schauen, ob die beiden auch wirklich weg sind! Wobei… Scheiss drauf! Ich will ins Fernsehen!

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Die Partybombe

ingo | 16. Juni 2007

Die folgende Situation haben vielleicht Einige schon mal erlebt. Einer aber ganz bestimmt aber dem widme ich mich erst am Ende!

Man ist auf einer Party, würde auch gerne ein bisschen mitreden und am bunten Treiben teilhaben, aber es beachtet einen so recht keiner. Die Gespräche sind schon in vollem Gange und man findet einfach keinen Zugang. Der ganze Abend scheint an einem vorbeizuziehen, aber vor 5.00 Uhr kommt man einfach nicht heim, weil die Bahn bis dahin einfach nicht mehr fährt und dabei ist es auch erst 23.00 Uhr. Es könnte also noch ein verdammt langer Abend werden!

Plötzlich sagt da aber ein Gast etwas, wo man meint einen Beitrag zu geben zu können. Etwas skandalöses könnte man berichten, etwas wo einem sofort alle zuhören, weil es so erstaunlich ist, dass keiner weghören kann, selbst wenn er wollte. Nun hat man aber keine Zeit seine Gedanken zu ordnen, die Geschichte hieb- und stichfest zu machen. Vielleicht sagt sonst ja jemand anders noch etwas viel Erstaunlicheres oder das Thema wird gewechselt! Ach das wird schon klappen, was soll denn passieren, denkt man sich. Also einfach raus damit, die Stimme erheben und PADAUTZ!!! Es ist gesagt! Jetzt ist es raus! Alle Gäste schauen einen plötzlich ganz ungläubig an, aber doch irgendwie dankbar, denn es klingt unerhört und man kann sich dann doch mal so richtig echauffieren und so Sachen sagen wie „Das gibt es doch nicht! – Das hab ich mir schon immer gedacht! – Ja warum auch nicht! – Wusste ich es doch! – Nee ehrlich? Boah! Du kennst dich aber aus!“

Ein herrlicher Moment, in dem man mindestens auf Wolke Sieben schwebt! Da kann man aussehen wie eine Schüppe Würmer, einen ekligen Schnubbes haben, einen VokuHila oder auch eine Frisur wie Rudi Völler, ganz kurz: Man ist der König der Veranstaltung. Plötzlich findet man Gehör und einem wird Aufmerksamkeit zuteil! Man kann vielleicht sogar den ein oder anderen Blick in den Ausschnitt einer der Damen erhaschen, weil diese einem nicht weiter nur den Rücken zuwenden. Hach toll! Alles richtig gemacht. Vielleicht bekommt man sogar eine Einladung für eine Art Vier-Augen-Insider-Gespräch oder auf die nächste Party!

21… 22… 23… aber da schwindet die anfängliche positive Aufregeung schon und es wird ein bisschen kribbelig. Der gemeine Deutsche ist nämlich kritisch! Zumindest so lange er noch nicht total voll ist oder viel zu gelangweilt um sich weiterführende Gedanken zu machen. Also kommen erste Nachfragen: „Echt? – Das ist ja krass, woher weißt du das denn?“ Erst lassen sich diese Fragen noch abwehren. Zunächst noch locker und überzeugend aber so langsam merkt man:

  1. Verdammt, man hätte sich doch einen Plan zurechtlegen sollen, wie man das Ganze untermauern kann. Zumindest muss man jetzt noch total viel überzeugender wirken!
  2. Oder man müsste vielleicht in den nächsten Minuten 15 Flaschen Bier trinken, damit man im Notfall – wenn mehr von diesen Fragen kommen – besoffen umkippen kann.
  3. Hmm… 2. würde aber dazu führen, dass man doch wieder einen langweiligen Abend habe.
  4. Wird schon gut gehen… MUSS!

Und wo man gerade so den vierten Gedanken in seinem Kopf zusammenschweißt kommt da plötzlich dieser Störenfried. Dem vor dem man schon die ganze Zeit Schiss hatte! Dieser Arsch, den man schon immer nicht leiden konnte. Der hat einen auch schon ganz ganz GANZ lange nicht mehr auf eine Party eingeladen! Der Sack hat einen in der Schule schon nicht abschreiben lassen und war schon immer so einen Tick besser als man selber. Jetzt hat er sich richtig schön lange zurück gehalten, vielleicht nicht mal richtig zugehört, aber jetzt wo man gerade die volle Aufmerksamkeit hat, da stampft er mit dem Fuß auf und sagt einfach sowas wie: „Du hör mal! Das kann gar nicht sein, da war ich ja selber bei und das war ganz anders! Was hast du denn für Beweise? Da drüben der *Dingens*, der kann das auch bestätigen was ich sage, der war nämlich dabei!“ [Anm. d. Red. Hier schwingt ein latentes "Ätsch" mit.]

Zapp, Das war’s! Die anderen Partygäste gucken einen zunächst neugierig, nach dem ersten Stotterer aber entrüstet an und wollen natürlich Antworten. Der Abend ist gelaufen, weil Antworten hat man eben keine parat. Jetzt könnte man versuchen noch schnell zurück zu rudern oder zu relativieren. Man versucht es auch, aber dadurch verliert die Geschichte dann doch total ihren Reiz! Alles verwässert… als hätte man eigentlich gar nix gesagt. Ach was! Viel schlimmer! Jeder weiß man hat etwas gesagt und jeder weiß: Das war Mist! Und ehe man sich versieht, erblickt man nur noch die Rücken der Frauen. Da könnte man aus dem Fenster hüpfen und Keiner kriegts mit! … und wahrscheinlich wäre es auch noch ein Fenster im Erdgeschoss…

Das wird dann doch noch ein ganz schön langweiliger Abend werden… Hoffentlich wird man überhaupt noch mal eingeladen.

Nachzulesen ist diese Geschichte übrigens in leicht veränderter Form hier. Der Hauptdarsteller heißt Peter [Anm.d.Red. Ich hatte an dieser Stelle schon mal berichtet.], die anderen Partygäste sind die deutschen Medien und Fußballfans und der Spielverderber, ja das sind in diesem Fall sogar ganz viele! Die damaligen Spieler, der DFB, Andreas Müller…

Tja, der Peter! Jetzt wird ihn wohl Keiner mehr so schnell einladen! Selbst wenn da vielleicht doch zumindest ein Fünkchen Wahrheit dran wäre… Nä, der vergault doch nur die “hübschen Frauen”!

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Zwangs-Asia-Therme

ingo | 15. Juni 2007

Es gibt Videos, die darf man einfach niemandem vorenthalten. Auch wenn ich nicht so gern Videos poste, weil ich meinen Blog nicht zu einer “lustigen Video-Liste” verkommen lassen möchte, das Ding gehört hier rein:

Gefunden habe ich es übrigens – der Vollständigkeit halber – hier.

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Ich weiß was

ingo | 13. Juni 2007

Lange war es ruhig um ihn geworden. Zu Recht! Peter Neururer (52), (angeblich) Fußballtrainer und Eins-A Klischee-Body-Modell für den gemeinen Vollblut-Asi hat berichtet, dass in den 90er Jahren auch im Fußball gedopt wurde.

Endlich hat der kleine Peter also wieder etwas gefunden, wo er seinen fragwürdigen Senf dazugeben kann. Er hat ja auch im Moment nicht viel anderes zu tun, von ihm will zur Zeit ja niemand trainiert werden. Ich freue mich schon wenn “Mister Schnubbi” bei Christiansen und Illner gastiert und seine Weisheiten ungestraft in die Welt blasen darf. Vielleicht werden ihm sogar noch ein paar Sondersendungen gewidmet!

Zu Gute halten muss man ihm allerdings, dass er sich rechtzeitig zu Beginn des gefürchteten Sommerlochs in Stellung bringt, um als Erster palavern zu dürfen. Gute PR-Strategie. Da kann ich nur hoffen, dass es ein bisschen mehr Wirbel um Paris Hilton gibt!

Alternativ hoffe ich auf das Wahr werden von Peterchens Mondfahrt! Und er soll bloß seinen Schnorres mitnehmen!

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Nix zu sagen

ingo | 12. Juni 2007

Es gibt Zeiten wie jetzt gerade, da weiß ich einfach nichts in den Blog zu schreiben. Klar, ich kann natürlich viel wirklich Privates reintippen. Aber dafür ist ein öffentlicher Blog ja vielleicht nicht der richtige Ort. Aber selbst wenn, da gäbe es nicht so wirklich etwas zu berichten.

Ich könnte aber auch über Dinge des alltäglichen Lebens schreiben, was so auf der Welt passiert, meine ich. Zum Beispiel Fußball! Da will ja Bayern München gerade die gesamte Welt leer kaufen. Am liebsten glaube ich jeden Menschen der halbwegs kicken kann, weil Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge total sauer sind, dass die letzte Saison so schlecht lief. Vielleicht wäre die Idee besser ganze Fußballclubs zu kaufen! Dann nennt man am Saisonende den Meisterclub einfach in Bayern München um! Ist ja egal wie der vorher hieß. In 50 Jahren, wenn man die Bundesliga-Geschichtsbücher wälzt kräht da doch kein Hahn mehr nach. Nee, aber über Fußball schreiben ist ja auch doof. Sooo viele Leute wie immer behauptet wird interessieren sich dafür doch (leider) gar nicht. Ist ja auch gerade Saisonpause und keine WM, da gibt’s halt nur diese Transfer-Gerüchte-Küche. Laaaangweilig!

Über Boulevard könnte ich auch schreiben. Wobei ich mich da nur sehr wenig auskenne. Klar, Paris Hilton ist immer ein Thema, aber eigentlich will ich über Paris Hilton nix schreiben, das macht ja sonst jeder. Jetzt ist sie schon weggesperrt und trotzdem liest man immer wieder etwas. Hungerstreik, Fußfessel usw… Ich finde, man sollte Paris Hilton nicht mehr Raum geben als notwendig! Und da wäre das hier in diesem Blog schon zuviel. Übrigens ist Paris auch NICHT hübsch, auch wenn einem die Medien da gerne immer wieder etwas anderes suggerieren wollen. Trotzdem: Einen Satz von ihr aus einem TV-Interview find ich klasse: „Wenn das Gefängnis überfüllt ist, dann hoffe ich, dass ich früher rausgelassen werde. Denn es gibt andere Frauen, die schwerere Verbrechen begangen haben.“ – Sie behauptet auch noch, sie hätte wirklich etwas gelernt im Gefängnis. Das bedarf wohl keines weiteren Kommentars!

Ausschreitungen in Heiligendamm. Na erstens ist das ja nun schon nur noch Schnee von gestern und zweitens viiiel zu ernst um darüber zu blödeln. Na und wer weiß, nachher liest noch so ein „Pflasterstein-in-Wurfgeschoss-Umfunktionierer“ diesen Blog und findet raus wo ich wohne… oder schlimmer noch: Er weiß es schon! Neeeee, da halte ich mich zurück!

Über Doping im Radsport habe ich auch etwas geschrieben – die Medien ja auch. Da wurde man erst heiß gemacht mit Sachen wie „Jaaahaaaa, nicht nur im Radsport ist Doping an der Tagesordnung, da wird jetzt bald noch eine Welle auf uns zurollen, aus gaaaanz vielen Sportarten!“ Jaja, was für eine Welle! Die Welle war nicht mal eines stillen Wassers würdig. Denn allzu schnell verloren Zeitungen, TV usw. das Interesse. Selbst Kommentare von Paul Breitner, der ja bekanntlich zu allem etwas zu sagen weiß, konnte das Thema nicht am Leben erhalten. Armer Paul! … Wer ist eigentlich Paul?

Tja, also ich weiß wirklich nicht worüber ich was schreiben soll. Ich wollte die Tage mal wieder einkaufen gehen – in den Penny-Markt – vielleicht passiert ja da etwas Spannendes!

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Nachruf

ingo | 5. Juni 2007

Dein Tod kam für uns alle sehr sehr plötzlich. Gestern funktioniertest du noch wunderbar und heute plötzlich wolltest du einfach nicht mehr einatmen! Dennoch war es eine schöne Zeit mit dir. Immer standest du geduldig auf dem dunklen Gästeklo und hast brav gewartet bis dich jemand zu sich geholt hat. Mal war es der M-Man, mal der V-Man und ab und zu sogar ich. Ohne zu murren hast du dich bemüht stets befriedigende Arbeit zu leisten. Quasi auf Knopfdruck hast du deine Aufgaben erledigt.

Dein schwarz-gelbes Kleid mutete stets freudig an und verbreitete gute Stimmung, da war es auch nicht so schlimm, wenn du das ein oder andere mal ein wenig “gerochen” hast, wenn man dich mal wieder benutzte!

Dein größter Wunsch wäre es bestimmt gewesen, den G-Man noch einmal zu sehen und dich von ihm so richtig benutzen zu lassen. Leider musste dir dieser Wunsch verwehrt bleiben. Nun können wir ihm nur noch deine Hülle übergeben. Hoffentlich findest du trotzdem deinen Frieden, so wird der G-Man in seinem Garten bestimmt einen angemessenen Platz für dich finden.

Es war schön dich in unserer WG-Mitte zu haben! Wir alle werden dich sehr vermissen. Du hinterlässt eine Lücke die kein simpler Staubsauger einfach so ausfüllen kann. Die Liebe die du uns gegeben hast ist unersetzlich!

In tiefer Trauer…

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Der Flötenschlumpf fängt an

ingo | 4. Juni 2007

Kennt ihr das? Ihr steht morgens auf und denkt: “Was für ein Sch***-Tag?!” Tjaaaa, das kann sich ab sofort ändern!

Ich zum Beispiel werde meine Laune jetzt jeden Morgen mit dem Video da unten aufbessern. Wenn sich jemand findet, der den Flöten-Schlumpf-Part übernimmt, würde ich mir morgens nicht nur dieses Video anschauen, sondern sogar eine Live-Performance starten. Hat jemand Interesse? Ich gehe mir vorsichtshalber schon mal Hosenträger und Rasseln kaufen!

[Anm. d. Red.: Dieses Video habe ich in diesem sehr schönen Blog unter diesem Eintrag gefunden.]

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Ford Escort in meinem Briefkasten

ingo | 1. Juni 2007

TOP Nebenverdienst
für Studentinnen bietet exklusive Escort Agentur.

Wenn du eine aufgeschlossene junge, attraktive Dame mit Stil und Niveau bist, die das Aufregende und Schöne im Leben liebt, dann hast Du bei uns die Gelegenheit neben deinem Studium sehr viel Geld zu verdienen um dir viele Deiner Wünsche zu erfüllen. Wenn Du in der Lage bist einen niveauvollen Escortservice zu repräsentieren, dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung.
Info unter: XXXX- XXXXXXX – täglich ab 12.00 Uhr.

Ob ein Studentenwohnheim dafür die richtige Adresse ist… ich weiiiiiiiß ja nicht. Ich vermute hohe Streuverluste.

Man beachte aber die sehr studentenfreundliche Anrufzeit “ab 12.00 Uhr”.

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