die welt aus der sicht eines dorfmenschen
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Sex-Orgie leicht gemacht

Januar 18th, 2012 | Posted by ingo in Allgemein - (0 Comments)

Für die Klickrate und für die Männer unter den Lesern, möchte ich heute im Rahmen der Reihe “Lernen im ingoversum” erklären, wie Mann – zugegebener Maßen mit etwas Aufwand aber immerhin – und unter bestimmten Bedingungen als aktives Mitglied an einer Sex-Orgieteil nehmen darf/kann.

Behilflich dabei ist quora.com. Eine mir bisher – und vermutlich weiterhin – vollkommen unbekannte Website, die die (vielleicht) wichtigsten Fragen des Lebens löst.

Die Fragestellung: Wie schaffe ich es, dass mein schwuler Bruder an einer Sexorgie teilnimmt?

Hier die Ausgangssituation, die sich doch etwas komplexer gestaltet, als die obige Frage: Ein paar heiße Mädels haben den Fragesteller eine noch viel heißere Sexorgie in Aussicht gestellt. Aber nur dann, wenn der Bruder des Fragers teilnimmt. Problem: (s.o.) Der Bruder ist schwul.

Besonders gut wurde die Frage von “AJ Slater” beantwortet. Ich setzte die hier auch im original rein, bei einer Übersetzung würde zuviel verloren gehen. Also dann, Bühne frei:

You should set an example yourself:

  1. First meet and get to know a variety of gay people of your own gender.
  2. Then conveniently develop romantic feelings for one or more of them.
  3. If, at some point, one of them magically reciprocates, I recommend getting to know them rather well and then escalating affection as appropriate over a period of time until sexual relations are the natural next step for both of you.
  4. Boink.
  5. Now you yourself are in a happy, fulfilling homosexual romance.
  6. Bring your sweetheart to meet your brother and show off how easy and joyous switching teams can be.

 

Die kleine Filmbude – Teil 2

Januar 16th, 2012 | Posted by ingo in Allgemein - (0 Comments)

Hallo und herzlich willkommen zur Fortsetzung der kleinen Filmbude, des gestrigen Tages. ich fasel nicht lang drum herum, los gehts:

Der zweite Film, den ich am vergangenen Wochenende gesehen habe ist “The High Cost of Living” mit DEM Schauspieler schlechthin “Zach Braff”. Jeder der ihn ausschließlich aus Scrubs kennt, hat eine Menge verpasst. Namentlich insbesondere “Garden State” und “Last Kiss“.

In THCoL spielt Zach einen Drogendealer, der bei einer seiner Kurierfahrten falschherum in eine Einbahnstraße rast und eine hochschwangere Frau anfährt und begeht dazu noch Fahrerflucht. Sie verliert das Baby und Zach die Unbekümmertheit. Zu seinem illegalen Job kommt noch hinzu, dass sein Visum abgelaufen ist, die Story spielt in Montreal und er ist US-Amerikaner aus New York.

Sein schlechtes Gewissen plagt ihn und er baut Kontakt zu der jungen, unglücklichen Frau auf. Deren Ehemann ist kein wirklich gefühlsstarker Mensch und kann ihr nicht wirklich helfen, das erleichtert es Zach, eine enge Verbindung zu ihr aufzubauen. Getrieben von seinem schlechtem Gewissen und einer mindestens freundschaftlichen Beziehung zu ihr, kommt er ihr immer näher. Ihr die Wahrheit zu gestehen, dass er derjenige ist, der am Tod ihrer noch ungeborenen Tochter schuld ist wird immer verzwickter. Dass plötzlich der Sohn der Nachbarn im Fokus der Ermittlungen Polizei steht, macht die Situation für Zach nicht einfacher.

Ich will  hier aber lieber nichts weiter zur Handlung verraten. THCoL ist im Prinzip ein typischer Zach Braff-Film. Es gibt hier keine strahlenden Helden und auch keinen In-Your-Face-Humor, es gibt hier Menschen, die von Selbstzweifeln geplagt sind, ob sie in ihrem Leben die richtigen Entscheidungen treffen oder gertoffen haben und was sie überhaupt mit ihrem Leben anfangen. Dass da nicht zwingend ein Happy End rauskommen kann oder muss, ist damit auch klar. Der Film ist ideal für einen dunklen, kuschligen Abend und birgt im Anschluss auch Gesprächspotential. Wie hätte man selber gehandelt? Kann man die tat verzeihen? Und so weiter und so fort. Ich empfehle diesen Film jedem, der intelligentes Kino mag. Und an alle die, die nur afghanisches Programmkino schauen: Der Film hat sogar stellenweise Untertitel!! Die Tomaten vergeben hier 46%, was ich für unverschämt wenig halte. Ich vergebe 85%! So! Hier ist noch der Trailer mit tollen Joshua Radin-Soundtrack.

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[Kleiner Disclaimer: Gerade weil ich Zach Braff so großartig finde, kann es durchaus passieren, dass ich Filme von/mit ihm etwas überbewerte - wobei? Geht das überhaupt?]

Die kleine Filmbude – Teil 1

Januar 15th, 2012 | Posted by ingo in Allgemein - (4 Comments)

Nun, da in der Welt ja kaum etwas bemerkenswertes passiert zurzeit (hust!), schreib ich mal wieder etwas über Filme. Selber Schuld, die Klickzahlen bei den beiden Filme-Review-Einträgen zuletzt waren ziemlich hoch, da kann ich als alte Google-Analytics-Hure nicht anders, ich lege einfach noch einen drauf.

Dieses Wochenende habe ich zwei Filme geschaut. Zunächst war da Damm-damm-damm-dam-dam-dammm… erraten? Nagut, ich löse auf:

Mission Impossible 4: Phantom Kommando [Anm.d.Red.: Boris hat mich berechtigter Weise darauf hingewiesen, dass es "Phantom Protokoll" heißen muss. Das macht natürlich den nachfolgenden Satz etwas... falsch. Ich lass das aber trotzdem mal so, weil der verlinkte Trailer so "schön" ist.]. Der Name klingt ja eher nach dem hier. Der Inhalt hat dann allerdings viel weniger Dialekt.

Tom Cruise spielt Agenten… Agenten… Tom Cruise (er heißt im Film sicherlich anders, aber ich hab vergessen wie). Also Tom bekommt auf widrige Wege den Auftrag, die Welt vor einem total verrückten Russen zu retten, der mittels einer nukleare Katastrophe die Welt resetten möchte. Wie prickelnd bescheuert. Eins führt zum anderen und Tom ist bald allein mit Scientology seinem Team und jettet durch die Welt, stets auf den Fersen des bösen Russen, der Kreml, Dubai und Mumbai dürfen als Locations herhalten.

Das alles macht einiges her, muss man sagen. Es kracht gewaltig, die Action ist oft artistisch und ab und zu ein wenig… nagut, eigentlich immer ein wenig over-the-top. Aber dazu gleich mehr. Als IPhone/Pad-User und fand ich es natürlich interessant zu sehen, was man alles mit den beiden Geräten machen kann. Neben den  MacGyver-Alleskönner-Apple-Tools, ist auf den Straßen  ausschließlich die weiß-blaue Automarke aus Bayern im Einsatz. BMW und der Apfel ist allgegenwärtig – etwas zu gegenwärtig. Da könnte man das Product-Placement doch etwas dezenter gestalten, oder? Vielleicht hätte man sich aber mit BMW nämlich nicht auf eine “die Autos bekommen nicht eine einzige Schramme”-Klausel im Vertrag einigen sollen. Die Karren schrabbern und krachen und scheppern nur so gegen Leitplanken, vor Begrenzungen, durch Sandstürme usw. aber nicht eiiiiinen Kratzer nehmen sie mit. Ganz ehrlich: Jetzt will ich auch einen BMW! Wobei sie einen Sturz aus 100m Höhe geradewegs und Nase voran auf den Asphalt dann doch nicht aushalten. Andererseits kommt man als Fahrer trotzdem ziemlich gesund davon… Und da sind wir eben wieder bei over-the-top-Action. Der Film nimmt sich selber leider sehr sehr ernst, das kann man aber gerade bei der Szene mit dem BMW ziemlich am Ende des Films nicht. Und das hat für mich die ganze Geschichte etwas versaubeutelt. Das, und die unfassbar überflüssige Storyline mit Toms  Teamkollegen Dingens, gespielt von Jeremy Renner (The Hurt Locker - fantastischer Film). Die war unfassbar cheesy und wurde dann auch ausgerechnet am Ende des Films richtig inbrünstig durchthematisiert.

Kurzer Einblick? Jeremy kann Tom kaum in die Augen gucken, weil er am Tod von Toms Frau Schuld ist. Bei einem Einsatz in Kroatien, hat er es wohl versaut und sie schaut sich seit dem die Blumen von unten an. Das macht ihm sooo ein schlechtes Gewissen und er glaubt, Tom weiß nix. Doppelt falsch, denn a) weiß Tommy natürlich alles und b) ist seine Frau natürlich noch extrem lebendig – soll für die Schergen der Unterwelt aber als tot gelten. Am Ende taucht die Un-Tote natürlich auch noch auf, es werden Blicke mit Superagent Tom ausgetauscht… hach so romantisch,so liebevoll so…  brraaaaaaa. Klingt alles noch viel blöder als die Geschichte mit dem Atom-Bomben-Reset-Button, nicht wahr? Genau. Und so unnötig! Hätte der Jeremy-Agent nicht einfach eine zwielichtige Hau-drauf-Vergangenheit haben können? Wenn überhaupt? Das hätte mindestens 15 Minuten Quatsch-Dialoge gespart! Vielelicht gibt es ja auf DVD mal wirklich eine  Director’s Cut (!!!), wo der unsinnige Kram weggeschnitten ist.

Annika hat es gut, sie vergisst die Enden von Filmen immer, sagt sie. Darum darf man/ich sie in dem Fall beneiden. Trotzdem: Guckbar ist der Streifen, aber bei Dialogen darf man sich gerne die Ohren zuhalten. Die verdorbenen Tomaten vergeben total übertriebene 93%. Ich würde mal sagen, 65-70 hätten auch gereicht. Hier ist noch der Trailer mit coolem Eminem-Sound.

Huch? Schon Schluss? Jaaaa, morgen folgt dann der Bericht über den zweiten Film. Ich hoffe, ihr könnt so lang abwarten.

Kim Jong Wulff

Januar 4th, 2012 | Posted by ingo in Allgemein - (0 Comments)

Um das Kommunikationsverhalten unseres BP wird es nun doch ein bisschen absurd. Die derzeitige vorherrschende gegenseitige Superlativierung der Medien, Christian Wulff habe mit seinen Anrufen bei BILD und Welt und Springer und Gott-weiß-wo die Pressefreiheit angegriffen, ist doch wirklich Schmarrn. Im Kern wollte er Berichte verhindern, und sowas passiert sonst nie!? Ernsthaft? Noch kein Promi, Sportler oder Politiker ist je auf die Idee gekommen, bei einem Medienorgan anzurufen und hat mehr oder weniger nachdrücklich darum gebeten bestimmte Infos nicht an die Öffentlichkeit zu bringen? Das ist für mich nicht nur schwer, sondern unvorstellbar. Und selbst wenn sich der noch amtierende BP im Ton vergriffen hat, geht davon darum eine noch höhere Gefahr aus? „Oh Gott, er hat gebrüllt!!! Wir müssen die Zeitung sofort schließen! Der BP hat gebrüllt!“… Das ist doch ungefähr so, als hätte ich Mike Tyson angerufen und ihm mit Schlägen gedroht, wenn er noch einmal in einem Hangover-Film mitspielt. Drohungen (rechtlicher Art) haben doch eigentlich nur dann Wirkung, wenn deren Umsetzung erfolgversprechend sein könnte. So wie der Fall aber dargestellt wird, waren die Berichterstatter doch auf der sicheren Seite. Hier von der Gefährdung der Pressefreiheit zu sprechen – insbesondere wenn es um die BILD geht – ist doch mindestens ironisch.

Wenn das aber wirklich ein zentraler Angriff auf die Pressefreiheit sein sollte, was ist dann mit all den Vergünstigungen die den Damen und Herren aus der Presse in den Hintern geschoben werden? Nehmen wir nur mal das bevorzugte Parken mit Presseausweis, oder die Bewirtung bei Pressekonferenzen, Events usw. Das mutet dann doch ebenso wie ein Angriff auf eine möglichst objektive Berichterstattung an. Wird Wulff bald auch vorgehalten, er habe Pressevertreter zu sehr hofiert? Ein Kommentar auf tagesschau.de spricht in Bezug auf seine Anrufe  als das  ”bislang schlimmste und unverzeihlichste”. Ach, ehrlich? Oh… mein (Be)Wertesystem ist kaputt.

Die ursprüngliche Rahmung der Causa Wulff, die wohl berechtigte Entrüstung über die Kreditgeschäfte hat sich zu einer Empörungskampagne gewandelt, bei der das Ziel einzig und allein der Rücktritt von Wulff ist und nicht die Aufklärung des Sachverhalts. Aufgrund seiner nordkoreanischen Kommunikationspolitik ist er an dieser Entwicklung natürlich aber auch nicht unbeteiligt.

[Anm.d.Red.: SPON hat eine Chronik der Ereignisse veröffentlicht, wie ich es mir vorgestern noch gewünscht hatte. Inhaltlich nur leider ein bisschen dünn, aber immerhin. Die SPON-Redakteure lesen wohl meinen Blog. Ich fühle mich geehrt und werde ab sofort nur noch positiv über SPIEGEL-Produkte schreiben… oh ups!]

Achso, ich schrob dies am Dienstag, da war Wulff noch im Amt. Ist er es heute überhaupt noch? Das steht hier.

Tanz den Boris Jelzin, ha!

Januar 3rd, 2012 | Posted by ingo in Allgemein - (3 Comments)

2011 wurde hier ja das ein oder andere mal getanzt. So waren da zum Beispiel die Jungs von “Flight of the conchords“, denen zu viele… Männer auf der Tanzfläche waren. Oder die zwei Gestalten, die ihren Mähdrescher ausgiebig betanzten. Und nicht zu vergessen 2010 Christoph Waltzes Tanz zum Humpink!

Starten wir das neue Jahr aber mit einem Russen. Und was sind Russen im allgemeinen immer? Naaaa? Denkt an Boris Jelzin! Genau, der Sage nach, sind Russen stets betrunken! Allerdings scheint das mit ihren Tanz-Skills absolut konform zu gehen, seht selbst:

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Und wer dann noch richtiges Talent sehen will, schaut der Dame mit den tanzenden Augenbrauen zu. Ab Sekunde 20 dreht sie dann voll auf… Uff!

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Wer übrigens die Überschrift leicht abgewandelt in ein Lied von DAF übersetzen kann, bekommt von mir einen Keks.

[Anm.d.Red.: Liebe Russen, nicht böse sein, ihr seid natürlich NICHT immer betrunken. Ich hab das Klischee zur Einleitung des Videos gebraucht.]

Er war der Präsident?

Januar 2nd, 2012 | Posted by ingo in Allgemein - (2 Comments)

Nun soll also unser Bundespräsident Kai Diekmann, dem Chfredaktuer des BILD-Abfalls gedroht haben.

Generell war ich erstmal in mir drinne so ein wenig empört, wie denn ein Politiker einem Journalisten drohen kann. So einem armen, wehrlosen, kleinen Jour… aha! Von wegen! Man kennt es ja eigentlich nur aus Filmen oder Serien, wo Journalisten Politikern drohen, wenn sie nicht dies und das machen, wird diese oder jene Story am nächsten Tag in der meist gelesenen Zeitung der Welt gedruckt und die Karriere des Politikers ist vorbei. Ist das nur Fiktion? Oder drohen vielleicht auch in der Realität Medien Politikern? Und wenn das so ist, dürfen Politiker Medien trotzdem nicht “drohen”? Und ist drohen gleich drohen?

Ich persönlich halte Herrn Wulf für egal. ich fand auch Herrn Köhler egal. Herr Weizäcker war nicht so egal, Rau hatte auch irgendewtas weises, moralisches an sich und auch Herr Herzog war noch ein recht stattlicher Bundespräsident – zumindest in meiner verklärten Rückschau. Darum glaube ich auch nicht, dass Köhlers Rücktritt oder Wulffs Affäre dem Amt des Bundespräsidenten schaden. Das ist eine Form der Überhöhung, die gebracht wird, um Argumente zu verstärken und die moralische Keule mit ein paar extra Nägeln auszustatten, um den Einschlag schmerzhafter zu machen.

Bei der ganzen Kreditaffäre habe ich den Faden verloren und was mir immer bei solchen etwas langwierigen Konstrukten fehlt ist, dass sich Medien die Mühe machen, eine anschauliche Chronik der Ereignisse – visuell aufbereitet – ins Netz zu stellen, in der ich nachlesen kann, was wann und wie passiert ist. Das gibt es leider nur in sehr seltenen Fällen und oft auch erst nach einer Affäre. So kann ich mir nun eine Bewertung der Vorfälle um Wulff erst recht nicht erlauben. Es geht um Vorteilsnahme, so viel habe ich verstanden. Und ich mag es nicht, wenn einflussreiche Leute ihren Einfluss nutzen, um Vorteile zu erhalten. Denn irgendwie fühlt man sich dann schon in der Schuld, diese Vorteile auch wieder auszugleichen – und wenn nicht, fühlt man sich verpflichtet dazu, um noch einmal einen Vorteil zu erhalten. Undankbarkeit spricht sich schließlich schnell herum. Aber sind wir mal nicht zu kritisch? Solch ein Verhalten ist überall und bei jedem irgendwie alltäglich. Nur macht hier sicherlich das Amt und das Ausmaß der Vorteilsnahme den Unterschied.

Im Fall Wulff macht mich insbesondere seine Kommunikationspolitik misstrauisch. Er scheint ja wenig bis nichts zur Aufklärung beizutragen, er tritt nicht vor die Presse und gibt Auskunft über seine Taten und beantwortet Fragen. Das fühlt sich sehr sehr schuldig an, für mich. Seinen Guttenberg-Move “ich entlasse jemand und dann ist Ruhe im Karton” hat nun auch nicht funktioniert. Da war vermutlich nicht genug Pomade im Haar.

Wenn das sich noch ein wenig weiter zieht, dürfte die Messe für Christian Wulff noch gelesener sein, als sie eh schon ist. Für Angela Merkel ist das der Super-Gau. Einst wurde sie für seine Nominierung kritisiert, sobald er das Feld geräumt hat, wird sie wohl erneut für ihre schlechte Wahl kritisiert, ihre Motive werden erneut diskutiert und von einigen wird bestimmt gesagt, sie hätte ihn mehr stützen müssen – und es würde ihr vermutlich genau das Gegenteil vorgeworfen, wenn sie ihn mehr gestützt hätte. Verloren hat sie ebenso wie der Präsident.

Ich bin mal gespannt auf das Ergebnis, inwieweit meine Zukunftsfantasien zutreffen, wenn aber auch nur milde interessiert. Dann schließe ich mal mit Reinald Grebes Lied zu Hotte Köhler – denn das kommt immer gut. Ich persönlich finde ihn gar nicht lustig (er betont Vokale aber inhaltlich lustig!?!? Neeee), aber der Refrain ist eingängig. Und was soll mir dieses bescheuerte “Kostüm” mitteilen? Naja… Ich bin der Präsident.

Ein kleiner Nachschuss

Dezember 30th, 2011 | Posted by ingo in Review - (2 Comments)

Euch hat meine kleine Filmkritik von gestern nicht gefallen? Hmm… das ist blöd, weil hier kommt noch eine!


Stellt euch vor, es wird ein Film mit Indiana Jones, Hope Han Solo, James Bond und Zaphod Beeblebrox gedreht. Worum könnte es dann gehen? Nun, im Sommer dieses Jahres die wurde die Frage mit “Cowboys and Aliens” beantwortet. Klingt bescheuert, klingt albern? Ist der Film aber gar nicht. Nun gut, wenn man für Science Fiction nichts übrig hat, sollte man natürlich nicht reinschauen und wenn man auf komödiantische Art und Weise unterhalten werden will auch nicht. Dieser Film ist nämlich an keiner Stelle lustig. Ich glaube, nicht ein Darsteller lächelt auch nur ein bisschen in diesem Film. Insbesondere und vor allem Harrison Ford nicht. Aber das muss auch gar nicht.

In einem Dorf irgendwo im Wilden Westen tauchen plötzlich Außerirdische auf, die die Einheimischen entweder zerschplattern oder als Geisel nehmen und dann Stück für Stück… zerschplattern, um ihre Schwachstellen zu finden. Warum der ganze Ärger? Nun, sie wollen etwas, dass es hier auf der Erde gibt und an dem leider auch die hiesigen Bewohner interessiert sind, nämlich Gold. Gott sei dank, hat sich auch ein anderes Alien (in weiblicher Menschengestalt) auf der Erde eingefunden, die für die überforderten Einheimischen Licht ins Dunkel bringt. Klar, dass alles auf eine finale Schlacht hinausläuft.

Dabei ist der ganze Film allerdings richtig cool. Wie schon gesagt, wird hier nicht gelacht, es ist bierernst. Das ist dem Film in Kritiken sogar vorgeworfen worden und deshalb hab ich ihn dummerweise auch nicht im Kino geschaut. Nachdem ich ihn nun aber gesehen habe, finde ich, dass ist mal ein sehr schöner Ansatz, einen Alien-Film zu machen, der keine komischen Elemente oder bescheuerten Sidekicks hat, die für alberne Trampelgags zuständig sind. Aber ich verstehe natürlich, dass der etwas alberne Titel “Cowboys and Aliens” da etwas spaßiges erwarten lässt. Ich mochte an diesem Film gerade das Düstere, das Ernste. Gut, der Kampf am Ende ist so lala, aber die Atmosphäre die aufgebaut wird ist top. Man muss ihn nicht zwingend im Kino gesehen haben, es reicht, ihn auf DVD zu schauen, mir hat er jedenfalls einen schönen Abend bereitet. Die rottentomatoes vergeben lausige 44%, ich würde ihm 75% geben.

Und wer Cowboys und Aliens in einem etwas lustigeren Zusammenhang sehen möchte und Nathan Fillion gerne bei der Arbeit zuschaut, der sollte den Film Serenity oder die entsprechende Serie Firefly gucken und den Fernsehsender zum Teufel wünschen, der diese Serie nach nur einer kurzen Staffel abgesetzt hat.

Vier Filme, eine Meinung

Dezember 29th, 2011 | Posted by ingo in Allgemein - (0 Comments)

Ich habe die freien (und übrigens auch kranken) Tage genutzt, um ein paar Kinofilme zu schauen. Dabei war ein aktueller,  ein paar Jahre alter und ein paar Monate alter bzw. auch ein Geheimtipp. Hier kurz meine Gedanken zu den Streifen.

Los geht’s mit “Star Wars – Episode II“. Den hatte ich 2002 nicht im Kino gesehen, nachdem ich schon Episode I total dämlich fand. Zu Episode III konnte mich irgendwer trotzdem überreden und um Anakain “Darth Vader” Skywalker zu zitieren war dieser Film auch einfach nur “Noooooooooooo“. Was mir beim zweiten Teil auffiel ist, dass praktisch 90% aller Szenen vor einem Blue- oder Greenscreen entstanden sind. Das sieht teilweise schlimmer aus, als wenn man sich die alten Star Wars Streifen anschaut. Achwas! Die sehen gut daegegen aus. Das sieht fast schlimmer aus als wenn man sich bei einem Computerspiel aus den 90ern gefilmte Zwischensequenzen anschaut!  Die Story ist darüber hinaus auch irgendwie… blöd erzählt. Die Schauspieler – insb. Hayden Christensen als A. Skywalker sind/ist gruselig. Meine Herren! Wenigstens spielt Liam Neeson nicht mit… Und wer bitte will Yoda in einem Lichtschwertkampf und rumhüpfend wie einen ADHS-geplagten Gartenzwerg gegen Saruman kämpfen sehen? Uaaaahhhh!!! Dann geht es ja auch noch um den Vater von Boba Fett und er heißt… Django… Django!?!?!? D-J-A-N-G-O!?!??!!? Himmel-Herr-Gott. Und wo ich schon in Fahrt bin, der junge Obi Wan sieht mit seinem angeklebten Bart absolut bescheuert aus. Den hätte man im Zweifel nun wirklich auch ohne erkannt. Eieieieiei. Insgesamt ist der Film auch noch viiiel zu lang. Zumindest sind die Actionszenen milde erträglich. Wäre doch bloß nicht all das drum herum: Die Story, die Bühnen”bilder”, die mittelmäßigen Schauspieler, die Dialoge… Lieber George Lucas, bitte lass die Finger von Episode 7-9! Die rottentomatoes geben satte 67%, das kann ich mir nur über einen Star Wars-Bonus erklären. Ich würde ihm 35% geben.

Als nächstes kam mir “Bad Teacher” vor die Flinte. Cameron Diaz hat ja schon irgendwie irgendwas. Ein ziemlich plattes Gesicht, okay. Lange Beine – schon besser! Und in diesem Film extrem oft extrem rote Lippen. Ab und zu lädt der Film sogar mal zum Schmunzeln ein. An ihrer Seite spielen – der in RomKom-Filmen zurzeit unausweichliche – Justin Timberlake, der schmusige Typ aus How I met yout mother, eine rothaarige, die ich irgendwoher kenne und… joa. Ich glaub, das wars. Cameron ist allerdings sehr sehr sehr präsent, selten fand ich alle anderen Schauspieler so zu Nebendarstellern degradiert. Die Story ist total wurscht, würde ich sagen. Eine heiße, geldgeile Lehrerin will sich ihre Brüste vegrößern lassen und versucht alles, um das Geld dafür zusammen zu bekommen. Dabei verguckt sie sich in den stinkreichen Lehrerkollegen Justin. Am Ende lässt sie das mit den Brüsten natürlich, wird eine gute Lehrerin und kommt mit dem eher ärmlichen Sportlehrer zusammen (Der Schmusige aus How I met…). Nothing special here, move on, please.  Würde der Film nicht ab und zu in niveauloseste Gags abrutschen, würde ich sagen, wäre er auch recht unterhaltsam – sofern einem Schmunzeleien zu einem vergnüglichen Abend reichen. Romantisch ist in dem Film allerdings nix! Die rottentomatoes vergeben 44%, das geht so in Ordnung, davon gehen aber mindestens 10 an Cameron.

Zu vorguter Letzt muss noch einmal Justin Timberlake ran, denn ich habe auch “Friends with Benefits” gesehen. An seiner Seite spielt Mila Kunis – bekannt aus “That 70s Show“. Auch hier ist die Story dünn wie ein Stück Butterbrotpapier. Zwei junge Menschen treffen sich in New York, beide nerven Beziehungen an und sie entscheiden sich für eine unkomplizierte Sex-Freundschaft, Friends with Benefits eben. Klar, dass die zwei sich ineinader vergucken und das es dann noch ein bisschen hin und her geht und sie am Ende… genau. Übrigens spielt auch hier der – anscheinend ebenso unvermeidbare – Typ aus How I met your mother mit, allerdings nur als Film im Film. Nun frag ich mich aber schon, was Woody Harrelson in dem Film macht. Er spielt in einer sehr nebigen Nebenrolle einen eigenartigen, schwulen Sportreporter… ernsthaft!? Im Gegensatz zu Bad Teacher will dieser Film nicht sooo unfassbar komisch, sondern eher romantisch sein. Das schafft er auch ganz gut, muss ich zugeben. Justin und Mila harmonieren prima, es gibt eine nette Nebengeschichte mit Justins Vater, eine überflüssige mit Milas Muttter und die Musik ist auch gut gewählt. Für einen verregneten Abend kann man sich den Film durchaus einmal anschauen! Die rottens geben 71%, das geht durchaus okay!

Kommen wir zum Ende zum Geheimtipp. Wer in Deutschland kennt Will Ferrell? Handheben bitte? Keiner? Doch? Einer? Na immerhin. Leider ist der brillante Komiker in Deutschland ziemlich unbekannt. Das liegt vermutlich auch daran, dass Filme wir “Talladega Nights” oder “Anchorman” so unfassbar mies synchronisert sind, dass nicht mal ein Mensch mit eingebautem Lachsack auf Dauerfeuer bei den eingedeutschten Versionen auch nur grinsen könnte (dringend die verlinkten Trailer anschauen!!). Den nicht gut Englischsprechenden bleibt leider auch sein Videoportal “Funny or die” vorenthalten, in dem auch einige fantastische Videos mit ihm als George Bush zu finden sind. Aber ich wollte ja zu einem Film etwas sagen. Also Will Ferrell spielt meist extrem alberne Filme oder eben das absolute Gegenteil, nämlich sehr sehr nachdenkliche Filme. Der erste aus dieser Reihe, der mir positiv auffiel war “Stranger than Fiction” (u.a. mit Dustin Hoffmann), den man gesehen haben muss, weil einfach die Geschichte so toll erzählt ist. Dann gibt es alberne Filme wir “The other guys” oder “Blades of Glory” und zuletzt sah ich den eben nicht albernen “Everything must go“, der auf einer Kurzgeschichte von Raymond Carver basiert. Will spielt hier einen alkoholkranken Ex-Vertriebler. Ex, weil er zu Beginn des Films auf die Straße gesetzt wird. Nicht nur von seinem Arbeitgeber sondern auch von seiner Frau. Der Film handelt von seinen drei bis vier Tagen, an denen er im Vorgarten seines ehemaligen Hauses zwischen all seinen  Möbeln lebt, die seine Frau ihm dort “hinterlassen” hat. Die Schlösser zum Haus hat sie natürlich wechseln lassen. Diesem Film fehlt ein Zeil und ein offensichtliches Happy End, aber er macht einen irgendwie nachdenklich – zumindest jemanden wie mich. Vielleicht lässt er einen aber auch mit einem “und was sollte das jetzt”-Gefühl zurück, weil er da aufhört, wo andere Filme durchstarten. Aber der Film heißt ja nun mal “Everything must go” und zeigt demnach, wie der Hauptcharakter sich von all dem lösen will/muss, was nun Vergangenheit ist. Gucken! Die Tomaten vergeben 74%, die hat sich der Film aber auch verdient. Insbesondere Will Ferrell. Und wer eben einigermaßen englisch spricht und keinen der hier verlinkten Filme von Will gesehen hat oder sich noch nicht bei Funny or Die rumgetrieben hat: Nachholen!!!!!

Stolz wie Oskar!

Dezember 28th, 2011 | Posted by ingo in Allgemein | fußball - (0 Comments)

Das hier braucht niemand wirklich lesen, denn das Folgende hat ausschließlich einen dokumentarischen, als auch einen be-weihräuschernden Zweck und das auch nur für mich:
Was bemerkenswert ist – zumindest aus meiner Sicht – ist mein Erfolg in FIFA 12. Ohhh ja! Ja, ich spiele FIFA 12, so ein Computerspiel – ab und zu ballert man da sogar rum, allerdings “nur” aufs Tor. Mittlerweile bin ich nach elf Aufstiegen und vier Abstiegen und ca. 200 Spielen in der dritten von 10 Online-Ligen angekommen. Das hatte ich nach einem hin und her rund um die Ligen 6-8 nicht gedacht, aber ich habe mich anscheinend doch glatt verbessert. Gefühlt sind die ersten beiden Ligen zwar weiter weg als der SC Freiburg vom Meisterschaftstitel, aber das macht nichts. Als ich anfing online zu spielen hatte ich mich eigentlich maximal in Liga 7 mit kurzen Ausflügen in Liga 6 gesehen. Und unter aaaaaallen FIFA 12-Spielern die Online in den Head-to-Head-Seasons auf dem PC spielen, bin ich an ca. 15.000 Stelle von ca. 111.000 Spielern. Der kleinste Wehrmutstropfen ist, dass ich diese Erfolge fast ausschließlich mit Manchester City erreicht hab. Die sind mir ungefähr so sympathisch wie… wie… der 1. FC Kaiserslautern aber eben um einiges besser und haben – und das ist geanz besonders wichtig – zwei starke Stürmer in der Startelf. Bei allen anderen Teams müsste ich noch lange die Aufstellungen durchrotieren und ich will ja “ballern” nicht schieben. Das Spiel heißt ja schließlich nicht Sokoban!

Hach… das tat gut.

Die Post-Hotline der Freundlichkeit

Dezember 18th, 2011 | Posted by ingo in Allgemein - (0 Comments)

Oh schön, ich bin gerade in Fahrt. Dieser und die letzten beiden Einträge sind ziemlich flink nacheinander entstanden, aber meine one-post-a-day-policy verbietet es mir, sie hier auch so kurz hintereinander zu posten.

Ich habe gerade bei der Packstations-Hotline angerufen, um mich auszukotzen und abzuklären, ob der Samstag bei der Post tatsächlich ein Werktag ist und ich mein Paket abholen kann. Nagut, das Beschweren stand eindeutig im Vordergrund. Nummer gewählt, ganz ohne Warteschleife dran gekommen und dann? Dann ist der Mensch am Telefon aber sowas von freundlich, dass ich schon gar nicht mehr wirklich sauer sein kann. Dafür bin ich aber jetzt umso aufgebrachter, weil ich meine Wut ja eben nicht an jemandem auslassen konnte, der natürlich nichts dafür kann und am Ende vielleicht sogar auch noch unverschämt wird. Und das wäre umso besser!

Ich möchte darum mal in Frage stellen, ob das wirklich so gesund ist, bei einer Hotline anzurufen und sichzu beschweren. Statt dass ich jetzt sickig über den unfreundlichen Hotliner bin, bin ich noch immer sickig mit der Post im Allgemeinen. Das kann nicht gut sein! Ich wäre jetzt viel lieber sauer auf den Servicemitarbeiter. So würde sich meine Wut ganz gesund verlagern und ich könnte Freunden und Kollegen davon berichten. Aufgebracht natürlich, woraufhin die Wut immer mehr abflaut. Das ist so, als wenn man sich den Zeh einklemmt, und den Schmerz ungewollter weise dann mit einem gestoßenen Knie verlagert. Die Pein im Zeh spürt man dann nicht mehr. Eigentlich kein schlechtes System. Aber was soll ich jetzt machen? Mich nochmal über das Packstationsdilemma beschweren? Da hab ich vor allem gar keine Lust drauf.

Mir ist es einmal passiert, dass ein Mitarbeiter von Alice einfach aufgelegt hat, weil ihm meine Beschwerden nicht gefallen haben. Ich war vielleicht etwas angespannt und nicht gerade happy, als ich mit dem Herren gesprochen hab, aber das muss er abkönnen, sag ich mal. Aber das Tolle war, ich hatte danach etwas zu erzählen, etwas Neues über das ich mich echauffieren konnte. Gut, dadurch hat sich meine Meinung, dass Alice ein ziemlich mieser Internetprovider ist, nicht im Geringsten zum Positiven verändert, aber es ging mir persönlich kurz einfach besser.

Aber was macht man denn, wenn der Hotliner so freundlich ist? Das ist nicht dir “Gratifikation” die ich haben will. Ich will doch jemanden anmaulen, der mault zurück, ich maule mehr und dann ist wieder gut! Jetzt bin ich weiterhin einfach unausgeglichen. Kann mir bitte mal schnell jemand blöd kommen?

[Anm.d.Red.: Bitte bedenkt, als ich das hier schrob, war Freitag. Ihr lest das frühestens am Sonntagmorgen. Ihr braucht mir jetzt nicht mehr blöd kommen. Ich habe mich bis hier hin abreagiert.]